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Dmitri Medwedew: "Habt ihr Idioten das endlich kapiert?" Ex-Kremlchef beschimpft Europa 

Dmitri Medwedew hetzt erneut gegen Europa. Bild: picture alliance/dpa/Sputnik Pool/AP | Ekaterina Shtukina

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  • Russlands ehemaliger Präsident reagiert im Grönland-Streit.
  • Dmitri Medwedew wütet gegen Europa.
  • Ex-Kremlchef stellt bizarre Rechnung mit MAGA-Vergleich auf.

Im Streit um Grönland wütet der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew gegen Europa. Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates stellt eine Rechnung auf, die darauf abzielt, dass der US-Präsident mit seinen Plänen dazu beiträgt, Europa zu schwächen.

Medwedew wütet gegen Europa mit bizarrer Rechnung

Seinen Beitrag veröffentlichte Dmitri Medwedew auf der Plattform X. Er schreibt: "Make America Great Again (MAGA) ("Macht die USA wieder groß") = Make Denmark Small Again (MDSA) ("Macht Dänemark wieder klein") = Make Europe Poor Again (MEPA) ("Macht Europa wieder arm"). Habt ihr Idioten das endlich kapiert?"

Was steckt hinter seinen Worten? Spielt er auf Russlands wirkliche Pläne an? Darüber lässt sich nur mutmaßen. Medwedew verdeutlicht vermutlich, dass er Trumps Vorhaben gutheißt, Grönland an die USA zu binden. Der US-Präsident möchte, dass Grönland "in die Hände der Vereinigten Staaten" kommt. Er betont seinen Anspruch mit der nationalen Sicherheit der USA. Es solle ein Konflikt vermieden werden, heißt es aus dem US-Finanzministerium. Zuletzt haben sich der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen und die für Außenpolitik zuständige grönländische Ministerin Vivian Motzfeldt mit US-Außenminister Rubio und US-Vizepräsident J.D. Vance im Weißen Haus getroffen. Rasmussen konstatierte nach dem Austausch mit Rubio und Vance "fundamentale" Meinungsverschiedenheiten. Trump bleibt bei seiner Forderung. Europa stellte sich auf die Seite Grönlands und Dänemarks. Daraufhin drohte der US-Präsident Deutschland und sieben weiteren Nato-Partnern, Zölle zu verhängen. Ab dem 1. Februar sollen demnach 10 Prozent für in die USA gesendete Waren fällig werden, ab dem 1. Juni 25 Prozent. Die EU hat die Absicht, sich zu möglichen Gegenmaßnahmen zu beraten.

Putins hybrider Krieg: Russlands Plan gegen den Europa

Gleichzeitig zeigt sein letzter Satz, was Russland schon seit Längerem im Hintergrund vorhaben soll. Der Kreml will offenbar Europa schwächen, indem sich die USA weiter isolieren und Bündnisse wie die USA Risse bekommen. Demnach geht es Wladimir Putin und seiner Regierung darum, die westliche Unterstützung für die Ukraine durch eine hybride Kriegsführung einzuschränken. Der russische Machthaber greift dazu auf ein ganzes Arsenal an heimlichen Werkzeugen zurück. Neben Spionage gehören unter anderem Cyberangriffe sowie geschickte Propaganda zu den Maßnahmen des Kremlchefs. Derartige Aktionen sind längst an die Öffentlichkeit gelangt.  

Medwedews Hetze schlägt um: Ex-Kremlchef im Netz verspottet

Medwedews erneute Hetzkampagne gegen Europa, wird als solche enttarnt. Viele Nutzer verspotten den ehemaligen Kremlchef scharf:

  • "Sieht so aus, als hätte Medwedew wieder einmal einen Zusammenbruch", schreibt der Account WarTranslated.
  • "Sieht so aus, als würde der Kumpel wieder mit sich selbst reden. Spieglein, Spieglein an der Wand", lacht ihn ein Nutzer aus.
  • "Lass Dmitri wieder zusammenbrechen", schreibt ein Nutzer in Anlehnung an Medwedews Beitrag.
  • "Du bist jetzt auch Komiker", fragt sich ein User.

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/ife/news.de/dpa

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