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Wladimir Putin: Eskalation oder Kriegsende? Kremlchef soll vor "unpopulären Entscheidungen" stehen

Ließ Wladimir Putin in Russland den Messengerdienst Telegram sperren, weil er bald eine unpopuläre Entscheidung zum Ukraine-Krieg trifft? Bild: picture alliance/dpa/Kremlin Pool/Planet Pix via ZUMA Press Wire | Mikhail Klimentyev

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  • Laut Wolodymyr Selenskyj könnte Wladimir Putin bald unpopuläre Entscheidungen im Ukraine-Krieg treffen
  • Hinweis darauf sei die Sperre der Social-Media-App Telegram
  • Kremlchef könnte weitere Eskalation oder ein Ende des Krieges planen

Zum orthodoxen Osterfest hat Russland eine 32-stündige Waffenruhe im Ukraine-Krieg angekündigt. Doch es gibt bereits Befürchtungen, dass Wladimir Putin bereits die nächste Eskalation bei seiner brutalen Invasion plant. Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj könnte ein bestimmtes Signal darauf hindeuten.

Wladimir Putin vor "unpopulären Entscheidungen" laut Wolodymyr Selenskyj?

Wie aktuell der "Mirror" berichtet, verwies Selenskyj auf die Sperrung der Social-Media-App Telegram in Russland. Der Kreml könnte dies veranlasst haben, weil unpopuläre Entscheidungen bevorstehen. Womöglich könnten laut dem ukrainischen Präsidenten erstmals Streitkräfte in den größten russischen Städten Moskau und St. Petersburg mobilisiert werden. Bislang habe Putin vor allem "Kanonenfutter" aus ärmeren und abgelegeneren Regionen an die Front geschickt. Neue Aufnahmen zeigten zudem, dass die Friedhöfe in der Region rund um Moskau zuletzt vergrößert wurden. Mit der Telegram-Sperre sollen kritische Stimmen wohl bereits im Vorfeld zensiert werden.

Plant Russland die nächste Eskalation im Ukraine-Krieg?

Selenskyj hegt jedoch weiterhin Zweifel, was Putins wahre Absichten sind. Wörtlich sagte er laut "Mirror":

  • "Ich denke, es geht darum, unpopuläre Entscheidungen durchzusetzen. Vielleicht geht es um das Ende des Krieges in der einen oder anderen Form. Oder im Gegenteil, um eine Eskalation. Dann würde das eine noch größere Mobilisierung für sie bedeuten ... Wir werden bald sehen, welches Szenario Putin gewählt hat."

Beide Szenarien bergen laut Selenskyj Risiken für Putin: Die russische Gesellschaft sei tief gespalten zwischen fanatischen Kriegsbefürwortern und jenen, die eine weitere Eskalation ablehnen.

Putins Armee muss weitere Rückschläge an der Front verkraften

Selenskyj hob außerdem Kiews jüngste Erfolge hervor - trotz eigener Verluste würde man innerhalb eines Monats "genauso viele Besatzer vernichten, wie sie (Russland) mobilisieren". Zudem seien der ukrainische und der britische Geheimdienst zu dem Schluss gekommen, dass Moskaus neue Eroberungspläne bis Ende April unrealistisch seien. Bereits vor wenigen Tagen hatte Selenskyj betont, dass die Lage der eigenen Truppen laut Erkenntnissen des MI6 so gut sei wie seit zehn Monaten nicht mehr.

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/hos/news.de

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