Ukraine-Krieg aktuell: Putin mit Täuschungsmanöver reingelegt - Ukraine kassiert Kreml-Kopfgeld
Die Ukraine hat Kremlchef Putin reingelegt. Bild: picture alliance : Yuri Kochetkov:EPA:dpa | Yuri Kochetkov
Erstellt von Franziska Kais
02.01.2026 10.40
- Wladimir Putin bloßgestellt durch ukrainischen Militär-Geheimdienst
- Ukraine trickst Putin aus und täuscht Tod von Putin-Todfeind vor
- Ukraine kassiert Kopfgeld vom Kreml
Diese Enthüllung dürfte Wladimir Putin gar nicht gefallen. Wie die "Bild" aktuell berichtet, hat der ukrainische Militärgeheimdienst HUR Russland mit einer raffinierten Täuschungsaktion überlistet. Ende Dezember verkündete das russische Freiwilligenkorps RDK, sein Anführer Denis Kapustin sei bei einem Drohnenangriff im Gebiet Saporischschja ums Leben gekommen.
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Wladimir Putin bloßgestellt - Ukraine täuscht Tod von Putin-Todfeind vor und kassiert Kreml-Kopfgeld
Doch die Todesmeldung war laut "Bild" Teil eines ausgeklügelten Plans. Das enthüllte der ukrainische Geheimdienstchef Kyrylo Budanow in einer Videobotschaft am Neujahrstag. Mit der inszenierten Falschmeldung sei es den ukrainischen Agenten gelungen, mutmaßliche Verschwörer eines geplanten Mordanschlags auf Kapustin zu enttarnen. Gleichzeitig sicherten sie sich das vom Kreml ausgesetzte Kopfgeld in Höhe von 500.000 US-Dollar (umgerechnet etwa 425.000 Euro).
Putin-Todfeind Denis Kapustin nicht tot - Kremlchef ausgetrickst
Der 41-jährige Kapustin führt das russische Freiwilligenkorps RDK an, eine Kampfeinheit aus russischen Staatsbürgern, die auf ukrainischer Seite gegen die Truppen des Kremls kämpft. Für Moskau zählt er damit zu den meistgehassten Gegnern und stellt einen Todfeind Putins dar. Von der russischen Regierung wurde die Miliz als Terrororganisation eingestuft.
Ukraine unterstützt Putin-Todfeind inoffiziell
Kapustin, der unter dem Spitznamen "White Rex" bekannt ist, gilt als Neonazi und war früher im Mixed-Martial-Arts-Sport sowie als Unternehmer aktiv. Seit 2018 lebt er in der Ukraine. Das RDK gründete er nach Beginn der russischen Invasion in die Ukraine im Februar 2022. Offiziell soll Kiew die Einheit nicht als Teil der ukrainischen Streitkräfte anerkennen, sie jedoch inoffiziell unterstützen.
Falsche Todesmeldungen als bewährte Taktik - Ukraine täuschte schon 2018 einen Tod vor
Die jüngste Operation reiht sich in eine erprobte Strategie ukrainischer Geheimdienste ein. Bereits 2018 sorgte ein ähnliches Manöver für internationales Aufsehen. Damals meldeten die Behörden, der kremlkritische russische Kriegsberichterstatter Arkadi Babtschenko sei in Kiew bei einem Anschlag getötet worden. Nur einen Tag später erschien der damals 48-Jährige jedoch quicklebendig vor der Öffentlichkeit.
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