Ukraine-Krieg aktuell: Perfide Strategie enthüllt - Putin lockt Kämpfer aus Afrika an die Front
Wladimir Putin soll afrikanische Kämpfer in den Ukraine-Krieg locken. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Kristina Solovyova
Erstellt von Martin Gottschling
10.04.2026 18.09
- Berichten zufolge soll Russland bereits mehr als 1.400 Afrikaner für den Ukraine-Krieg rekrutiert haben
- Über 300 davon sollen zwischen Januar 2023 und September 2025 an der Front gestorben sein
- Will Wladimir Putin mit den Anwerbungen auf dem afrikanischen Kontinent im eigenen Land eine weitere Massenmobilisierung verhindern?
Im Ukraine-Krieg konnte Russland aktuellen Berichten zufolge zuletzt kaum noch Geländegewinne erzielen. Doch das ist nicht das einzige Problem für Wladimir Putins Truppen. Die Streitkräfte des Kremlchefs werden immer weiter dezimiert. Laut aktuellen Angaben aus Kiew sollen bereits mehr als 1,3 Millionen russische Soldaten an der Front gefallen sein. Den Personalverlust innerhalb der eigenen Armee versucht der Kreml offenbar auch mit neuen Kämpfern aus Afrika auszugleichen.
Wladimir Putin rekrutiert Kämpfer in Afrika
Zwischen Januar 2023 und September 2025 soll Moskau für den Ukraine-Kriegmehr als 1.400 Personen aus insgesamt 36 afrikanischen Ländern angeworben haben - darunter Südafrika, Ghana und Kenia. Darüber berichtet aktuell der "Daily Express".Nach Angaben ukrainischer Beamter lockt Russland die Menschen mit Aussichten auf Ausbildung, Arbeit und hohe Bezahlung. Stattdessen landen sie jedoch an der Front. "Wir sehen deutlich, dass Russland versucht, afrikanische Bürger in einen tödlichen Krieg hineinzuziehen", erklärteAußenminister Andrij Sybiha.
Mehr als 300 Afrikaner sollen für Russland im Ukraine-Krieg gestorben sein
Die Bilanz ist erschreckend: Mehr als 300 der afrikanischen Kämpfer haben laut einem Bericht des Genfer Projekts "All Eyes on Wagner" bereits ihr Leben verloren. Allein in der vergangenen Woche wurde der Tod von 16 kamerunischen Staatsbürgern bestätigt. Unabhängigen Beobachtern zufolge könnte die Opferzahl womöglich noch höher sein.
Will der Kreml eine weitere Massenmobilisierung in der Heimat vermeiden?
Offenbar will Russland durch die Rekrutierungen in Afrika eine weitere Massenmobilisierung in der Heimat vermeiden. Denn dieser Schritt wäre in der eigenen Bevölkerung wohl extrem unpopulär, wie die "Kyiv Post" schreibt. Zu Beginn der Invasion 2022 bestand Putin noch darauf, dass die Militäroperation in der Ukraine allein von Berufssoldaten durchgeführt werden könne. Als der Vormarsch auf Kiew jedoch ins Stocken geriet, änderte sich die Linie. Nur drei Tage später befürwortete Putin öffentlich die Rekrutierung ausländischer Kämpfer, zunächst aus dem Nahen Osten, insbesondere Syrien. Da Söldnertätigkeit nach russischem Recht illegal ist, verwendet Moskau stattdessen den Begriff "Freiwillige".
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