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Ukraine-Krieg aktuell: Russische Drohnen töten Zugpassagiere - Selenskyj spricht von "Terrorismus"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte empört nach einem russischen Drohnenangriff auf einen Passagierzug in Charkiw. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mindaugas Kulbis

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  • Russland attackiert Passagierzug in der Ostukraine mit Drohnen
  • Laut Wolodymyr Selenskyj wurden dabei mindestens vier Menschen getötet
  • Ukrainischer Präsident verlangt nach dem Vorfall mehr Druck auf Moskau

Wladimir Putins Militär setzt seine brutalen Attacken auf die Ukraine fort. Obwohl der Kreml immer wieder behauptet, Zivilisten zu verschonen, gab es erneut zahlreiche Tote und Verletzte durch russische Drohnenangriffe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf.

Ukraine-Krieg aktuell: Russischer Drohnenangriff auf Passagierzug in Charkiw

Bei einem Drohnenangriff auf einen Passagierzug im Gebiet Charkiw im Osten der Ukraine sind laut Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens vier Menschen getötet worden. Nach vier weiteren werde noch gesucht, zwei seien verletzt worden, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. "Es gibt und es kann keine militärische Rechtfertigung geben, um Zivilisten in einem Zugwaggon zu töten."

Wolodymyr Selenskyj wirft Wladimir Putin Terrorismus vor

In jedem Land würde ein solcher Angriff als Terrorismus gewertet werden, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Er forderte mehr Druck auf Russland und dass es für seine Taten bestraft werden müsse.

  • "Die Russen haben ihre Tötungskapazität und ihre Terrorkapazität erheblich ausgebaut. Sie investieren in die Weiterentwicklung des Terrors. Unsere Aufgabe – und dies sollte alle anständigen Menschen weltweit vereinen – ist es, Fortschritte beim Schutz des Lebens zu gewährleisten, so Selenskyj weiter.

Auch in seiner abendlichen Videobotschaft verlangte er mehr Druck auf die russische Ölindustrie, mit der Moskau seinen Angriffskrieg finanziert.

Passagiere bei Angriff mit Schahed-Drohnen getötet und verletzt

Selenskyj zufolge waren mehr als 200 Passagiere in dem angegriffenen Zug. Zuvor hatte der ukrainische Minister für Regionalentwicklung, Olexij Kuleba, von 291 Passagieren gesprochen, die regionale Staatsanwaltschaft sprach von mehr als 155 Passagieren.

Drei Drohnen der ursprünglich iranischen Bauart Schahed schlugen Kuleba zufolge vor der Lokomotive und in einem Passagierwaggon ein. Der Zug war demnach auf der Strecke Barwinkowe-Lwiw-Tschop in Richtung Westen unterwegs. Auf X (vormals Twitter) hat der estnische Kriegsblogger "WarTranslated" Bilder der brennenden Waggons veröffentlicht.

Schon in der Vergangenheit hatte es nach russischen Angriffen immer wieder auch Tote und Schäden im Zugverkehr und an Bahnhöfen der Ukraine gegeben. Nun schilderten ukrainische Behörden einen direkten Angriff auf einen Passagierzug. 

Weitere Todesopfer in der gesamten Ukraine

Wie die "Bild" berichtet, gab es in der Nacht zudem drei Tote und rund 30 Verletzte bei russischen Drohnenangriffen auf die Region Odessa. Laut Angaben des Gouverneurs Oleh Kiper seien auch zwei Kinder und eine schwangere Frau verletzt worden. Zudem seien Dutzende Wohnhäuser, eine Kirche, ein Kindergarten, eine Schule und ein Fitnesscenter beschädigt worden. Weitere Tote durch russische Angriffe gab es der "Bild" zufolge in Slowjansk sowie in den Regionen Saporischschja und Cherson. Insgesamt seien am Dienstag mindestens elf Menschen ums Leben gekommen.

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/bos/news.de/dpa

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