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Dmitri Medwedew: "Reine Effekthascherei" - Ex-Kremlchef verhöhnt Trump nach Nato-Drohung

Dmitri Medwedew nimmt Donald Trumps Drohungen nicht ernst. Bild: picture alliance/dpa/Lehtikuva | Jussi Nukari

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  • Dmitri Medwedew verhöhnt US-Präsident nach Nato-Drohungen
  • Ex-Kremlchef nennt Trumps Drohungen "reine Effekthascherei"
  • Medwedew warnt vor EU als neuem Militärbündnis

Donald Trumps Drohungen, die Nato zu verlassen, sorgen auch in Russland für Wirbel, schließlich ist das Militärbündnis dem Kreml seit Jahren ein Dorn im Auge. In der Nato herrschen aktuell große Spannungen, weil der US-Präsident den anderen Mitgliedern vorwirft, der USA nicht in ihrem Krieg gegen den Iran beizustehen.

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Dmitri Medwedew verhöhnt US-Präsident nach Nato-Drohungen

Während viele Beobachter sich fragen, wie ernst man die Drohungen des US-Präsidenten nehmen muss, glaubt der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew nicht, dass Donald Trump seinen Worten Taten folgen lassen wird. In einem Beitrag bei Telegram konnte der Ex-Kremlchef über die Drohungen des US-Präsidenten nur herzlich lachen.

Ex-Kremlchef nennt Trumps Nato-Drohungen "reine Effekthascherei"

"Natürlich werden weder Trump noch die USA aus der NATO austreten. Dafür gibt es keinen Grund, und der Kongress würde das nicht zulassen", schreibt Dmitri Medwedew bei Telegram. "Trumps Rhetorik ist reine Effekthascherei. Symbolische Maßnahmen wie eine Verkleinerung des amerikanischen Kontingents oder die Verweigerung von Ausrüstungslieferungen sind jedoch möglich", so der Putin-Vertraute.

Dmitri Medwedew warnt vor EU als neuem Militärbündnis

Zeitgleich warnte der Putin-Vertraute, dass die Europäische Union sich in Zukunft in ein Militärbündnis verwandeln könnte. Die EU sei dann keine Wirtschaftsunion mehr. "Sie könnte sich rasch zu einem vollwertigen und gegenüber Russland äußerst feindseligen Militärbündnis entwickeln, das in mancher Hinsicht schlimmer ist als die Nato", prophezeite der Ex-Kremlchef. Daraus schlussfolgerte Medwedew, dass Russland seine "tolerante Haltung" zu einem EU-Beitritt von Nachbarstaaten aufgeben sollte. Dies gelte auch für die Ukraine, die er in Anlehnung an eine Fehlermeldung für eine nicht existente Website als "Land 404" bezeichnete.

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/news.de/dpa

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