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Wetter aktuell zum März-Start: Frühling gibt Vollgas - bis zu 23 Grad vor Mini-Kälteeinbruch

Sonne satt und Temperaturen deutlich über der 20-Grad-Marke sorgen bereits Ende Februar 2026 für Frühlingsegefühle. Bild: picture alliance/dpa | Christian Charisius

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  • Deutschland erlebt Turbo-Frühling mit bis zu 23 Grad Celsius
  • 126 Jahre alter Temperaturrekord wackelt vor meteorologischem Frühlingsanfang
  • Temperatur-Knick am Wochenende, bevor der Frühling wieder alles gibt

Deutschland erlebt Ende Februar 2026 einen außergewöhnlichen Wärmeeinbruch kurz vor dem meteorologischen Frühlingsanfang. Das Thermometer klettert am 27. Februar laut Deutschem Wetterdienst auf Spitzenwerte zwischen 13 und 23 Grad Celsius – am wärmsten wird es dabei in der Region am Oberrhein zwischen Basel und Bingen.

Hitzerekord in Deutschland: 126 Jahre alter Temperaturrekord noch vor Frühlingsanfang gebrochen?

Damit könnte ein historischer Rekord geknackt werden: Der bisherige Februar-Höchstwert stammt aus dem Jahr 1900, als in Jena 23,1 Grad Celsius gemessen wurden. Nach Einschätzung des DWD könnten an einigen Messstandorten neue Monatsrekorde fallen. Während sich Berufstätige am Morgen noch durch Nebelfelder kämpfen mussten, zeigte sich anschließend vielerorts strahlender Sonnenschein. Zum Vergleich: Auf Mallorca werden zeitgleich lediglich 17 bis 19 Grad Celsius erreicht – in Deutschland ist es damit wärmer als auf der beliebten Ferieninsel.

Temperatur-Knick nach Turbo-Frühling: Wochenende bringt kühle Ernüchterung

Die sommerlichen Temperaturen sind allerdings nur von kurzer Dauer. Bereits am Samstag (28.02.2026) kühlt es spürbar ab: Im Osten Deutschlands werden noch bis zu 19 Grad Celsius bei heiterem Himmel erwartet, während im Westen und Nordwesten Regenschauer aufziehen können. Der DWD schließt vereinzelt sogar Gewitter nicht aus. Am Sonntag, dem 1. März, der zugleich den meteorologischen Frühlingsanfang markiert, sinken die Werte dann deutlich: Im Norden liegen die Höchsttemperaturen nur noch zwischen 7 und 13 Grad Celsius, im übrigen Land zwischen 10 und 15 Grad Celsius. Zwar kann es immer wieder regnen, insgesamt soll es aber überwiegend wolkig bleiben.

Hoffnung macht der Ausblick auf die kommende Woche: Ab Montag (02.03.2026) kehrt das freundliche Wetter zurück, und die Temperaturen steigen wieder kontinuierlich an.

Frühlingsbeginn in Deutschland: Eisdielen läuten die Saison ein

Endlich wieder Eis essen und die Sonne genießen: Der Turbo-Frühling lockte beispielsweise in Bad Ems etliche Frühlingsfans an die frische Luft. Bild: picture alliance/dpa | Thomas Frey

Passend zu den frühlingshaften Temperaturen öffnen in den kommenden Tagen zahlreiche Eisdielen ihre Türen. Wer Lust auf etwas Neues hat, kann dabei die Eissorte des Jahres 2026 probieren, die den Namen Pinocchio trägt. Der Verband der italienischen Speiseeishersteller in Deutschland (Uniteis) kürt jährlich eine neue Kreation – diesmal eine Kombination aus Milcheis und Erdbeersorbet, garniert mit schokoladenüberzogenen Grissini.

Mit dem beliebten Kindereisbecher Pinocchio - Smarties als Augen, eine Waffel als Hut, ein Keksröllchen als Nase - habe die Eissorte nichts zu tun, wie Uniteis-Sprecherin Annalisa Carnio betont. Ob sich Pinocchio durchsetzt, bleibt abzuwarten: "In Deutschland ist das Publikum konservativ", erklärt Carnio. Die Dauerbrenner heißen nach wie vor Erdbeere, Vanille, Schokolade, Haselnuss und Stracciatella.

Endlich wieder Sonne satt: So macht uns Klärchen putzmunter und glücklich

Das frühlingshafte Wetter löst bei vielen Menschen einen regelrechten Energieschub aus. Der Grund liegt in der Hormonproduktion: Während der Körper in den dunklen Wintermonaten vermehrt das schlaffördernde Melatonin bildet, kehrt sich dieser Prozess bei zunehmender Helligkeit um. Stattdessen steigen Vitamin-D-Spiegel und damit auch die Produktion des Glückshormons Serotonin. "Damit wir aufwachen, damit wir viel aktiver sind und viel mehr Energie haben", erläutert der Freiburger Bio- und Umweltmeteorologe Andreas Matzarakis. Wie gut jemand den schnellen Wetterwechsel verkraftet, hänge allerdings von verschiedenen Faktoren ab – etwa dem allgemeinen Gesundheitszustand, Stress oder chronischen Erkrankungen. Eine gute Nachricht für Sonnenanbeter: Einen Sonnenbrand müsse derzeit noch niemand befürchten. "Das dauert noch drei, vier Wochen, bis die Sonne so stark ist", so Matzarakis.

Frühblüher wie der Krokus genießen die wärmende Frühlingssonne bereits in vollen Zügen. Bild: picture alliance/dpa | Sven Hoppe

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