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Umfrage-Debakel: Merz hat keine Mehrheit mehr - Vertrauen fast komplett futsch

Friedrich Merz könnte seine Regierung laut einer aktuellen Umfrage nicht fortsetzen. Bild: picture alliance/dpa/Pool AFP | Ludovic Marin

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  • Schwarz-Rot ohne Mehrheit - für Friedrich Merz würde es nicht reichen
  • AfD bleibt zweitstärkste Kraft nach der Union
  • Vertrauen in die Merz-Regierung schwindet dramatisch

Die SPD stürzt im aktuellen "Deutschlandtrend" auf einen historischen Tiefpunkt. Mit nur noch 13 Prozent erreichen die Sozialdemokraten ihren schlechtesten Wert seit August 2019, wie der WDR berichtete. Gegenüber dem Dezember verlor die Partei einen weiteren Prozentpunkt.

Schwarz-Rot ohne Mehrheit - für Friedrich Merz würde es nicht reichen

Für die Große Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz bedeutet das Ergebnis ein alarmierendes Signal. Die Union verbesserte sich zwar leicht auf 28 Prozent. Zusammen kommen CDU/CSU und SPD damit aber nur auf 41 Prozent der Stimmen. Das würde für eine erneute Regierungsbildung nicht ausreichen. Zuletzt lag die SPD im August 2019 unter Altkanzlerin Angela Merkel mit zwölf Prozent noch niedriger.

AfD bleibt zweitstärkste Kraft nach der Union

Bei den übrigen Parteien zeigt sich ein weitgehend stabiles Bild. Die AfD behauptet mit 25 Prozent ihren zweiten Platz. Die Grünen verharren bei zwölf Prozent, während die Linke unverändert zehn Prozent erreicht.

Für zwei Parteien sieht es besonders düster aus: Das Bündnis Sahra Wagenknecht rutschte um einen Punkt auf drei Prozent ab. Auch die FDP stagniert bei diesem Wert. Beide Parteien würden damit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern und den Einzug in den Bundestag verpassen. Der nächste Bundestag bliebe somit ein Fünf-Parteien-Parlament.

Vertrauen in die Merz-Regierung schwindet dramatisch

Die Unzufriedenheit mit der Arbeit von Schwarz-Rot hat ein erschreckendes Ausmaß erreicht. Laut dem "Deutschlandtrend" bewerten 78 Prozent der Befragten die Regierungsarbeit negativ. Lediglich jeder fünfte Bürgerstellt Kanzler Friedrich Merz sowie seinem Kabinett ein gutes oder sehr gutes Zeugnis aus.

Die Große Koalition käme aktuell auf keine Mehrheit. Bild: news.de (infratest dimap)

Vom anfänglichen Vorschussvertrauen in die Koalition ist damit kaum noch etwas übrig. Die Zahlen erhöhen den Druck auf Merz und SPD-Vize Lars Klingbeil erheblich. Die Regierung muss nun zeigen, dass sie die angekündigten Reformen tatsächlich umsetzt.

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