Donald Trump: Neue Epstein-Dokumente - Präsident wütet und spricht von "Verschwörung"
Donald Trump: US-Präsident reagiert auf Epstein-Enthüllungen mit scharfer Kritik. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
Erstellt von Mia Lada-Klein
03.02.2026 08.16
- Trump behauptet, Epstein nie getroffen oder dessen Privatinsel betreten zu haben
- Neu Dokumente sollen Verschwörung gegen Trumps Präsidentschaft zeigen
- Kritik an Demokraten und Wolff: Präsident droht mit rechtlichen Maßnahmen
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Donald Trump hat erneut bestritten, jemals eine freundschaftliche Beziehung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gehabt zu haben. In einem Beitrag auf der Plattform Truth Social erklärte der US-Präsident, die kürzlich veröffentlichten Dokumente des Justizministeriums würden zeigen, dass Epstein und der Autor Michael Wolff gegen ihn agierten, um ihm und seiner Präsidentschaft zu schaden. Trump betonte außerdem, er habe Epsteins Privatinsel nie betreten. Gleichzeitig warf er Demokraten und deren Unterstützern vor, dies hingegen getan zu haben und kündigte rechtliche Schritte gegen Mitglieder der "radikalen Linken" an.
Michael Wolff im Fokus von Donald Trump
Wolff, Autor mehrerer Bücher über Trumps politische Karriere, erlangte 2018 mit "Fire and Fury: Inside the Trump White House" große Bekanntheit. Darin beschreibt er das Weiße Haus als chaotisch und übt deutliche Kritik am ehemaligen Chefstrategen Steve Bannon. Trump wirft Wolff nun vor, sich mit Epstein verschworen zu haben, um seinen Ruf zu schädigen.
Jeffrey Epstein erwähnte Donald Trump in E-Mails
Bereits zwischen 2011 und 2019 taucht "Newsweek" zufolge Trumps Name in E-Mails Epsteins auf, die von Demokraten im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses veröffentlicht wurden. So schrieb Epstein 2011 an Ghislaine Maxwell: "Der Hund, der nicht bellt, ist Trump." In einer weiteren Nachricht betonte er, ein Opfer sei in seinem Haus gewesen, Trump jedoch "kein einziges Mal erwähnt" worden. Das Weiße Haus kritisierte die Veröffentlichung der E-Mails als gezielte, selektive Leaks, die Trumps Image schädigen sollen. Pressesprecherin Karoline Leavitt nannte die Berichte "böswillige Ablenkungen" von Trumps politischen Erfolgen.
https://youtu.be/gZ6GlWdJD10
Neue Dokumente, alte Streitfragen
Die Veröffentlichung von mehr als drei Millionen Seiten an Dokumenten im Rahmen des "Epstein Files Transparency Act" hat die Debatte über Trumps mögliche Verbindungen zu Epstein erneut entfacht. Viele Akten seien stark geschwärzt, was Fragen über mögliche Zurückhaltung von Informationen aufwarf.
Reaktionen aus Politik und Justiz zu Donald Trump und Jeffrey Epstein
Der stellvertretende US-Generalstaatsanwalt Todd Blanche erklärte, das Justizministerium habe bei der Veröffentlichung der Dokumente "Präsident Trump nicht geschützt". Er versicherte, das Weiße Haus habe keinen Einfluss auf den Prozess der Aktenfreigabe genommen. Auch Bill Clintons Stabschef widersprach Berichten, die Veröffentlichung der Dokumente diene dem Schutz des Ex-Präsidenten. Vielmehr gehe es darum, Transparenz zu schaffen und künftige Entwicklungen zu berücksichtigen. Trump-Anhänger betonen, es gebe zwei Gruppen: jene, die vor Epsteins Vergehen den Kontakt abbrachen, und jene, die Beziehungen zu ihm aufrechterhielten. Das Weiße Haus betont, Trumps Lager gehöre zur ersten Gruppe.
Was weiterhin offen bleibt im Fall Epstein und Trump
Obwohl das Justizministerium die neuesten Dokumente als letzte Veröffentlichung bezeichnet hat, wird die Prüfung der Unterlagen und Trumps mögliche Verbindungen zu Epstein voraussichtlich weitergehen. Experten erwarten, dass insbesondere politische Gegner und Anhänger Trumps die Unterlagen weiterhin intensiv auswerten werden.
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