Markus Frohnmaier privat: Das muss man über Herkunft, Familie und Skandale des AfD-Politikers wissen
Markus Frohnmaier tritt bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg für die AfD an. Bild: picture alliance/dpa | Malin Wunderlich
Erstellt von Claudia Löwe
05.03.2026 19.15
- Markus Frohnmaier als AfD-Spitzenkandidat bei Landtagswahl in Baden-Württemberg
- Markus Frohnmaier privat: So ungewöhnlich die Biografie des AfD-Politikers
- Vorwürfe der Vetternwirtschaft: Wie schneidet der AfD-Landeschef bei der Wahl in Baden-Württemberg ab?
Baden-Württemberg wählt am 8. März 2026 einen neuen Landtag und bittet Bürgerinnen und Bürger zur Entscheidung an die Wahlurne, wer nach knapp 15 Jahren den nicht mehr zur Wahl antretenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann von den Grünen beerbt. Den jüngsten Umfragen vor der Landtagswahl zufolge läuft alles auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Cem Özdemir und Manuel Hagel, den Spitzenkandidaten der Grünen und der CDU, hinaus, doch auch Markus Frohnmaier von der AfD malt sich Chancen auf einen Wahlsieg aus. Wie lebt der Politiker von der "Alternative für Deutschland" privat?
Markus Frohnmaier privat: So ungewöhnlich ist die Biografie des AfD-Politikers
Markus Frohnmaier wurde am 25. Februar 1991 im rumänischen Craiova geboren und kam gemeinsam mit seiner Zwillingsschwester nach Deutschland, nach das Geschwisterpaar von einer deutschen Familie adoptiert wurde. Seine Kindheit verbrachte Frohnmaier in Weil der Stadt-Schafhausen im Landkreis Böblingen. Nach seiner schulischen Ausbildung, die Frohnmaier mit dem Hauptschulabschluss beendete, legte der im zweiten Bildungsweg das Abitur ab und entschied sich für ein Jura-Studium, das der heutige AfD-Politiker jedoch nicht beendete. Verheiratet ist Markus Frohnmaier mit seiner Ehefrau Daria Zoj, einer aus Russland stammenden Journalistin, mit der er zwei Kinder hat.
Umstrittener Markus Frohnmaiertritt für die AfD als Ministerpräsidenten-Kandidat in Baden-Württemberg an
Mit seiner Wahlkampf-Strategie hatte sich Markus Frohnmaier zuletzt massive Kritik in den eigenen Reihen eingehandelt. Der Bundestagsabgeordnete bezeichnet sich zwar als Ministerpräsidentenkandidat, tritt aber weder als Direktkandidat in einem Wahlkreis an noch steht er auf der Landesliste. Sollte Frohnmaier, der mit vollem Namen Markus-Cornel Frohnmaier heißt, nicht zum Regierungschef gewählt werden – was als sicher gilt, da keine Partei mit der AfD eine Koalition eingehen will – behält er seinen Sitz im Bundestag.
Parteiintern ist von "Ämterhäufung" die Rede. Markus Frohnmaier, der als enger Vertrauter von AfD-Parteichefin Alice Weidel gilt, ist neben seiner Rolle als Co-Landesvorsitzender auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Bundestag und außenpolitischer Sprecher. Kritiker werfen ihm vor, die Kandidatur nur zur Steigerung seiner Bekanntheit zu nutzen, während er seine Berliner Posten auf keinen Fall aufgeben wolle.
Wirbel um Markus Frohnmaier: AfD-Ministerpräsidentenkandidat in Vetternwirtschaft-Skandal verstrickt
Kurz vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg geriet der AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier massiv unter Druck, nachdem Anfang 2026 mehrere Fälle von Vetternwirtschaft innerhalb der rechtsextremen Partei aufgedeckt wurden. Nach Recherchen von "t-online" soll Markus Frohnmaier eifrig mitgemischt haben: Sein Adoptivvater habe demnach eine Stelle bei einer AfD-Abgeordneten, der Pforzheimer Bundestagsabgeordneten Diana Zimmer, die ihrerseits ausgerechnet Frohnmaiers Wahlkampfmanagerin ist. Damit wäre es bereits der dritte Familienangehörige Markus Frohnmaiers mit einem Job im AfD-Umfeld. Die neuen Vorwürfe reihen sich in eine Serie von Enthüllungen ein. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass Frohnmaiers Ehefrau Daria als Büroleiterin beim baden-württembergischen AfD-Bundestagsabgeordneten Johann Martel arbeitet. Zudem berichteten "Welt" und "Politico", dass Frohnmaiers Zwillingsschwester Ende der 2010er-Jahre beim damaligen Landtagsabgeordneten Harald Pfeiffer beschäftigt war.
Die Fälle sind Teil einer bundesweiten Affäre um systematische Beschäftigungspraktiken in der AfD. Zahlreiche Landtags- und Bundestagsabgeordnete der Partei sollen nahe Angehörige gezielt in den Büros anderer AfD-Politiker untergebracht haben. Diese werden aus Steuermitteln bezahlt – teilweise offenbar ohne erkennbare Gegenleistung. Die sogenannte Vetternwirtschaftsaffäre setzt die Parteispitze unter erheblichen Druck. Mit Frohnmaier trifft sie einen der prominentesten AfD-Politiker mit voller Wucht.
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