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Sonntagsfrage: Abstand zur AfD immer größer - Umfrage-Dämpfer für Friedrich Merz

Friedrich Merz (CDU) fällt mit der Koalition hinter der AfD zurück. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

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  • Sonntagsfrage: AfD überholt Union
  • Partei von Friedrich Merz mit schlechtestem Umfragewert seit drei Monaten
  • Schwarz-roter Koalition fehlt Mehrheit

Es ist der nächste Rückschlag für Friedrich Merz und die Union. Nachdem die AfD bereits im ZDF-Politikbarometer an CDU/CSU vorbeizog, überholt sie die Parteien auch in der aktuellen Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA für "Bild". Drei Punkte trennen die Christdemokraten von der AfD. Der Bundeskanzler erlebt denbislang größten Negativtrend für die Union.

AfD überholt Merz-Partei: Union auf niedrigstem Niveau

In der aktuellen Umfrage kommt die AfD auf 27 Prozent, während die Union um einen Punkt auf 24 Prozent abfällt. was dabei auffällt. Die Union erreicht wieder den Stand vor der Bundestagswahl 2021. Zudem ist es der schlechteste Wert seit drei Monaten. Weder abgerutscht noch verbessert hat sich Koalitionspartner SPD. Sie bleiben bei 14 Prozent. Keine Bewegung zeigt sich auch bei den Grünen (13 Prozent). Die Linke hingegen konnte einen Prozentpunkt gutmachen und kommt auf elf Prozent. Derweil fällt das BSW auf drei Prozent, die FDP steckt weiter bei drei Prozent fest.

Sonntagsfrage: Schwarz-Rot hat keine Mehrheit

Mit diesen Werten könnte die schwarz-rote Koalition in der Form nicht mehr weiterregieren. Ihnen fehlen zusammen sieben Punkte, um die parlamentarische Mehrheit von 45 Prozent zu erreichen. Sie müssten also einen dritten Partner suchen. Möglich wären die Grünen oder die Linke. Wäre an diesem Sonntag die Bundestagswahl, hat die Union kaum Optionen  - außer der AfD. 

Für den INSA-Meinungstrend befragte das Meinungsforschungsinstitut zwischen dem 13. und 17. April 1201 Menschen. Die Fehlerquote liegt bei plus/minus 2,9 Prozentpunkten.

Derartige Umfragen sollten nicht als Gradmesser für den Ausgang einer Wahl gesehen werden. Sie liefern keine Wahlentscheidungen. Es sind eher Momentaufnahmen, die aktuelle politische Entwicklungen mit einfließen lassen. In dem Fall könnte unter anderem eine Rolle gespielt haben, wie die Bundesregierung die Energiekrise derzeit handhabt.

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