Donald Trump: "Absolut widerlicher Verrat" - Zoff um seine Einwanderungspolitik eskaliert
Einige konservative Republikaner kritisieren Donald Trumps geplanten Kurswechsel in der Einwanderungspolitik. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
Erstellt von Martin Gottschling
11.03.2026 19.25
- Zoff um Trumps Einwanderungspolitik im MAGA-Lager
- Anweisung an Republikaner, sich nicht länger auf Massenabschiebungen zu konzentrieren, sorgt für Unmut bei Hardlinern
- Anwalt Anthony Sabatini wirft dem US-Präsidenten "widerlichen Verrat" vor
Die rigorose Migrationspolitik von US-Präsident Donald Trump stieß in den vergangenen Monaten immer wieder auf heftige Kritik. Besonders das harte Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE in amerikanischen Städten sorgte dabei für zahlreiche negative Schlagzeilen. Nun denkt die US-Regierung offenbar wenige Monate vor den Zwischenwahlen über einen Kurswechsel nach - was wiederum einigen im konservativen Lager gar nicht gefällt.
Trump-Vertrauter mit Anweisung an Republikaner: Nicht länger auf Massenabschiebungen konzentrieren
Wie "Axios" berichtet, hat James Blair, stellvertretender Stabschef im Weißen Haus, republikanische Abgeordnete am Dienstag hinter verschlossenen Türen dazu aufgerufen, das Thema Massenabschiebungen nicht länger in den Vordergrund zu stellen.Stattdessen solle man sich auf die Ausweisung gewalttätiger Straftäter konzentrieren. Blair äußerte sich beim jährlichen Treffen der Republikaner in Doral, Florida.
Donald Trump wird "Verrat" wegen Kurswechsel in der Einwanderungspolitik vorgeworfen
Massenabschiebungen waren ein zentrales Versprechen in Trumps Wahlkampf 2024. Deshalb sorgt die geplante Kehrtwende für Unmut bei Anhängern der MAGA-Bewegung. So empörte sich unter anderem der republikanische Anwalt Anthony Sabatini auf X (vormals Twitter):
- "Absolut widerlicher Verrat. Traurig, das zu sehen."
US-Regierung gerät wegen Kritik an Einwanderungsbehörde ICE zunehmend unter Druck
Andere Hardliner schlossen sich laut "Daily Mail" in den sozialen Medien Sabatinis Kritik an. Dabei kommt der Sinneswandel in der Trump-Administration wohl nicht von ungefähr. Knapp die Hälfte der Amerikaner lehnt laut aktuellen Umfragen mittlerweile das harte Durchgreifen in der Einwanderungspolitik ab. Das ist auch eine Folge von zwei tödlichen Zwischenfällen in Minneapolis Anfang des Jahres, bei denen die US-Bürger Renee Good und Alex Pretti durch ICE-Beamte erschossen wurden. Vergangene Woche entließ Trump zudem Heimatschutzministerin Kristi Noem, deren Amtszeit von zahlreichen Skandalen überschattet war.
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