Unwetter-Fahrplan fürs Wochenende: Wetterdienst warnt vor Gewittern, Hagel und Superzellen
Am Wochenende drohen in Deutschland schwere Gewitter. Bild: AdobeStock / trendobjects
Von news.de-Redakteurin Anika Bube
28.05.2026 10.19
- Donnerstag bringt noch einmal Sonne und bis zu 31 Grad
- Ab Freitag drohen heftige Gewitter mit Hagel und Sturm
- Wetterdienst warnt vor Superzellen und Starkregen bis Sonntag
Deutschland erlebt am Donnerstag (28.05.2026) noch einmal einen perfekten Sommertag. Doch Meteorologen schlagen bereits Alarm: Schon in wenigen Stunden kippt das Wetter komplett. Nach Temperaturen bis zu 34 Grad drohen am Wochenende schwere Gewitter, Hagel, Starkregen und sogar gefährliche Superzellen. Vor allem im Westen und Süden könnte die Lage brenzlig werden. Der Deutsche Wetterdienst warnt bereits vor Unwettern mit Starkregen, Sturmböen und Hagelgeschossen.
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Noch zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite. Ein Hochdruckgebiet über der Nordsee sorgt deutschlandweit für viel Sonne und trockene Bedingungen. Besonders heiß wird es am Oberrhein, in der Pfalz und im Rhein-Main-Gebiet. Dort steigen die Temperaturen auf bis zu 31 Grad. Im übrigen Land werden sommerliche 23 bis 28 Grad erreicht. Deutlich frischer bleibt es dagegen an den Küsten. Durch auflandigen Wind werden an Nord- und Ostsee nur 15 bis 18 Grad gemessen. Doch mit dem Freitag (29.05.2026) endet die ruhige Wetterphase abrupt.
Wetter-Wende am Freitag: Unwetterfront erreicht Deutschland
Während der Südwesten mit 29 bis 33 Grad den heißesten Tag der Woche erlebt, zieht im Nordwesten bereits eine gefährliche Gewitterfront auf. Besonders betroffen sind laut Deutschem Wetterdienst Regionen vom Ruhrgebiet bis nach Schleswig-Holstein. Dort drohen heftige Gewitter mit bis zu 40 Litern Regen pro Quadratmeter innerhalb nur einer Stunde. Außerdem warnen die Meteorologen vor Hagel und Sturmböen um 75 km/h. Vereinzelt sind sogar schwere Sturmböen mit bis zu 90 km/h möglich. In der Nacht zum Samstag verlagern sich die Gewitter weiter Richtung Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin. Auch längerer Starkregen mit rund 30 Litern pro Quadratmeter kann auftreten.
Wetterdienst warnt vor möglichen Superzellen
Am Samstag (30.05.2026) verschärft sich die Lage weiter. In einem breiten Streifen von der Ruhrregion über den Harz bis zur Lausitz sowie südlich davon bis zur Donau entwickeln sich erneut kräftige Gewitter mit erheblichem Unwetterpotential. Der Deutsche Wetterdienst erwartet Starkregen bis 40 Liter pro Quadratmeter, Hagelkörner mit bis zu vier Zentimetern Durchmesser sowie schwere Sturmböen. Besonders aufmerksam beobachten Meteorologen derzeit die Wetterentwicklung über Frankreich. Dort könnten sich sogenannte Superzellen bilden, die am Samstagabend auch Deutschland erreichen. Bei langsam ziehenden oder wiederkehrenden Gewittern sind lokal sogar bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter möglich. Trotz der drohenden Unwetter bleibt es im Südwesten extrem heiß. Am Oberrhein werden erneut bis zu 34 Grad erwartet. Im Norden bleibt es mit 18 bis 25 Grad deutlich kühler.
Eine Entspannung ist auch am Sonntag (31.05.2026) nicht in Sicht. Vor allem von Mitteldeutschland über Hessen bis in den Süden rechnen Meteorologen erneut mit kräftigen Gewittern. Dabei sind Starkregen, Hagel und stürmische Böen möglich. Besonders kritisch könnte die Lage erneut im Süden Deutschlands werden. Dort sollen die schweren Gewitter teilweise bis tief in die Nacht zum Montag andauern. Östlich der Elbe und südlich der Donau ziehen zusätzlich länger anhaltende Regenfälle durch. Die Temperaturen erreichen am Oberrhein noch einmal bis zu 30 Grad. Im Norden und Nordwesten bleibt es dagegen deutlich kühler mit 20 bis 25 Grad.
Abkühlung nächste Woche – Wetter bleibt aber unbeständig
Erst zu Beginn der neuen Woche beruhigt sich die Wetterlage langsam. Am Montag nimmt die Unwettergefahr deutlich ab. Nur am östlichen Alpenrand und in Niederbayern sind noch einzelne Gewitter möglich. Im Südwesten zeigt sich zeitweise wieder die Sonne. Ab Mittwoch setzt sich dann deutlich kühlere Luft durch. Die Temperaturen sinken auf 19 bis 26 Grad, gegen Ende der Woche werden vielerorts nur noch 17 bis 25 Grad erreicht.
Ganz stabil wird das Wetter aber nicht: Auch in der kommenden Woche ziehen immer wieder Schauer und teils kräftige Gewitter über Deutschland hinweg. Vor allem im Bergland und an den Küsten bleibt zudem böiger Wind ein Thema.
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