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Donald Trump droht Amtsenthebung: "Selbst Republikaner haben genug!" Rückhalt für "The Don" schwindet rasant

Donald Trump schwimmen die Felle davon: Der US-Präsident hat immer weniger Rückhalt in den eigenen Reihen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson

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  • Donald Trump droht Amtsenthebungsverfahren
  • Insider warnt US-Präsident: "Wir beginnen, Risse zu sehen – selbst Republikaner haben genug"
  • Zwischenwahlen im November 2026 werden für Donald Trump zum Schicksalsmoment

Gut ein Viertel seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident hat Donald Trump hinter sich gebracht, doch wenn es nach lautstarken Kritikern des Republikaners geht, soll "The Don" keine vier Jahre im Weißen Haus verweilen, sondern schon vor dem Ende seiner Amtszeit per Amtsenthebung entfernt werden. Einer, der ein Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump - es wäre das dritte seiner Laufbahn als US-Präsident - mit besonderem Nachdruck fordert, ist George Conway, der einst selbst für die Republikaner Politik machte, sich inzwischen jedoch den Demokraten angeschlossen und das Trump-kritische "Lincoln Project" mitbegründet hat.

Donald Trump droht erneutes Amtsenthebungsverfahren - wie groß ist Trumps Rückhalt bei den Republikanern?

Dass sich Donald Trump im Falle eines Amtsenthebungsverfahrens auf Unterstützung aus den eigenen Reihen verlassen könnte, hält George Conway für fraglich. Die Unterstützung für "The Don" innerhalb der Republikanischen Partei zeigt nach Einschätzung des prominenten Trump-Kritikers vielmehr deutliche Risse, wie "Newsweek" schreibt. George Conway erklärte Ende März in einem Interview mit der Journalistin Tara Palmeri, dass der Rückhalt des Präsidenten in der eigenen Partei schwächer sei als öffentliche Aussagen vermuten ließen. Die Trump-Regierung bezeichnete er als "die korrupteste" in der amerikanischen Geschichte.

"Korrupte" Trump-Regierung steht nur aus Angst öffentlich hinter "The Don"

Conway kandidiert derzeit als Demokrat für einen Sitz im Repräsentantenhaus in New York. Ein mögliches drittes Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump hat er zum zentralen Thema seines Wahlkampfs gemacht. Der frühere Ehemann von Trump-Beraterin Kellyanne Conway betrachtet ein Impeachment nicht als politische Taktik, sondern als verfassungsrechtliche Pflicht. Nach Conways Darstellung stehen viele Republikaner nur aus Furcht hinter dem Präsidenten. Hinter verschlossenen Türen hielten zahlreiche Parteimitglieder Trump jedoch für eine politische Belastung. Besonders seine Positionen zur Einwanderungspolitik und Außenpolitik würden intern kritisch gesehen.

"Republikaner haben genug" von Donald Trump - Umfragewerten rauschen in den Keller

Abgeordnete aus umkämpften Wahlkreisen befänden sich in einer besonders prekären Lage, argumentiert Conway. "Wir beginnen, Risse zu sehen – selbst Republikaner haben genug", sagte er im Interview. Umfragen von "Newsweek" zeigen zudem, dass Trumps Zustimmungswerte bei unabhängigen Wählern sinken – einer Gruppe, die traditionell über den Ausgang von Zwischenwahlen entscheidet.

US-Demokraten bleiben trotz Vorstößen zu Amtsenthebungsverfahren vorsichtig

Die demokratische Parteiführung zeigt sich zurückhaltend gegenüber einem erneuten Amtsenthebungsverfahren. Mehrere Abgeordnete im Repräsentantenhaus warnen, dass ein Impeachment ohne realistische Aussicht auf Verurteilung im Senat nur ablenken würde. Der kalifornische Abgeordnete Robert Garcia erklärte gegenüber "Punchbowl News": "Die Realität ist, dass Trump unabhängig von einer Impeachment-Abstimmung nicht vom Senat verurteilt werden wird." Für eine Amtsenthebung sind 67 Stimmen in der Kammer erforderlich.

Dennoch haben einzelne Demokraten nicht aufgegeben. Die Abgeordneten Al Green aus Texas und Shri Thanedar aus Michigan brachten wiederholt Anklageartikel gegen Trump ein. Sie argumentieren, der Kongress müsse ungeachtet der politischen Erfolgsaussichten handeln.

Für Donald Trump werden die Zwischenwahlen im Herbst zum Schicksalsmoment

Die kommenden Zwischenwahlen dürften im November 2026 zum entscheidenden Gradmesser für Trumps Position innerhalb der Republikanischen Partei werden. Die Kontrolle über das Repräsentantenhaus dürfte von einer Handvoll hart umkämpfter Wahlbezirke abhängen. Trump selbst warnte die republikanischen Abgeordneten bereits im Januar: "Ihr müsst die Midterms gewinnen, denn wenn wir die Midterms nicht gewinnen, werden sie einen Grund finden, mich anzuklagen."Conway ist überzeugt, dass die Demokraten 2027 den Senat kontrollieren werden. Ein echtes Verfahren dort werde seiner Einschätzung nach "genug Republikaner umstimmen, die davon erschöpft sind und ihre Partei retten wollen".

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