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Donald Trump: Mehr Geld für Putins Krieg - Idee des US-Präsidenten sorgt für Alarm

Donald Trump erwägt, die Sanktionen auf russisches Öl zu lockern. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson

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  • Donald Trump erwägt Lockerung der Sanktionen auf Russen-Öl
  • Hohe und stark schwankende Ölpreise aufgrund des Iran-Krieges
  • US-Präsident sendet fatales Signal an Kremlchef Putin
  • Lockerung der US-Sanktionen würde Putins Kriegskasse füllen

Während Wladimir Putin weiterhin unablässig die Ukraine bombardiert, denkt Donald Trump momentan offenbar über eine Lockerung der Sanktionen auf russisches Öl nach. Ein Schritt, der wirtschaftlich vielleicht auf den ersten Blick pragmatisch erscheinen mag, politisch aber im Grunde genommen ein Geschenk für Wladimir Putin darstellt.

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Donald Trump erwägt Lockerung der Sanktionen auf Russen-Öl

Denn Fakt ist: Russlands Kriegskasse wird vor allem durch Öl- und Gaseinnahmen gefüllt. Jede Erleichterung beim Export bedeutet letztlich mehr Geld für Moskau und damit potenziell auch mehr Ressourcen für den Krieg. Für Wladimir Putin käme eine solche Entwicklung zur rechten Zeit. Denn Sanktionen, Preisdeckel und Handelsbeschränkungen setzen dem russischen Energiesektor seit Monaten spürbar zu.

Donald Trump sendet fatales Signal an Kremlchef Putin

Daher ist Donald Trumps Idee, die Sanktionen auf russisches Öl zu lockern, mehr als fatal. Denn der Kremlchef könnte diese Entscheidung als Beweis dafür werten, dass der Westen an Entschlossenheit verliert und sich Durchhaltevermögen letztlich auszahlt. Noch gravierender wäre die symbolische Wirkung. Schließlich haben westliche Staaten seit Beginn des Ukraine-Krieges versucht, wirtschaftlichen Druck aufzubauen, um Russland zu schwächen und seine Kriegsführung zu erschweren.

Donald Trump würde Wladimir Putin und seinem Angriffskrieg in die Hände spielen

Warum Donald Trump die Sanktionen lockern will, steht außer Frage. Seit den Angriffen auf den Iran sind die globalen Energiemärkte angespannt und die Ölpreise haben direkte Auswirkungen auf Inflation und Wirtschaft. Eine heikle Situation für jede Regierung. Doch genau hier liegt das Dilemma: Kurzfristige Entlastungen für Verbraucher könnten langfristige geopolitische Kosten verursachen, die im Vorfeld sorgfältig abgewogen werden sollten.

Am Ende bleibt also die Frage, was schwerer wiegt: Ein paar Dollar weniger an der Tankstelle oder der Druck auf ein Regime, das einen Angriffskrieg führt? Eine solche Entscheidung Trumps wäre weit mehr als nur Energiepolitik. Sie wäre ein geopolitisches Statement.

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/hos/news.de

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