Donald Trump drängt Selenskyj: Er wirft sich vor Putin "auf die Knie - scharfe Kritik für Ukraine-Forderung
Donald Trump drängt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, sich im Friedenskonflikt zu bewegen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci
Erstellt von Sabrina Böhme
14.02.2026 08.43
- Donald Trump drängt Selenskyj vor Friedensverhandlungen: Ukraine-Präsident muss sich bewegen.
- US-Präsident behauptet, Russland will einen Ukraine-Deal machen.
- Kritiker werfen Trump vor, sich Putin anzubiedern.
Nächste Woche wollen Russland und die Ukraine unter der Vermittlung der USA erneut Verhandlungen aufnehmen. Kurz vor den geplanten Gesprächen in Genf erhöht Donald Trump den Druck auf Wolodymyr Selenskyj. Seine Worte stoßen auf Kritik.
Selenskyj soll sich bewegen: Donald Trump behauptet "Russland will einen Deal machen"
US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Zugeständnissen bei den Verhandlungen für ein Ende des russischen Krieges gegen dessen Land aufgefordert. Trump sagte vor Journalisten am Weißen Haus: "Russland will einen Deal machen, und Selenskyj muss in Bewegung kommen, sonst verpasst er eine große Chance."
Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg lassen Fragen offen
Selenskyj und andere ukrainische Vertreter hatten zuletzt erklärt, dass die USA eine Friedensvereinbarung bis Juni anstreben. Einem Bericht der "The New York Times" zufolge liegt dabei der Blick der US-Regierung vor allem auf den anstehenden US-Zwischenwahlen. Trump wolle einen außenpolitischen Erfolg vorweisen, zudem könnte sich der Fokus der Regierung danach stärker auf die Innenpolitik verlagern. Unklar bleibt demnach, welche Konsequenzen Washington ziehen würde, sollte Kiew bei strittigen Fragen wie Gebietsabtretungen nicht einlenken.
Kritik an Trumps Worten: "The Don" wirft sich Putin zu Füßen
Dass Trump Selenskyj auffordert, einen Schritt auf Moskau zuzugehen, löst auf der Plattform X eine Welle der Empörung bei Kommentatoren und Kritikern aus. Viele verdeutlichen, dass Trump vor Putin kuscht:
- "Russland hat buchstäblich nichts zugestimmt. Diese tiefe Verzweiflung, sich vor Putin auf die Knie zu werfen, ist mehr als beunruhigend", schreibt CNN-Kommentator Adam Kinzinger.
- "Trump ist ein Putin-liebender Dreckskerl", schimpft der frühere Bundes- und Staatsanwalt Ron Filipkowski.
- "Seit wann ist Kapitulation eine 'großartige" Gelegenheit", fragt sich ein Nutzer.
- "Es ist unglaublich, wie verzweifelt Trump ist, sich mit Putin anzufreunden", heißt es in einem Kommentar.
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