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Wetter-Crash nach Mallorca-Hitze: Heat Dome über Deutschland – doch jetzt drohen Gewitter

Kaltluft aus Skandinavien verpasst der Hitzewelle einen kleinen Dämpfer. Bild: AdobeStock / alinamd

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  • Im Norden fallen die Temperaturen teils um zehn Grad und mehr
  • Der Südwesten bleibt mit bis zu 34 Grad weiter im Hitzemodus
  • Meteorologen warnen vor Gewittern, Unwettern und hoher Waldbrandgefahr

Nach dem Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 35 Grad erlebt Deutschland am Mittwoch einen drastischen Wetterumschwung. Eine Kaltfront aus Skandinavien sorgt vor allem im Norden für deutlich kühlere Luft. Besonders spürbar wird der Temperatursturz in Hamburg. Dort fallen die Werte innerhalb eines Tages von 29 auf nur noch 19 Grad. "Es gibt eine kleine Kälte-Delle am Mittwoch und Donnerstag", erklärt Meteorologe Dominik Jung.

Noch am Dienstag hatte Deutschland vielerorts sogar klassische Mittelmeerziele übertroffen. Während auf Mallorca nur 26 bis 27 Grad gemessen wurden, herrschte hierzulande teilweise extreme Gluthitze.

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Hochdruckgebiet bringt Deutschland ins Schwitzen – Kaltluft aus Skandinavien rollt an

Während der Norden durchatmen kann, bleibt der Südwesten in der Hitze gefangen. Am Oberrhein klettert das Thermometer auch heute wieder auf bis zu 34 Grad. Zwischen 25 und 33 Grad werden in den südlichen Landesteilen erwartet – von Abkühlung keine Spur. An den Küsten zeigt sich dagegen ein völlig anderes Bild: Auflandiger Wind drückt die Temperaturen dort auf teilweise nur 15 Grad. Deutschland präsentiert sich damit wettermäßig zweigeteilt. Auch am Donnerstag ändert sich an diesem Nord-Süd-Gefälle wenig. Im Norden bleiben die Werte mit 18 bis 23 Grad vergleichsweise frisch. Südlich der Mainlinie herrscht hingegen weiterhin Sommerwetter mit 23 bis 27 Grad. Am Oberrhein sind erneut bis zu 30 Grad möglich.

Gewitter und Unwetter drohen am Wochenende

Ab Freitag strömt erneut warme Luft aus südwestlicher Richtung nach Deutschland. Die Temperaturen ziehen wieder an und erreichen verbreitet 23 bis 29 Grad, im Süden und Südwesten sogar 29 bis 33 Grad. Doch mit der Wärme steigt auch die Gewittergefahr. Die Luftmassen werden zunehmend feuchter und energiereicher. Am Samstag nimmt die Neigung zu Gewittern deutlich zu, während das Thermometer im Südwesten erneut auf bis zu 33 Grad steigt.

Der Deutsche Wetterdienst rechnet für Sonntag mit kräftigen Schauern und Gewittern. Lokal sind sogar Schwergewitter und Unwetter möglich. Bei Temperaturen zwischen 25 Grad im Nordosten und bis zu 31 Grad am Oberrhein drohen zudem Sturmböen. Auch der Wochenstart bleibt wechselhaft mit weiteren Schauern und Gewittern.

Heat Dome hält Deutschland im Schwitzkasten

Verantwortlich für die extreme Wärme ist eine sogenannte Hitzekuppel, die sich über Deutschland festgesetzt hat. Experten bezeichnen dieses Phänomen als "Heat Dome". Aus Afrika strömt dabei kontinuierlich heiße Luft in Richtung Mitteleuropa, während Tiefdruckgebiete aus dem Norden an der Wärmeglocke abprallen.

Die Hitzewelle hat bereits neue Rekorde gebracht. In Regensburg wurden am Pfingstsonntag 33,2 Grad gemessen – der höchste jemals dort registrierte Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1879, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung gegenüber "Bild" erklärte.

Der Deutsche Wetterdienst warnt angesichts der anhaltenden Trockenheit vor erhöhter Waldbrandgefahr. In einigen Regionen gilt bereits die höchste Warnstufe 5.

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/fka/news.de/stg

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