Politik

Dmitri Medwedew: Bundeskanzler Merz das nächste Entführungs-Opfer? Putin-Kompagnon droht unverhohlen

Der frühere Kreml-Chef und Putin-Vertraute Dmitri Medwedew kann sich eine Entführung von Bundeskanzler Friedrich Merz ohne Probleme vorstellen - und droht auch Ukraine-Präsident Selenskyj unverhohlen. Bild: picture alliance/dpa/Photo host agency RIA Novosti via AP | Ilya Pitalev

  • Artikel teilen:
  • Dmitri Medwedew droht Friedrich Merz und Wolodymyr Selenskyj mit Entführung
  • Bundeskanzler als Kidnapping-Opfer? Putin-Scherge findet das "realistisch"
  • Ex-Kremlchef diffamiert Friedrich Merz als "Nazi" - Entführung "wäre kein Verlust"

Der US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro, der von US-amerikanischen Spezialkräften außer Landes und nach New York gebracht wurde, schlug international hohe Wellen. In Russland hat der Vorfall den Anstoß für alarmierende Gedankenspiele im Kreml gegeben - der engste Kreis um Wladimir Putin würde nur zu gern sehen, dass dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz ein ähnliches Schicksal beschert ist.

Friedrich Merz als Entführungsopfer? Kreml-Elite malt sich Kidnapping-Szenario aus

Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew, hat mit verstörenden Aussagen über Bundeskanzler Friedrich Merz für Aufsehen gesorgt. In einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Tass bezeichnete der ehemalige Kremlchef eine mögliche Entführung des deutschen Regierungschefs als durchaus vorstellbar.

Putin-Scherge Dmitri Medwedew beschimpft Merz als "Nazi" und fantasiert von Entführung

"Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein", erklärte Medwedew. Ein derartiges Szenario habe durchaus realistische Züge. Der russische Politiker zog dabei Parallelen zum amerikanischen Vorgehen gegen Venezuelas entmachteten Staatschef Nicolás Maduro. "Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden", fügte er hinzu.

Dmitri Medwedew: Einst Kreml-Chef, jetzt Putins schärfster Hetzer

Dmitri Medwedew stand zwischen 2008 und 2012 an der Spitze des russischen Staates. In den vergangenen Jahren hat sich der einstige Staatschef jedoch zu einem der schärfsten Kritiker westlicher Länder entwickelt. Regelmäßig sorgt er mit verbalen Attacken gegen die Ukraine und ihre Verbündeten für Schlagzeilen. Seine aktuelle Position als Vizevorsitzender des nationalen Sicherheitsrats verleiht seinen Äußerungen zusätzliches Gewicht. Die jüngsten Aussagen über den deutschen Bundeskanzler reihen sich in eine lange Serie provokanter Statements ein, mit denen Medwedew immer wieder internationale Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Offene Drohung gegen Wolodymyr Selenskyj: "Sollte sich nicht entspannen"

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj geriet ins Fadenkreuz des russischen Politikers. Medwedew riet ihm, "sich nicht zu entspannen", da seine reguläre Amtszeit bereits verstrichen sei. Allerdings bleibt Selenskyj gemäß der ukrainischen Verfassung während des Kriegszustands weiterhin im Amt. Zudem attackierte Medwedew die europäische Haltung zur Situation in Venezuela. Die Behauptung, der gestürzte Präsident Maduro sei ein unrechtmäßiger Staatschef gewesen, halte keiner Prüfung stand. Die Reaktionen aus Europa offenbarten einen "doppelten Standard", kritisierte der Kreml-Hardliner.

Weitere Beiträge zum Thema gibt's hier:

/news.de/dpa/stg

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.