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Wladimir Solowjow: Putin-Sprachrohr zieht im Russen-TV über Donald Trump her

Wladimir Solowjow lästerte über Donald Trump. Bild: picture alliance : dpa | Alexander Shcherbak:Tass:Host Ph

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  • Wladimir Solowjow schießt gegen Donald Trump
  • Putin-Sprachrohr erklärt, warum man die USA nicht mehr ernst nehmen kann
  • US-Präsident von Wladimir Solowjow verhöhnt
  • Kreml-Propagandist wirft dem Westen vor, Russland von innen heraus destabilisieren zu wollen

Wladimir Solowjow hat in der neusten Ausgabe seiner Sendung "Ein Abend mit Wladimir Solowjow", die regelmäßig auf dem Sender Russland-1 ausgestrahlt wird, erneut über Donald Trump hergezogen und seinen Talkgästen in aller Ausführlichkeit erklärt, warum man die Vereinigten Staaten dieser Tage nicht mehr ernst nehmen könne.

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Wladimir Solowjow schießt gegen Donald Trump

Ein entsprechender Ausschnitt der Sendung wurde auf dem YouTube-Kanal "Russian Media Monitor" geteilt, auf dem die US-Journalistin Julia Davis regelmäßig Auszüge aus dem russischen Staatsfernsehen, die zuvor zu Aufklärungszwecken mit englischen Untertiteln versehen worden sind, veröffentlicht. Direkt zu Beginn des Clips hört man Wladimir Solowjow in Anspielung auf den Iran-Konflikt spotten: "Wir leben in lustigen Zeiten. Die Wochen verfliegen und der Spaß nimmt zu."

Putin-Sprachrohr erklärt, warum man die USA nicht mehr ernst nehmen kann

Wenig später will er von seinen Gästen im Studio wissen: "Wie wollt ihr eigentlich, dass ich ernsthaft darüber berichte, was in der Welt passiert? Insbesondere über viele Entscheidungen des Oberbefehlshabers, des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, nachdem er so auf ein Foto reagiert hat, das ihm sehr gefallen hat und auch das Foto selbst." Daraufhin wird eingeblendet, wie Trump ein Foto von sich enthüllt, das ihn umgeben von Journalisten vor der Air Force One zeigt. Warum die Aufnahme einen Ehrenplatz an der Wand bekommen hat, bleibt unklar. Auch Wladimir Solowjow ist anzumerken, dass er Trumps Begeisterung über das Bild ("Mein Gott, nicht schlecht, oder? Gestern erst aufgenommen. Wow.") offensichtlich nicht teilt.

Wladimir Solowjow verhöhnt Donald Trump für Kriegsaussagen

Außerdem spottete Solowjow über Donald Trump, weil dieser nicht müde wird, öffentlich zu betonen, wie viele Kriege er angeblich bereits beendet hat. "Erstaunlich, wirklich erstaunlich. Dieser Mann hat zehn Kriege beendet. Aber alle diese beendeten Kriege neigen dazu, wiederzukehren", frotzelte der russische Moderator.

Kreml-Propagandist wirft dem Westen vor, Russland von innen heraus destabilisieren zu wollen

Doch Solowjow nahm nicht nur Trump im Einzelnen, sondern auch den Westen im Allgemeinen ins Visier und behauptete, man versuche, Russland von innen heraus destabilisieren zu wollen, indem man sich die russische Influencerin Victoria Bonya zunutze mache. Bonya hatte Wladimir Putin unlängst öffentlich angegriffen, ihm Angstpolitik vorgeworfen und die Internet-Zensur in Russland kritisiert. Laut Solowjow geschah all dies auf Anweisung des Westens.

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/bos/news.de

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