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Polizeieinsatz Börde, 07.05.2026: Polizeiliche Kriminalstatistik

Die Polizei Sachsen-Anhalt informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Klaus-Dietmar Gabbert

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Für Vermögens hat das Polizeirevier Börde mehrere aktuelle Meldungen veröffentlicht. In diesen heißt es:

Im Polizeirevier Börde wurden laut Polizeilicher Kriminalstatistik insgesamt 10.174 Straftaten erfasst, womit ein Anstieg von 653 Fällen im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen ist (2024: 9.521 ). Dies entspricht einem Anstieg von 6,9% und befindet sich auf einem vergleichbaren Niveau zum Jahr 2023 (10.012 erfasste Straftaten).

Von den erfassten Straftaten konnten 6.205 Fälle aufgeklärt werden, was einer Quote von 61 % entspricht. Damit ist die Aufklärungsquote im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen (2024: 58,1 %).

Insgesamt wurden 4.286 Tatverdächtige ermittelt (3.225 männlich, 1061 weiblich). Davon befindet sich mit 413 erfassten Fällen fast jeder Zehnte im jugendlichen Alter, womit der Anteil der jugendlichen Tatverdächtigen mit 9,6 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. (2024: 8,6%). Ebenso hat sich der Anteil der tatverdächtigen Kinder mit 230 Fällen im Vergleich zum Vorjahr erhöht (2024: 178). Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger an der Gesamtanzahl aller ermittelten Tatverdächtigen ist mit 21,4 % leicht rückläufig (2024: 22,9 %).

Die erfassten Straftaten an Schulen sind mit 166 Fällen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig (2024: 202). Im Gegenzug haben sich die Rohheitsdelikte an Schulen wie beispielsweise Körperverletzungen und Bedrohungen im Vergleich zum Vorjahr mit 82 erfassten Fällen (2024: 66) erhöht. Somit entfallen fast die Hälfte aller insgesamt an Schulen erfassten Straftaten auf Rohheitsdelikte.

Straftaten gegen das Leben

Von den drei Tötungsdelikten, bei denen es sich um Totschlagsdelikte handelt, konnten in allen Fällen Tatverdächtige ermittelt werden. Im Vorjahr kam es zu fünf Tötungsdelikten von denen ebenfalls alle Fälle aufgeklärt werden konnten.

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden insgesamt 254 Fälle erfasst, von denen 239 aufgeklärt werden konnten. Dies entspricht einer Aufklärungsquote von 94,1 % (2024: 92,9 %). Die Anzahl der erfassten Fälle ist im Vergleich zum Vorjahr um 38 % gestiegen (2024: 184 Fälle).

Im Deliktsbereich der Verbreitung kinderpornografischer Schriften ist die Anzahl der insgesamt erfassten Fälle mit 89 gleichbleibend zum Vorjahr (2024: 89).

Die Fallzahlen im Bereich des sexuellen Missbrauchs von Kindern haben sich mit 30 erfassten Fällen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt (2024:14), wobei die Aufklärungsquote mit 96,7% gestiegen ist (2024: 92,9%)

Im Zusammenhang mit dem Anstieg der Fallzahlen in diesem Bereich kann auf den Konsum digitaler Medienplattformen von Minderjährigen verwiesen werden. Bei den häufig durch die Eltern zur Anzeige gebrachten Vorfällen lassen sich oftmals nur geringfügige Altersunterschiede zwischen Tätern und Opfern feststellen. Darüber hinaus sind Gründe im geänderten Anzeigeverhalten von Opfern zu sehen, welches durch Aufklärung und Sensibilisierung in diesem Bereich einen Anstieg erfahren haben könnte.

Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit

Unter den Rohheitsdelikten wurden 2.056 Fälle bekannt, wobei die Körperverletzungsdelikte mit 1.134 Fällen (2024: 1122) den größten Anteil ausmachten. Die Aufklärungsquote lag bei diesen Delikten bei 92,3 %. Die bekannt gewordenen Fälle dabei sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen (2024: 1803). Der Anteil der gefährlichen und schweren Körperverletzungsdelikte hat sich mit 280 Fällen im Vergleich zum Vorjahr hingegen leicht erhöht (2024: 231).

Die Anzahl der erfassten Raubstraftaten ist mit 51 Fällen leicht gesunken (2024: 58). Die Aufklärungsquote der begangenen Raubstraftaten (Raub/ Räuberische Erpressung ) ist mit 82,4 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (2024:  75,9 %). Die erfassten Fälle im Zusammenhang mit Bedrohungen haben sich auf 589 erhöht (2024: 409). Die Aufklärungsquote ist mit 90,5 % leicht rückläufig (2024: 91,4%).

Eigentumsdelikte

Die Anzahl der insgesamt 3.037 erfassten Diebstahlsdelikte ist leicht rückläufig (2024: 3.117). Die insgesamt 954 aufgeklärten Fälle entsprechen dabei einer Aufklärungsquote von 31,4 %, womit bei etwa gleichbleibenden Fallzahlen deutlich mehr Fälle aufgeklärt werden konnten (2024: 24,1%).

Die 478 erfassten Fälle von Diebstahlshandlungen aus Kraftfahrzeugen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (2024: 567). Die Aufklärungsquote hat sich dabei mit 5,4 % rückläufig entwickelt (2024: 7,1 %).

Mit insgesamt 472 erfassten Fällen des Ladendiebstahls ist die Fallzahl im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (2024: 405), wobei auch die Aufklärungsquote mit 88,6 % angestiegen ist (2024: 82 %).

Die Fallzahlen bei den Fahrraddiebstählen sind mit 205 insgesamt erfassten Fällen auf einem rückläufigen Niveau (2024: 235), wobei die Aufklärungsquote mit 8,3 % gestiegen ist (2024: 4,7 %).

Bei den 120 erfassten Fällen des Wohnungseinbruchsdiebstahls sind die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig (2024: 128). Die Aufklärungsquote ist dabei von 12,5 % auf 17,5 % angestiegen.

Die Diebstahlshandlungen in/ aus Lager- und Büroräumen sind von 221 auf 203 Fälle gesunken, was einem Rückgang von 8,1 % entspricht.

Vermögens: und Fälschungsdelikte

Bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten wurden insgesamt 1.426 Fälle erfasst, womit ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen ist (2024: 1347). Die Aufklärungsquote ist dabei mit 67,1 % rückläufig (2024: 73,5%). Von den insgesamt erfassten Vermögens- und Fälschungsdelikten entfallen 1.028 auf die Betrugsdelikte . Die dabei 654 aufgeklärten Fälle entsprechen einer Aufklärungsquote von 63,6 % (2024: 74,9 %).

Sonstige Straftaten

Im Bereich der Sonstigen Straftaten konnte mit insgesamt 2.962 erfassten Fällen ein Anstieg verzeichnet werden (2024: 2.469). Der Bereich macht einen Anteil von fast 30 % aller verzeichneten Straftaten aus. Zu diesem Bereich gehören Delikte wie Brandstiftung, Beleidigung, Sachbeschädigung, Erpressung, Widerstand, Hausfriedensbruch, Geldwäsche, Hehlerei sowie Umweltdelikte.

Die Anzahl der Sachbeschädigungen ist mit 1.201 erfassten Fällen und einer Aufklärungsquote von 27,5 % auf einem nahezu gleichbleibenden Niveau zum Vorjahr. Die 335 erfassten Fälle der Sachbeschädigung durch Graffiti sind um 14,7 % gestiegen (2024: 292).

Die Anzahl der Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte hat sich von 37 auf 69 Fälle erhöht, was einem Anstieg von 86,5 % entspricht. Bis auf eine Ausnahme konnten die Täter in allen Fällen ermittelt werden.

Im Bereich der Brandstiftungsdelikte ist ein Anstieg von 45 auf 78 Fälle zu verzeichnen verbunden mit einer Aufklärungsquote von 43,6 % (2024: 37,8 %).

Bei den Verstößen gegen das Waffengesetz wurden insgesamt 63 Fälle erfasst, womit die Fallzahl im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist (2024: 53). Die Aufklärungsquote liegt bei diesen Verstößen bei 95,2 % und ist somit auf einem steigenden Niveau zum Vorjahr (2024: 86,8 %).

Im Bereich der Rauschgiftdelikte ist mit 225 insgesamt erfassten Fällen ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen (2024: 400). Die Aufklärungsquote von 92,4 % ist dabei im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleichbleibend (2024: 93 %). Die Anzahl der erfassten Fälle des unerlaubten Handels und Anbaus von Betäubungsmitteln ist mit 17 Fällen leicht rückläufig (2024: 22). Die Verstöße gegen das Konsumcannabisgesetz haben sich mit 68 Fällen fast verdreifacht (2024: 23). An dieser Stelle ist darauf zu verweisen, dass die statistische Abbildung und Anpassung der Erfassungsmodalitäten aufgrund der Einführung des Konsumcannabisgesetzes im März 2024 erst im Nachgang erfolgte und ein direkter Vergleich mit den Fallzahlen aus den Vorjahren daher nur bedingt geeignet ist.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeirevier Börde. Teilweise werden Reports erst nach einem Tag nachgemeldet; es kann daher vorkommen, dass Meldungen mit einer Verzögerung von bis 24 Stunden veröffentlicht werden. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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