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Margarita Simonyan: Krieg gegen "gesamte Nato"! Putins Chef-Propagandistin rastet im TV aus

Immer im Dienste Putins unterwegs: Margarita Simonyan. Bild: picture alliance / dpa | Mikhail Klimentyev/Sputnik/Kreml

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Seit über sieben Wochen führt Wladimir Putin seinen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine mittlerweile. Wie erfolgreich die Invasion, die in Russland offiziell stets als "Spezialoperation" bezeichnet wird, aus Kreml-Sicht wirklich verläuft, lässt sich nur schwer beurteilen. Zuletzt verlegte Putin seine Soldaten aus dem Norden der Ukraine in den Südosten, um dort eine neue Offensive zu starten. In offiziellen Stellungnahmen werden der Kreml und auch Putin selbst nicht müde zu betonen, dass das Unterfangen genau nach den Plänen des Generalstabs erfolgt. Dennoch wird von ukrainischer Seite immer wieder über Rückschläge der Putin-Truppen berichtet.

Wladimir Putin erleidet Rückschläge: Propaganda-Chefin scheint auszuflippen

Eine Tatsache, die im russischen Staatsfernsehen grundsätzlich nicht thematisiert wird, zuletzt aber dennoch Fragen aufwarf, als Putins Chef-Propagandistin Margarita Simonyan im TV nach den richtigen Worten rang, als sie mit der Frage konfrontiert wurde, weshalb die russischen Truppen noch keinen Sieg bezüglich der "Spezialoperation" in der Ukraine vermelden konnten. Simonyan ist Chefredakteurin von RT, Russlands staatlich kontrolliertem Nachrichtensender, und laut "Express.co.uk" eine "hochrangige Verbündete von Präsident Putin". In einer Debatte in Wladimir Solowjows (Propaganda-)Talkshow schien Simonyan nun regelrecht "auszuflippen", als sie auf die Beschwerden ihrer Kollegen über Russlands (vermeintliches) militärisches Versagen in der Ukraine zurückschlug.

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Putin-Propagandistin: Russland kämpft gegen die "gesamte Nato"

Beim Kurznachrichtendienst Twitter kursiert ein Clip (siehe Tweet weiter unten) der Show, in dem Simonyan auf die Frage eines Experten antwortet, der wissen will, warum es so lange dauert, "bis Russland in der Ukraine gewinnt". Man kann es förmlich im Gesicht der RT-Chefin ablesen: Diese Frage passte ihr so gar nicht in den Propaganda-Kram.

"Wir kämpfen gegen einen riesigen, bewaffneten Feind. Vielleicht ist es für Russland nicht so einfach, die gesamte NATO dort drüben zu bekämpfen. Es muss objektive Gründe dafür geben, warum wir noch nicht gewonnen haben. Wir sollten unserer Armee und unserem Oberbefehlshaber helfen zu gewinnen, anstatt uns darüber zu beschweren, dass sie in so und so vielen Tagen noch nicht gewonnen haben.", donnerte sie ihr Gegenüber an.

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