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Donald Trump: Provokation auf Truth Social - "The Don" präsentiert neue Weltkarte

Donald Trump provoziert erneut auf Truth Social. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein

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  • Donald Trump provoziert auf Truth Social mit KI-Bild
  • Auf dem Bild sind Kanada, Grönland und Venezuela als Gebiete der USA zu sehen
  • US-Präsident zeigt europäischen Regierungschefs die vermeintlich neue Weltkarte
  • Derweil stocken Gespräche über die Zukunft Grönlands

Der Konflikt um Grönland zwischen den USA und ihren westlichen Partnern hatte sich nach Gesprächen beim Weltwirtschaftsforum in Davos zunächst wieder entspannt. Präsident Donald Trump erhob zwar weiterhin Ansprüche auf die rohstoffreiche Arktisinsel, sah aber von einer militärischen Eskalation ab. Doch nun provoziert der 79-jährige Republikaner seine Verbündeten erneut.

Donald Trump teilt kontroverses KI-Bild auf Truth Social

Auf Truth Social teilte Trump am Montagmorgen ein mithilfe von künstlicher Intelligenz bearbeitetes Bild, das für die nächste Kontroverse rund um die US-Gebietsansprüche sorgt. Es zeigt ihn im Oval Office vor einer großen Landkarte des amerikanischen Kontinents. Kanada, Grönland und Venezuela sind darauf als US-amerikanisches Territorium dargestellt. Ihm gegenüber sitzen an seinem Schreibtisch mehrere europäische Regierungschefs - darunter der französische Präsident Emmanuel Macron, Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sowie Briten-Premier Keir Starmer. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist zu sehen. Trump scheint ihnen die vermeintlich neu gewonnenen Gebiete zu präsentieren.

Donald Trump erhebt Anspruch auf Kanada, Grönland und Venezuela

Einen Kommentar fügte der Präsident seinem Beitrag nicht hinzu. Trump hatte wiederholt davon gesprochen, Kanada zum 51. Bundesstaat machen zu wollen. Anfang des Jahres griff er militärisch in Venezuela ein und ließ den bisherigen sozialistischen Machthaber Nicolás Maduro entführen. Nach Ansicht vieler Experten verstieß der US-Präsident damit klar gegen das Völkerrecht. Seine Forderung nach der Übernahme Grönlands untermauerte er bereits mit weiteren KI-Bildern, die ihn zum Beispiel beim Hissen der US-Flagge auf der Insel zeigten.

Gespräche über Zukunft Grönlands laufen

Die Verhandlungen über die Zukunft Grönlands gestalten sich derweil offenbar schwieriger als erhofft, wie die "New York Post" berichtet. Grönlands Außenministerin Vivian Motzfeldt erklärte am Samstag, die Gespräche befänden sich nicht dort, "wo wir sie haben wollen". Der Weg sei noch lang, und wo man am Ende lande, sei zu früh zu sagen. Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen zeichnete hingegen ein positiveres Bild. Er beschrieb die Atmosphäre als "sehr konstruktiv" und kündigte weitere Treffen an.

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/ife/news.de/stg

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