Hitze-Hammer in Deutschland: Hier wird es heute heißer als auf Mallorca
Kaltluft aus Skandinavien verpasst der Hitzewelle einen kleinen Dämpfer. Bild: AdobeStock / alinamd
Von news.de Redakteurin Anika Bube
26.05.2026 09.15
- In Deutschland werden am Dienstag (26.05.2026) regional bis zu 35 Grad erwartet
- Mallorca bleibt teils deutlich kühler als viele Regionen hierzulande
- Schon am Mittwoch bringt eine Kaltfront spürbare Abkühlung in den Norden
Deutschland erlebt heute den Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle und übertrifft dabei sogar beliebte Urlaubsziele am Mittelmeer. Während auf Mallorca vielerorts nur 26 bis 27 Grad erreicht werden, klettern die Temperaturen hierzulande auf bis zu 35 Grad. Besonders im Südwesten wird die Hitze extrem. In Mannheim und Karlsruhe erwarten Meteorologen Spitzenwerte von 33 bis 34 Grad – ähnlich wie auf dem spanischen Festland. "Am Dienstag wird es in Deutschland richtig heiß. Da kommt selbst Mallorca nicht mit", erklärt Klimatologe Karsten Brandt gegenüber "Bild".
Weitere aktuelle Meldungen aus dem Panorama-Ressort finden Sie am Ende dieses Artikels.
Hochdruckgebiet bringt Deutschland ins Schwitzen – Kaltluft aus Skandinavien rollt an
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes bestimmt weiterhin ein kräftiges Hochdruckgebiet das Wetter über Mitteleuropa. In der trockenen Kontinentalluft steigen die Temperaturen abseits der Küsten verbreitet auf 29 bis 34 Grad. Vor allem Städte und Ballungsräume geraten dabei zunehmend unter Hitzestress. Regen ist zunächst nicht in Sicht. Doch die extreme Wärme hält nicht überall lange an. Bereits am Mittwoch (27.05.2026) erreicht eine Kaltfront aus Skandinavien den Norden Deutschlands und sorgt dort für einen drastischen Temperatursturz. Besonders deutlich wird der Absturz in Hamburg: Dort fallen die Temperaturen laut Prognose von 29 auf nur noch 19 Grad. An den Küsten werden teils lediglich 15 Grad erreicht. "Es gibt eine kleine Kälte-Delle am Mittwoch und Donnerstag", erklärt Meteorologe Dominik Jung. Im Nordosten sinken die Werte auf 18 bis 24 Grad – ein massiver Unterschied zur Gluthitze des Vortags.
Südwesten bleibt weiter in der Hitze-Falle
Während der Norden durchatmen kann, bleibt der Südwesten weitgehend von der Abkühlung verschont. Dort hält sich das hochsommerliche Wetter mit Temperaturen zwischen 25 und 33 Grad. Am Oberrhein sind sogar erneut bis zu 34 Grad möglich. Auch der Donnerstag zeigt ein geteiltes Wetterbild: Im Norden bleibt es mit 18 bis 23 Grad vergleichsweise kühl, an den Küsten sorgt auflandiger Wind teils sogar für nur 15 Grad. Südlich der Mainlinie bleibt es dagegen sommerlich warm. Dort werden 23 bis 27 Grad erreicht, am Oberrhein sind weiterhin bis zu 30 Grad drin.
Wochenende bringt neue Hitze –Wetterdienst warnt vor Schauern und Unwettern
Zum Wochenende dreht der Sommer erneut auf. Bereits am Freitag strömt aus Südwesten neue Warmluft nach Deutschland. Die Temperaturen steigen verbreitet auf 23 bis 29 Grad, im Süden und Südwesten sogar wieder auf 29 bis 33 Grad. Doch die Luft wird zunehmend feuchter und energiereicher und damit steigt auch die Gefahr kräftiger Gewitter.
Ab Samstag nimmt die Gewitterneigung deutlich zu. Während im Nordosten 22 bis 27 Grad erreicht werden, klettert das Thermometer im Südwesten erneut auf bis zu 33 Grad. Am Sonntag rechnet der Deutsche Wetterdienst schließlich mit kräftigen Schauern und Gewittern. Lokal sind laut Meteorologen sogar Schwergewitter und Unwetter möglich. Bei Temperaturen zwischen 25 Grad im Nordosten und bis zu 31 Grad am Oberrhein drohen zudem Sturmböen. Auch zum Start in die neue Woche bleibt das Wetter wechselhaft. Schauer und Gewitter ziehen weiterhin durchs Land, die Temperaturen pendeln sich bei 23 bis 27 Grad ein.
Weitere Meldungen rund ums Wetter finden Sie hier:
- Meteorologen prophezeien Sommerwetter – so heiß wird es an den Feiertagen
- Droht der heißeste Sommer aller Zeiten? Forscher sehen gefährliche Entwicklung
- Wetter-Modelle schlagen Alarm - droht Deutschland ein Hitzesommer?
- Eisheilige, Schafskälte, Siebenschläfer: Diese Phänomene prophezeien das Wetter 2026
- Frost im Wonnemonat? Das prophezeit der 100-jährige Kalender