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Eid al-Adha beginnt heute am 26.05.2026: Alles zum traditionellen Opferfest des Islam auf einen Blick

Das islamische Opferfest Eid al-Adha wird 2026 vom 26. bis 30. Mai von Muslimen in aller Welt gefeiert. Bild: Ahmad Kamal / XinHua / picture alliance / dpa

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Gläubigen Muslimen steht Ende Mai 2026 das wichtigste Fest des Islam bevor: Das viertägige Opferfest Eid al-Adha beginnt am Abend des 26. Mai 2026 und endet am Samstag, dem 30. Mai. Neben traditionellen Gebeten und Besuchen bei Verwandten stehen auch andere Traditionen und Bräuche zu Eid al-Adha für Muslime in aller Welt auf dem Programm.

Muslimische Wallfahrt Hadsch beginnt trotz Iran-Konflikt

Trotz der anhaltenden Bedrohung im Iran-Krieg sind erneut Hunderttausende Muslime zur Wallfahrt Hadsch nach Mekka in Saudi-Arabien gereist. Vor dem Beginn reisten allein aus dem Ausland nach offiziellen Angaben 1,5 Millionen Gläubige an. Am frühen Morgen des 25. Mai brachen die in weiße Gewänder gehüllten Pilger aus Mekka auf in die rund acht Kilometer entfernte Zeltstadt Mina zum Beginn der religiösen Rituale.

Saudi-Arabien wurde im Zuge des Iran-Kriegs bisher mit Hunderten Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern angegriffen. Die Flugabwehr fing den größten Teil davon ab, es gab aber auch einige Opfer und Schäden etwa an Energie-Infrastruktur, Wohngebieten oder der US-Botschaft in Riad. Das Königreich ist bemüht, die Wallfahrt trotz des laufenden Konflikts möglich zu machen. Der Hadsch zählt zu den wichtigsten Einnahmequellen neben dem Ölgeschäft.

Islamisches Opferfest Eid al-Adha 2026: Flugabwehr zum Schutz der Pilger und deren "innerer Ruhe"

Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium veröffentlichte Aufnahmen, wie Einheiten zur Flugabwehr zum Schutz der religiösen Stätten rund um Mekka in Stellung gebracht werden. Die Streitkräfte seien dafür zuständig, den "Luftraum über den heiligen Stätten zu schützen und auf alle Bedrohungen zu reagieren, um die Sicherheit und die innere Ruhe der Pilger sicherzustellen", teilte das Ministerium mit.

Für die meisten Muslime ist die Teilnahme am Hadsch ein einmaliges Erlebnis, viele sparen jahrelang, um sich die Anreise und Hadsch-Pakete von speziellen Touranbietern leisten zu können. Pro Person können diese umgerechnet schnell 5.000 Euro und mehr kosten. Besonders viele ausländische Gläubige reisen aus Indonesien an – dieses Jahr schätzungsweise 220.000 Pilger – sowie aus Pakistan und Indien. Die Preise für Flugtickets sind in der Folge des Iran-Kriegs deutlich gestiegen. Die Airlines haben ihre Zuschläge und Gebühren etwa für Flugbenzin, Extra-Services oder Umbuchungen stark erhöht. Eine große Herausforderung ist erneut die hohe Hitze. In Mekka wurden heute Temperaturen bis zu 45 Grad Celsius erwartet. Vor zwei Jahren waren bei hoher Hitze mehr als 1.300 Menschen ums Leben gekommen.

Welche religiösen Ursprünge hat das islamische Opferfest Eid al-Adha?

Das Opferfest der Muslime fällt der islamischen Tradition mit der Wallfahrt nach Mekka, auch Hadsch genannt, zusammen. Im Rahmen der 72 Stunden währenden Feierlichkeiten wird des Propheten Ibrahim gedacht, der bereit war, seinen eigenen Sohn Ismael zu opfern, um Allah zu gefallen. Das Menschenopfer wurde der Überlieferung im letzten Moment durch göttliche Fügung gestoppt, anstelle des Sohnes wurde ein Tieropfer dargebracht - eine Tradition, die sich bis zum heutigen Tage beim Fest Eid al-Adha finden lässt.

Traditionen und Bräuche zum islamischen Opferfest Eid al-Adha

In der Gegenwart opfern Muslime zu Eid al-Adha bisweilen Nutztiere wie Schafe, Ziegen oder Büffel, um das geschlachtete Tier anschließend im Familienkreis zu verzehren. Gefeiert wird Eid al-Adha bei gläubigen Muslimen in etwa so opulent wie in nichtmuslimischen Familien das Weihnachtsfest. Zudem gehören Gebete und Besuche im Familien- und Bekanntenkreis zu den Traditionen, die das islamische Opferfest auszeichnen - begonnen mit einem festlichen Gebet, das am Morgen in der Moschee zelebriert wird. Gemeinsame Speisen und das Austauschen von Geschenken hat sich zu Eid al-Adha ebenfalls etabliert.

In Deutschland ist Eid al-Adha kein gesetzlicher Feiertag, dennoch nehmen viele Gläubige für das Opferfest Urlaub oder beantragen für ihre schulpflichtigen Kinder zumindest für den ersten Feiertag eine Befreiung vom Unterricht.

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/news.de/dpa

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