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Wladimir Putin: Kreml-Chef als nächstes Ziel? Abgeordneter drängt Putin zum Handeln

Ein russischer Parlamentarier fordert nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran eine militärische Koalition autoritärer Staaten – und warnt, Wladimir Putin könnte das nächste Ziel sein. Bild: picture alliance/dpa/Pool EPA | Maxim Shipenkov

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  • Wladimir Putin als nächstes Ziel US-amerikanischer Militärschläge?
  • Nach Luftangriffen auf den Iran wächst in Russland die Angst vor Angriffen
  • Abgeordneter fordert Kreml-Chef zum aktiven Eingreifen im Iran-Krieg auf

Nach den US-israelischen Luftangriffen auf den Iran im Rahmen der "Operation Epic Fury" Ende Februar hat ein hochrangiger russischer Politiker sofortige Militärhilfe seines Landes für Teheran gefordert. Alexei Zhuravlev, seines Zeichens stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses im russischen Parlament, erklärte laut"Daily Express", Russland dürfe sich nicht länger auf diplomatische Protestnoten beschränken, sondern sei zum aktiven Handeln gezwungen.

Russischer Abgeordneter drängt Wladimir Putin, im Iran-Krieg aktiv mitzumischen

"Dies ist keine Situation, in der wir uns auf Protestnoten beschränken sollten, sondern vielmehr für den Iran eintreten sollten, bevor es zu spät ist, mit allen möglichen Mitteln, einschließlich militärischer Unterstützung", so der Abgeordnete. Der Iran gilt als einer der wichtigsten Verbündeten Russlands.

"Sonst wird der Westen alle ausschalten": Russland soll militärische Allianz mit dem Iran eingehen

Zhuravlev geht in seinen Forderungen noch weiter und plädiert für die Bildung einer militärischen Allianz autoritärer Staaten zur Verteidigung des Iran. Der Abgeordnete betonte, der Iran müsse mit Waffen, Geheimdienstinformationen und allem Notwendigen versorgt werden, damit das Land "diese Armada" aufhalten könne. "Es macht sogar Sinn, für diese Konfrontation eine militärische Koalition zu schaffen, sonst wird der kollektive Westen alle nacheinander ausschalten", warnte der stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungsausschusses. Nach seiner Einschätzung würden die USA künftig nicht mehr versuchen, mit Gegnern zu verhandeln, sondern diese mit voller Kraft angreifen.

Wladimir Putin als nächstes Ziel von US-Militärschlägen? Die Angst in Moskau wächst

Der russische Parlamentarier warnte eindringlich davor, dass Wladimir Putin und Russland nach dem Iran ins Visier der USA geraten könnten. "Es ist klar, dass die Vereinigten Staaten nicht mehr versuchen werden, mit irgendjemandem zu verhandeln, und einen neuen Gegner mit erneuter Kraft angreifen werden", erklärte Zhuravlev. Seiner Ansicht nach müsse der Westen an den aktuellen Frontlinien gestoppt werden. Ohne ein gemeinsames Vorgehen autoritärer Staaten drohe die schrittweise Ausschaltung aller Gegner durch westliche Mächte. Die Forderungen des stellvertretenden Ausschussvorsitzenden verdeutlichen die wachsenden Spannungen zwischen Russland und dem Westen.

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/news.de/stg

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