Donald Trump: Experte beunruhigt - Iran-Angriff offenbart neue "Achse des Bösen"
Demonstranten verbrennen ein Plakat des israelischen Premierministers Netanjahu während einer anti-amerikanischen und anti-israelischen Kundgebung vor dem US-Konsulat. Bild: dpa/AP/Emrah Gurel
Erstellt von Ines Fedder
03.03.2026 10.00
- Trump, Putin, Netanjahu - Machthaber, die über Leichen gehen?
- Politik-Beobachter sicher: Trump führt die "neue Achse des Bösen" an
- US-Vize hofft auf neue Iran-Regierung, die mit den USA kooperiert
Er bezeichnet sich selbst als "Friedenspräsident", der im Laufe seiner zweiten Amtszeit über sieben Kriege beendet haben will. Politik-Beobachter David Rothkopf sieht in Donald Trump hingegen das komplette Gegenteil. Mehr noch: Seine politische Einschätzung offenbart eine gefährliche Entwicklung. So habe sich laut Rothkopf unter Donald Trump, Benjamin Netanjahu und Wladimir Putin eine "neue Achse des Bösen" entwickelt - mit fatalen Folgen.
Donald Trump, Wladimir Putin undBenjamin Netanjahu - die neue Achse des Bösen
Im Podcast mit "The Daily Beast" sprach David Rothkopf mit Moderatorin Joanna Coles über Trumps Selbstverständnis. Seine Beobachtungen sind erschütternd: "Es gab eine Zeit, vor etwa 20 Jahren, da sagte George W. Bush im Fernsehen, um seinen Krieg zu rechtfertigen, dass die Vereinigten Staaten einer 'Achse des Bösen' in dieser Welt gegenüberstehen." Heute sei es Donald Trump selbst, der diese Achse anführt.
"Wenn man sich die Zahl der unschuldigen Todesopfer, die Zahl der Kriege, die aus freier Wahl geführt wurden und nicht hätten geführt werden sollen, die Zahl der illegalen Kriege und die Zahl der begangenen Kriegsverbrechen ansieht, dann denke ich, dass man argumentieren kann, dass die neue Achse des Bösen neben Wladimir Putin nun auch Donald Trump und Netanjahu umfasst", ist sich der Experte sicher.
Es handle sich um Machthaber, die andere Länder "illegal" angreifen und durch ihre Politik gnadenlos Todesfälle verursachen. Es sei ein "rücksichtsloses" Vorgehen, welches nicht dadurch getrieben sei, Frieden oder nationale Interessen zu fördern, sondern die "sehr beschränkten Interessen der Führer dieser Länder zu fördern". Das was sie tun, sei im Grunde genommen "böse", so Rothkopf.
Iran-Angriff, um von Jeffrey Epstein abzulenken?
Trump stünde "inmitten eines Skandals" (bezogen auf Jeffrey Epstein) und BenjaminNetanjahu steht am Ende des Jahres vor Wahlen, die im gehörig politischen Schaden zufügen könnten und ein Krieg sei somit der Beste Weg für beide, an der Macht zu bleiben.
US-Vize J.D. Vance spricht über künftige Iran-Führung: Jemand, der mit den USA kooperiert
Donald Trump selbst betonte immer wieder, dass das gemeinsame Einschreiten im Iran vergangenes Wochenende auch zum Schutz der Bevölkerung sei und er dem Volk die Führung anschließend überlassen werde. Ein Statement von US-Vizepräsident J.D. Vance gegenüber dem Sender "Fox News" lässt jedoch aufhorchen. Vance sagte in einem Statement, dass, in einer "perfekten Welt" die USA es begrüßen würden, wenn jemand im Iran an die Macht käme, der bereit sei, mit den USA zu kooperieren. Das vorrangige Ziel von US-Präsident Donald Trump sei es jedoch, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Dafür sei es letztlich nebensächlich, was mit der Führung in Teheran passiere.
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