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Donald Trump: "Das wird Konsequenzen haben" – US-Präsident droht Kanada

Donald Trump: US-Präsident droht Kanada mit Zöllen. Bild: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Gian Ehrenzeller

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  • Donald Trump attackiert Kanadas Annäherung an China
  • Warnung vor Abhängigkeit und wirtschaftlichen Folgen
  • US-Präsident droht mit massiven Zöllen

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US-Präsident Donald Trump hat Kanadas jüngste Annäherung an China heftig kritisiert. In mehreren Beiträgen auf seiner Plattform Truth Social warf er der kanadischen Regierung vor, mit dem Abkommen einen gefährlichen Kurs einzuschlagen. Ein engeres wirtschaftliches Bündnis mit Peking könne dem Land nachhaltig schaden, so Trump.

Donald Trump: Vorwurf der "Selbstschädigung"

Nach Ansicht des US-Präsidenten steuert Kanada mit dem Deal in eine Abhängigkeit von China. Trump sprach von einer schrittweisen Zerstörung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Strukturen. Besonders deutlich wurde er mit der Aussage, China werde das Land wirtschaftlich vollständig vereinnahmen. Seine Wortwahl sorgte auch international für Aufmerksamkeit.

Hintergrund wachsender Spannungen

Bereits seit Beginn seiner zweiten Amtszeit verfolgt Trump eine konfrontative Linie gegenüber Kanada. Wiederholt stellte er das Land als wirtschaftlich abhängig von den USA dar und provozierte mit Aussagen über eine mögliche Eingliederung als weiterer Bundesstaat. Handelsfragen stehen dabei im Zentrum der Auseinandersetzungen.

Kanadas Annäherung an China als Reaktion

Kanadas Premierminister Mark Carney hatte "Newsweek" zufolge zuletzt Gespräche mit Chinas Präsident Xi Jinping geführt. Ziel war es, bestehende Spannungen abzubauen und neue wirtschaftliche Spielräume zu eröffnen. Hintergrund sind unter anderem drohende US-Zölle und die zunehmend aggressive Rhetorik aus Washington.

Kanada weist Vorwürfe zurück

Carney stellte klar, dass kein Freihandelsabkommen mit China geplant sei. Es gehe vielmehr darum, bestehende Probleme zu lösen und den Dialog aufrechtzuerhalten. Kanada halte weiterhin an seinen Verpflichtungen aus dem nordamerikanischen Handelsabkommen mit den USA und Mexiko fest.

Drohungen und Zollwarnungen von Donald Trump

Trump ließ dennoch nicht locker. Er kündigte an, im Falle eines umfassenden Deals zwischen Kanada und China mit drastischen Strafzöllen zu reagieren. Zudem griff er Carney persönlich an, indem er ihn erneut nicht als Premierminister, sondern als Gouverneur bezeichnete. Beobachter werten dies als bewusste Provokation.

Kritik an Donald Trump erhält Unterstützung aus Wirtschaftskreisen

Unterstützung erhielt Trump von Teilen der kanadischen Industrie. Vertreter der Automobilbranche warnten öffentlich davor, dass eine engere Kooperation mit China heimische Unternehmen schwächen könnte. Auch in den USA wird der kanadische Kurs aufmerksam verfolgt.

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/gom/news.de

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