Wladimir Solowjow: Putin-Propagandist droht Westen mit nuklearem Präventivschlag
Ein Putin-Propagandist spricht im Staatsfunk über einen nuklearen Präventivschlag gegen den Westen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Wjatscheslaw Prokofjew
Von news.de Redakteurin Anika Bube
05.03.2026 12.51
- Atomdrohungen im russischen Staatsfunk
- Propagandist bringt Nuklearwaffen für Iran und Venezuela ins Spiel
- Talkshow eskaliert mit Forderungen nach Präventivschlägen
Der russische Propagandist Wladimir Solowjow hat in seiner Sendung "Full Contact" offen über nukleare Präventivschläge gegen westliche Länder spekuliert. In der Talkshow stellte er sogar die Weitergabe russischer Atomwaffen an Staaten wie Iran, Venezuela oder Kuba in Aussicht. Ausschnitte der Sendung wurden vom YouTube-Kanal "Russian Media Monitor" mit englischen Untertiteln veröffentlicht.
Wladimir Solowjow will Nuklearwaffen an Iran liefern
In der Sendung stellte Solowjow eine provokante Frage: "Warum können unsere Atomwaffen nach diesem nicht überall auf der Welt landen, bei allen Feinden dieser Leute?" Dabei bezog er sich auf Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zur möglichen nuklearen Abschreckung in Europa. Der Moderator argumentierte mit einer Logik der Gegenseitigkeit: "Macron sagt: 'Ich werde meine Atomwaffen geben, wem ich will'." Daraus leitete Solowjow ab: "Warum können wir dem Iran nicht jetzt sofort Atomwaffen geben?" Neben dem Iran nannte er auch Venezuela, Kuba und sogar Argentinien als mögliche Empfänger.
Kreml-Propagandist fordert Atom-Allianz gegen den Westen
Solowjow ging noch einen Schritt weiter und schlug eine militärische Allianz mehrerer Nuklearstaaten vor. Demnach könnten Russland, Belarus, China und Nordkorea eine gemeinsame nukleare Militärallianz bilden. Ziel wäre es, notfalls "präventive Schläge" gegen den Westen durchzuführen. Die Allianz solle – so Solowjow – gegen den "Satanismus" vorgehen, der sich seiner Meinung nach im Westen ausbreite. Der Westen habe beschlossen, Russland zu zerstören, und verberge seine Pläne nicht, behauptete Solowjow. "Werden wir einfach dasitzen und warten? Ich bezweifle es", erklärte der Kreml-Propagandist.
"Ein schrecklicher Krieg!" Solowjow warnt vor Eskalation
Der Moderator bezeichnete die aktuelle geopolitische Lage als "schrecklichen Krieg". Der Westen verstehe nicht, welche Konsequenzen sein Handeln haben könne. "Sie verstehen nicht, worauf sie sich eingelassen haben", warnte Solowjow.
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