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Prognose für Juni, Juli und August: Wetter-Modelle schlagen Alarm - droht Deutschland ein Hitzesommer?

Droht Deutschland erneut ein Hitzesommer? Bild: AdobeStock / Lemonsoup14

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  • US- und Europa-Wettermodelle prognostizieren einen zu warmen Sommer 2026
  • Besonders Juni und Juli könnten von Hitzephasen geprägt sein
  • Neue Temperaturrekorde sind laut ECMWF-Modell nicht ausgeschlossen

Noch knapp drei Wochen bis zum meteorologischen Sommerstart, doch die ersten Langzeitberechnungen liefern bereits deutliche Signale: Deutschland steuert auf einen überdurchschnittlich warmen Sommer 2026 zu. Sowohl das amerikanische als auch das europäische Wettermodell rechnen mit heißen Temperaturen in den kommenden Monaten.

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Sommer 2026: Wettermodelle geben erste Prognose

Besonders der Hochsommer könnte von Hitzephasen geprägt sein. Das europäische ECMWF-Modell hält sogar neue Temperaturrekorde für möglich. Eine Wiederholung der extremen Dürrebedingungen von 2018 – damals der zweitwärmste Sommer seit Messbeginn – zeichnet sich nach aktuellem Stand allerdings nicht ab. Regional könnte Trockenheit dennoch zum Problem werden.

Die amerikanische Wetterbehörde NOAA prognostiziert für alle drei Sommermonate Temperaturen oberhalb des langjährigen Durchschnitts. Im Juni und August liegen die erwarteten Werte etwa ein Grad höher als üblich, im Juli sogar ein bis zwei Grad. Beim Niederschlag zeigt sich ein gemischtes Bild: Für Juni und August erwarten die Meteorologen leicht überdurchschnittliche Regenmengen, was vermehrt Schauer und kräftige Gewitter mit sich bringen könnte. Der Juli hingegen dürfte eher trocken ausfallen. Insgesamt zeichnet das amerikanische Modell das Bild eines warmen Sommers – ohne jedoch extreme Hitzeausschläge vorherzusagen.

Europäisches Modell warnt vor möglichen Hitzesommer

Das europäische ECMWF-Modell zeichnet ein deutlich extremeres Szenario. Demnach könnten Juni und Juli erheblich wärmer ausfallen als im langjährigen Mittel – vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands. Die Berechnungen schließen sogar neue Höchstwerte nicht aus.

Für den Frühsommer deuten die Daten auf eher trockene Verhältnisse hin. Erst ab August könnte sich das Wetter wieder wechselhafter gestalten, mit häufigeren Gewittern und mehr Niederschlag. Damit unterscheidet sich die europäische Prognose spürbar von der amerikanischen Einschätzung, die insgesamt moderatere Temperaturen vorhersagt.

Hitzewellen wahrscheinlich, Dürrekatastrophe nicht in Sicht

Trotz unterschiedlicher Detailprognosen stimmen beide Wettermodelle in einem zentralen Punkt überein: Der Sommer 2026 dürfte wärmer ausfallen als gewöhnlich. Hitzephasen gelten als wahrscheinlich. Eine Extremsituation wie im Sommer 2018 – damals mit 19,3 Grad Durchschnittstemperatur der zweitwärmste seit Messbeginn – ist nach derzeitigem Stand jedoch nicht zu erwarten. Seinerzeit hatten anhaltende Trockenheit und Dürre massive Ernteausfälle, Niedrigwasser und Waldbrände verursacht. Allerdings bleibt Vorsicht geboten: Langfristprognosen über mehrere Monate sind grundsätzlich mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Die Berechnungen können sich in den kommenden Wochen noch deutlich verändern.

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/sfx/news.de/stg

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