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Isabella O. (16) aus Celle vermisst: Vermisste Isi wieder zu Hause! Keine Anzeichen für Straftat

Seit dem 22.03.2021 fehlte von der 16-jährigen Schülerin Isabella O. jede Spur. Bild: picture alliance/dpa/Polizeiinspektion Celle | -

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Zwei Wochen war die 16-jährige Schülerin Isabella O. spurlos verschwunden - Ermittler vermuteten schon, dass die Jugendliche einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein könnte.

Vermisste Isabella O. (16) 2 Wochen vermisst - Schülerin offenbar in Frankreich aufgetaucht

Jetzt ist die 16-Jährige aus Celle allen Anzeichen nach in Frankreich aufgetaucht. Überraschend habe ein Aufruf über Facebook zu einem sehr konkreten Hinweis geführt, teilte die Polizei am Dienstag in Celle (Niedersachsen) mit. Bei einem in Frankreich angetroffenen Mädchen handele es sich "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" um Isabella. Zunächst blieben viele Fragen offen - etwa zu den Umständen ihres Verschwindens. Die Polizei ermittle weiter, hieß es.

An diesem Mittwoch (07.04.2021) wollen sich aber nach Angaben eines Polizeisprechers der Vater des Mädchens und Polizisten auf den Weg nach Frankreich machen. Die Beamten gingen davon aus, dass sich Isabella im Raum Paris aufhalte, hieß es.

Vermisstenfall Isabella: Vater auf dem Weg nach Frankreich

Nach dem mutmaßlichen Auftauchen der vermissten Isabella aus Celle sind der Vater und Vertreter der Polizei am Mittwoch nach Frankreich gereist. Das sagte eine Polizeisprecherin in Celle, ohne den genauen Ort zu nennen. In früheren Meldungen war der Großraum Paris genannt worden.

Dort sei ein Mädchen in Obhut, das mit hoher Wahrscheinlichkeit die 16-Jährige sei, sagte die Sprecherin. "Sie lebt, und das ist eine gute Nachricht." Die Polizei hatte zuletzt ein Gewaltverbrechen an der Gymnasiastin befürchtet. Weiterhin sei nicht ausgeschlossen, dass hinter ihrem Verschwinden am 22. März eine Straftat stehen könne, sagte die Sprecherin. Die verstärkte Suche über Soziale Medien seit Ostermontag habe zu dem mutmaßlichen Fahndungserfolg geführt.

Die Polizei erwartete noch für Mittwochabend eine Identifizierung des Mädchens. Danach könne auch die offizielle Fahndung zurückgenommen werden. Am Donnerstag oder Freitag wollten die Behörden abschließend über den Fall berichten.

Vermisstenfall Isabella: 16-Jährige wieder zurück in Deutschland

Die zuvor vermisste Isabella aus Celle ist am Donnerstagmorgen aus Frankreich nach Deutschland zurückgekehrt. Die 16-jährige Schülerin sei äußerlich körperlich unversehrt und wieder in der Obhut ihrer Eltern, teilte die Polizei mit. Der Vater war am Mittwoch in die Nähe von Paris gereist, um seine seit dem 22. März verschwundene Tochter abzuholen. Die Ermittlungen zu der Reise des Mädchens dauerten noch an. "Nach aktuellem Stand gibt es bislang keine konkreten Anhaltspunkte für eine Straftat", sagte eine Polizeisprecherin.

Nach zwei Wochen vergeblicher Suche hatte die Kriminalpolizei in Celle mit einem Video auf Facebook um Hilfe gebeten, das vielfach geteilt wurde. Auch eine Beamtin im Bundeskriminalamt (BKA) habe das Video gesehen, hieß es. Ihr sei die Ähnlichkeit mit einem in Frankreich aufgefundenen Mädchen aufgefallen.

Isabella O. aus Celle spurlos verschwunden: Polizei vermutete Verbrechen

Das Mädchen mit Spitznamen Isi hatte den Angaben nach am Vormittag des 22. März unbemerkt ihr Elternhaus verlassen. "Seither gibt es kein Lebenszeichen von ihr", sagte Chefermittler Daniel Dahlke in einem auf Facebook verbreiteten Video. Es sei mit Hochdruck nach der Gymnasiastin gesucht worden, "leider ohne Erfolg".

16-Jährige ohne Geld und Handy aus Elternhaus verschwunden - wen wollte Isi treffen?

Die Jugendliche habe weder Schlüssel noch Geldbörse oder Handy mitgenommen. Deshalb gehe die Polizei davon aus, dass sie nur kurz jemanden in der Nähe des Hauses treffen wollte. Die Ermittlungen lieferten keinen Grund zur Annahme, dass Isabella weglaufen, sich von der Familie absetzen oder sich etwas antun wollte. In der ersten Mitteilung zu dem Vermisstenfall hatte es noch geheißen, das Mädchen habe sein Elternhaus "in einem auffälligen Gemütszustand" verlassen.

Vermisst nach Homeschooling: Isabella O. wurde am 22.03.2021 zum letzten Mal gesehen

Am Vormittag ihres Verschwindens war Isabella in ihrem Zimmer im Homeschooling. Auch ihr jüngerer Bruder war nach Polizeiangaben im Haus, die Eltern waren bei der Arbeit. Vermutlich zwischen 11.15 und 12.30 Uhr habe die Jugendliche das Haus verlassen. Der Bruder habe erst gegen Mittag bemerkt, dass sie nicht mehr da sei. Es sei völlig untypisch für Isabella, wegzugehen, ohne Bescheid zu sagen. Die Eltern, die zum Zeitpunkt des Verschwindens ihrer Tochter arbeiten waren, schalteten noch am gleichen Tag die Polizei ein.

Vermutlich habe Isabella O. aufgrund eines vorherigen Kontaktes oder einer Verabredung freiwillig das Haus verlassen. Nach Einschätzung der Polizei hatte sie dennoch nicht vor, länger wegzubleiben. Ein mögliches Treffen habe mutmaßlich im näheren Umfeld des Wohnhauses in der Straße Am Holzhof stattgefunden. Das Wohnhaus liegt in einem Viertel mit Einfamilienhäusern und Hochhäusern. Es grenzt an ein Gewerbegebiet mit Bauhöfen und dem Güterbahnhof von Celle.

Polizei startet Zeugenaufruf: Wo ist die vermisste Isi aus Celle?

Mögliche Zeugen wurden gebeten, Beobachtungen zu melden. Relevant sind für die Ermittler Zeugenbeobachtungen vom 22.03.2021 im Bereich der Straße Am Holzhof und Unterstraße in Celle sowie frühere Sichtungen der vermissten Isabella O. in ihrem Heimatort. Zudem sucht die eingesetzte Sonderkommission weiter nach Kontakten der Jugendlichen in Chatgruppen und sozialen Netzwerken. Hinter der Polizei liegen bereits 14 Tage Ermittlungsarbeit. In den ersten Tagen sei die Gegend abgesucht worden, sagte eine Sprecherin. Ein Personenspürhund führte die Ermittler zu einem Einkaufszentrum. Dabei handele es sich aber vermutlich um eine ältere Spur.

Ungeklärte Vermisstenfälle in Deutschland: Katrin K. und Rebecca R. weiterhin verschwunden

Die meisten vermissten Kinder und Jugendlichen tauchen nach Erfahrung der Polizei nach wenigen Stunden oder Tagen wieder auf. Doch es gibt auch Ausnahmen, und Schicksale bleiben dauerhaft ungeklärt. In der fortlaufenden Vermisstendatei des Landeskriminalamtes Niedersachsen waren zum Jahresende knapp 1.300 Personen verzeichnet. Dazu zählten 202 männliche und 160 weibliche Jugendliche. Seit 2001 wird in Niedersachsen die damals 15 Jahre alte Katrin Konert aus dem Kreis Lüchow-Dannenberg vermisst.In Berlin suchen Ermittler seit Februar 2019 nach der vermissten Rebecca Reusch. Die damals 15-Jährige verschwand aus dem Haus ihrer Schwester. Die Polizei vermutet, dass sie getötet worden ist.

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/news.de/dpa

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