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Polizeifahndung Kiel, 07.04.26: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 der Landeshauptstadt Kiel

Unfall für das Presseportal Bild: Adobe Stock / bilanol

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Für das Jahr 2025 ist ein Rückgang der Fallzahlen der Landeshauptstadt Kiel zu verzeichnen. Nach Jahren kontinuierlicher Rückgänge von 2018 bis 2021 und einem Anstieg in den Jahren 2022- 2024. Die registrierten Delikte fielen von 28.128 auf 25.158 (- 2.970) und damit um 10,6 %. Die Zahl der bekannt gewordenen Straftaten befindet sich damit in einem mittleren Wert im Vergleich der letzten zehn Jahre. Die Aufklärungsquote ist mit 52,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. (2024: 49 Prozent).

Diebstahl bleibt dominierendes Delikt

Mehr als 50 Prozent aller registrierten Straftaten in Kiel sind Diebstahlsdelikte (12.616 Fälle, 2024: 15.004). Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 15,9 Prozent. Der Anteil im Land beträgt 34,9 Prozent. Die Verteilung zwischen einfachem und schwerem Diebstahl ist fast ausgeglichen und damit nahezu identisch zum Vorjahr.

Leichter Anstieg bei den Wohnungseinbrüchen - höhere Aufklärungsquote

Mit 208 Taten ist die Zahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle im Vergleich zum Vorjahr (198 Taten) wieder leicht angestiegen. Während es 2024 noch einen Rückgang der Zahlen auf 198 Fälle gab, ist für diesen Deliktsbereich im Jahr 2025 eine leichte Zunahme zu verzeichnen (Land SH -15,9 %). Auch die gestiegene Aufklärungsquote beim Wohnungseinbruchsdiebstahl in den vergangenen Jahren zeugt von den Anstrengungen der Polizei in diesem Deliktsfeld.Der Trend, dass im die Täter ihr Vorhaben nicht vollenden können, setzt sich weiter fort, 48 % und damit etwas weniger als die Hälfte der Taten wurden im Versuchsstadium abgebrochen. Dies wird u. a. auch Ergebnis der gesteigerten Wachsamkeit von Nachbarn bzw. verbesserter Sicherheitstechnik und der Umsetzung polizeilicher Konzepte sowie einer Strafverschärfung sein. In dem Zusammenhang appelliert die Polizei, bei entsprechenden Auffälligkeiten im Wohnumfeld sofort die 110 zu wählen. Schnelle Fahndungen erhöhen die Chance Täter auf frischer Tat zu stellen.

Einbrüche in Keller- und Bodenräume sowie Waschküchen gesunken

Diebstähle in Boden-, Kellerräume und Waschküchen werden polizeilich überwiegend der indirekten Beschaffungskriminalität, also um Geld für den Kauf von Drogen zu erhalten, zugeordnet. Im Bereich dieser Art der Einbrüche hat sich die Entwicklung der vergangenen Jahre nicht fortgesetzt. Hier sind z. T. erhebliche Rückgänge zu registrieren.Im vergangenen Jahr gab es hier einen erheblichen Anstieg (86,1 % zu 2023). Im aktuellen Jahr wurden 1832 Fälle und damit 810 (-30,7 %) weniger als 2024 in diesem Deliktsbereich erfasst. Landesweit ist ebenfalls ein Rückgang der Fallzahlen um 19,0 % zu verzeichnen.Im aktuellen Jahr wurden 1832 Fälle und somit 810 (-30,7 %) weniger als 2024 in diesem Deliktsbereich erfasst. Landesweit ist ebenfalls ein Rückgang der Fallzahlen um 19,0 % zu verzeichnen. Gerade in urbanen Bereichen mit einer hohen Anzahl an Mehrfamilienhäusern ist festzustellen, dass durch nicht verschlossene Hauseingangstüren günstige Tatgelegenheiten für die Täter vorhanden sind. Die meisten Taten entfielen auf den Stadtteil Südfriedhof mit 356 (265 in 2024, +91) Fälle. Im vergangenen Jahr war dies noch im Stadtteil Gaarden-Ost der Fall, hier ist ein erheblicher Rückgang der Taten um - 47,8 % von 366 in 2024 auf 191 registrierte Fälle in 2025 zu vermelden.

Fahrraddiebstähle und Diebstähle an / aus Kfz gesunken

Erfreulich ist auch die Entwicklung des Bereichs Aufbruch und Diebstahl an/aus KFZ hier sind die Fälle um 514 auf 1.363 Fälle (2024: 1.877) gesunken (-27,4 Prozent). Der Diebstahl von Fahrrädern ist um 658 auf 1719 Fälle (-27,68 %) gesunken. In 2024 waren es noch 2377 Taten.

Leichter Rückgang der Rohheitsdelikte und Raubstraftaten

Als Rohheitsdelikte werden Raub- und Körperverletzungsdelikte sowie Straftaten gegen die persönliche Freiheit wie z. B. Nötigung, Bedrohung, Nachstellung oder Freiheitsberaubung zusammengefasst. Im gesamten Deliktsbereich hat es einen leichten Rückgang auf 3.857 Fälle gegeben (2024: 3.903 Fälle, -46 Fälle also -1,2 %). Landesweit ist ebenfalls ein Rückgang um 1,7 % berichteter Fälle zu verzeichnen.In den vergangenen drei Jahren war ein stetiger Anstieg der Rohheitsdelikte zu verzeichnen. Dieser Trend setzte sich in diesem Jahr nicht fort.Die Anzahl der Raubtaten ist wie auch im Landestrend um 21 Fälle auf 260 (Vorjahr 281) Taten gesunken, was einer Abnahme um - 7,5 % (nach einem Anstieg im Vorjahr von 18,1 %) entspricht.Die Polizei hatte nach dem Anstieg im Jahr 2024 neben gezielten Präventionsmaßnahmen auch auf verstärkte Polizeipräsenz an entsprechenden Brennpunkten gesetzt, um das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und Gewaltdelikte weiter einzudämmen.

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gesunken - Aufklärungsquote gestiegen

Die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist in diesem Jahr von 351 Fälle in 2024 auf 328 Fälle in 2025 gesunken (9,4 %). Auf Landesebene hat es ebenfalls eine Abnahme um 5,2 % gegeben.

In dem Deliktsbereich des Verbreitens von Kinder- und Jugendpornografie gab es im Jahr 2025 einen leichten Anstieg von zwei Fällen auf 82 (80 in 2024) Fälle. Nach einem enormen Anstieg der Fallzahlen in den vergangenen Jahren deutet sich hier mittlerweile eine gewisse Konsolidierung an.Die Aufklärungsquote stieg in 2025 um 2 Prozentpunkte auf 81,8 (2024: 79,8). Es wurden 250 Tatverdächtige ermittelt.

Vermögens- und Fälschungsdelikte gesunken

Dieser Deliktsgruppe werden Straftaten u. a. aus den Bereichen Betrug, Veruntreuung, Unterschlagung, Urkundenfälschung, Geld- und Wertzeichenfälschung und Fälschung von unbaren Zahlungsmitteln zugeordnet. Mit 2.774 Taten, gegenüber 2.965 aus dem Vorjahr, ist die Zahl der Fälle um 191 bzw. 6,60 % gesunken. Bei 688 (Vorjahr 807) Vermögens- und Fälschungsdelikten ist als Tatmittel "Internet" registriert worden. Damit haben die Vermögens- und Fälschungsdelikte einen Anteil von nahezu 52,3 % an der Gesamtheit der unter Internetnutzung registrierten Straftaten.

Die Hinwendung zum Internet hat auch im Feld der Vermögens- und Fälschungsdelikte die polizeiliche Arbeit beeinflusst. Durch entsprechende tagesaktuelle Präventionshinweise warnt die Polizei Kiel direkt bei Erkennen einschlägiger Tatserien wie z. B. Anrufe von "falschen Polizeibeamten" oder "WhatsApp-Betrugsfällen" vor neuen Taten.

Partnerschaftsgewalt weiterhin auf hohem Niveau

Zu den Straftaten im Bereich Partnerschaftsgewalt zählen Straftaten gegen das Leben, Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sowie der Bereich der Rohheitsdelikte in Bezug auf die Beziehung zwischen Täter und Opfer (häuslicher Nahbereich).Im Jahr 2025 wurden in der Landeshauptstadt Kiel 619 Fälle der Partnerschaftsgewalt verzeichnet. Den Hauptanteil machen hier die vorsätzlichen Körperverletzungen (340 Fälle), gefolgt von den gefährlichen Körperverletzungen (89 Taten) aus. In 162 Fällen wurden Opfer bedroht, gestalkt oder genötigt.Die Opferzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr (563 in 2024) um 9,9 % gestiegen. Dabei wurden fast ausschließlich Frauen (501 Frauen: 80,9 %) Opfer partnerschaftlicher Gewalt.Um möglichen Gewalteskalationen in Fällen der partnerschaftlichen Gewalt zu begegnen, wurde im Frühjahr 2024 das Hochrisikomanagement in der Polizeidirektion Kiel eingerichtet, mit welchem schwere Fälle häuslicher Gewalt frühzeitig erkannt bzw. verhindert werden sollen. Es ermöglicht zusammen mit anderen behördlichen und nicht behördlichen Partnern, zum Beispiel in Fallkonferenzen, eine fundierter Bewertung, erhöht die Sensibilität und schafft Handlungssicherheit, um bereits frühzeitig die Gewaltspirale zu durchbrechen.

Familiäre Gewaltdelikte

Familiäre Gewalt wird nach folgenden Kriterien differenziert: Kinder, Enkel, Eltern, Großeltern, Geschwister, Schwiegereltern, -sohn, -tochter und sonstige Angehörige.Insgesamt wurden im Jahr 2025 in der PKS 262 Opfer familiärer Gewalt erfasst, das ist ein Anstieg um 32 Taten im Vergleich zum Vorjahr.

Straftaten der häuslichen Gewalt gehören zu den Delikten mit einem großen Dunkelfeld. Aufgrund der Beziehungsstrukturen wird nur ein geringer Teil der Delikte bei den Strafverfolgungsbehörden angezeigt.

Jugendkriminalität

Die Jugendlichen (14-17 Jahre) stellen 8,31 % (Vorjahr: 9,57 %) der ermittelten Tatverdächtigen bei einem Anteil von gut 3,28 % an der Kieler Bevölkerung. Bei der Gruppe der Jugendlichen als Tatverdächtige ist somit ein Rückgang von 1,26Prozentpunkten zu verzeichnen. Die Heranwachsenden (18-20 Jahre) waren mit 7,51 % (Vorjahr: 7,63 %) bei den Tatverdächtigen und nur zu 3,37 % in der Bevölkerung vertreten. Zusammengefasst stellt die Gruppe der 14- bis 20-Jährigen 15,82 % (Vorjahr: 17,2 %) der Tatverdächtigen bei nur 6,66 % der Kieler Bevölkerung dar. Gut ist, dass die Anzahl der ermittelten Tatverdächtigen unter 21 Jahren, wie schon im Vorjahr, in 2025 weiter gesunken ist. Im Deliktsbereich der Raubdelikte bleibt die Anzahl der berichteten Fälle in Verbindung mit Tatverdächtigen unter 21 Jahren auf dem Niveau des vergangenenJahres.

Anstieg von Messerangriffen in Kiel - jedoch hohe Aufklärungsquote

Mit Besorgnis stellt die Polizei fest, dass zum Beispiel bei Raubtaten und Körperverletzungen zunehmend Messer eingesetzt wurden. In 2025 wurden in der Landeshauptstadt Kiel 207 Straftaten mit dem Phänomen Messerangriff erfasst. Dies sind 35 Fälle (20,3 %) mehr als im Jahr 2024 (172 Fälle), auch im Land Schleswig-Holstein stiegen die Fälle in diesem Phänomenbereich um 8,0 %.

In den Stadtteilen Gaarden-Ost und Mettenhof gefolgt vom Stadtteil Südfriedhof ereigneten sich die meisten Messerangriffe. Es zeigen sich große Unterschiede zwischen den Stadtteilen. Von insgesamt 211 Opfern wurden 64 leicht und 17 schwer verletzt.In einem Fall endete der Angriff tödlich. 71 Opfer blieben unverletzt oder der Grad der Verletzung wurde nicht bekannt. In 47 % der Fälle gab es zwischen Täter und Opfer keine formale Beziehung, in 7 % der Fälle ist dies ungeklärt. Von 207 berichteten Fällen eines Messerangriffs konnten 164 Fälle aufgeklärt werden, dies entspricht einer Aufklärungsquote von 79,22 %.Zum überwiegenden Teil geschahen die Taten auf öffentlichen Straßen/ Wegen/ Plätzen (99 Fälle) gefolgt von Taten in Mehrfamilienhäusern/ Wohnblöcken (44 Fälle).

Dabei konnten in 2025 insgesamt 188 Tatverdächtige ermittelt werden. In 89 % der Fälle handelt es sich um Männer und zwei Drittel der Tatverdächtigen sind 21 Jahre alt oder älter.

Diese Tendenz setzt sich im weiteren Betrachtungszeitraum fort, so dass es rechnerisch in 2024 beinahe jeden zweiten Tag zu einer Tat kam, die diesem Phänomen zugeordnet werden kann. Taten unter Einsatz eines Messers sind grundsätzlich von erheblicher Gefährlichkeit. Nicht selten ist die Schwere der Folge für die Opfer vom Zufall abhängig.

Dem Phänomen des Messerangriffes möchte man u. a. durch die am 28. März 2026 errichteten Waffenverbotszonen begegnen. Darüber hinaus führt die Polizei bereits heute verstärkte Kontrollaktivitäten im öffentlichen Nahverkehr durch. Grundlage hierfür ist die seit Ende 2024 gültige Landesverordnung über das Verbot des Führens von Waffen und Messern in Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs. Darauf basierende Kontrollen zeigen, dass immer weniger Messer mitgeführt werden, was auf eine positive Verhaltensänderung innerhalb der Bevölkerung hindeutet

Gewalt gegen Polizeibeamte und gleichstehende Personen leicht rückläufig

Die Entwicklung der Fallzahlen ist auch im Zusammenhang mit den Übergriffen aus der Silvesternacht 2022/ 2023 in den Fokus geraten. Seit Jahren befinden sich die Fallzahlen auf einem hohen Niveau, wobei sie von 217 Fällen im Jahr 2024 auf 197 Fälle in 2025 gesunken sind (-9,2 %). Im Land Schleswig-Holstein ist insgesamt ein Rückgang von 4,2 % zu verzeichnen.

Rauschgiftkriminalität - Schwerpunkt auf Handel und Besitz harter Drogen - Verdrängung des offenen Konsums aus dem öffentlichen Raum

Unter Rauschgiftkriminalität versteht man Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (Rauschgiftdelikte) und Fälle direkter Beschaffungskriminalität (dazu gehören: Diebstähle, Raub und Fälschungsdelikte zur Erlangung von Betäubungs- oder Ausweichmitteln).Bei Rauschgiftdelikten handelt es sich um so genannte Kontrollkriminalität, da hier regelmäßig keine Anzeigenerstattungen von möglichen Opfern zu erwarten sind. Insofern sind statistische Schwankungen wesentlich auf veränderten polizeilichen Verfolgungsdruck zurückzuführen. Für das Jahr 2025 sind 664 Fälle (2024: 859 Fälle) erfasst worden, dies sind 195 Delikte bzw. 22,70 % weniger als im Vorjahr.

Nach dem Konsum-Cannabisgesetz wurden in 2025 133 Fälle erfasst, dieses Gesetz erlaubt den Besitz und Anbau von Cannabis für Erwachsene unter bestimmten Vorgaben.

Durch optimierte Kontrollaktivitäten sowie die Einrichtung einer "Besonderen Aufbauorganisation (BAO)" wurden im Bereich Kokain/ Crack mehr Delikte festgestellt. Im Berichtsjahr 2025 wurden 205 Fälle (188 in 2024) erfasst. Die Fallzahlen des Handels mit diesen Substanzen im öffentlichen Raum konnten durch verbesserten Kontrolldruck verringert werden. Hier ist ein Rückgang von 11,1 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Anteilig nimmt Kokain/ Crack mit 37 % den größten Anteil im Bereich der Rauschgiftkriminalität ein.Diese Entwicklung spiegelt wesentlich die Verschiebung der polizeilichen Ermittlungsaktivitäten wider. So wurden weniger Konsumentendelikte eingeleitet, sondern mehr Ermittlungen im Bereich der serien- und bandenmäßigen Rauschgiftkriminalität geführt. Dies ergibt sich auch aus den Verfahren, die im Zusammenhang mit der erfolgreichen Entschlüsselung kryptierter Kommunikation durch internationale Sicherheitsbehörden entstanden sind. Ferner wurde besonders intensiv im Bereich des 4. Polizeireviers mit der Ermittlungsgruppe Straßendeal der Handel mit Betäubungsmitteln auf dem Ostufer in den Fokus polizeilicher Aktivitäten genommen.

Die Zahl der erfassten Drogentoten in der Landeshauptstadt ist mit vier Fällen gegenüber einem Fall im Jahr 2024 wieder angestiegen.

Mit spezialisierten Ermittlungseinheiten zur Bearbeitung von Mehrfachtätern bzw. zur Bearbeitung von Cybercrime ist die Polizeidirektion Kiel gut aufgestellt, um festgestellten oder prognostizierten Entwicklungen in unterschiedlichsten Bereichen entgegenzuwirken. Im Jahr 2024 wurde darüber hinaus ein neues Kommissariat zur Bekämpfung der Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen im Internet eingerichtet.

Fazit: Effektive Kriminalitätsbekämpfung durch gezielte Maßnahmen der Polizeidirektion Kiel

In der Gesamtschau sieht sich die Polizeidirektion Kiel z. B. durch dasKriminalitätsbekämpfungssystem (KBS) oder durch eine kontinuierliche (tägliche)Lageanalyse auf dem richtigen Weg, um sehr schnell auf sich entwickelndeKriminalitätsbrennpunkte reagieren zu können. So kann mit abgestimmten, gezieltenMaßnahmen wie Präsenzerhöhung oder Informationsveranstaltungen zur Präventionauf die wechselnden Herausforderungen der Kriminalität reagiert werden.

Nach nennenswerten Fallzahlsteigerungen im vergangenen Jahr ist die Kriminalität inKiel im Jahr 2025 auf breiter Front deutlich zurückgegangen. Eine Abnahme um2.970 Fälle auf 25.128 Fälle (-10,6 %) stellt eine erfreuliche Entwicklung dar.Die absoluten Zahlen bewegen sich nun im Bereich eines langjährigen Mittelwerts.

Trotz deutlicher Rückgänge bei den Fallzahlen konnten 2025 mehr Tatverdächtige(8.220) als 2024 (8.173) ermittelt werden. Dies spiegelt sich auch in derAufklärungsquote wider, die von 49 % auf 52,3 % gestiegen ist.

Die positive Entwicklung der Fallzahlen gilt für alle wesentlichen Deliktsbereiche. Vorallem aber die Diebstahlskriminalität ist stark gesunken. Nach wesentlichenSteigerungen im Vorjahr haben die Zahlen beim Einbruch in Keller und Bodenräumebzw. beim Diebstahl an/ aus KFZ wieder signifikant abgenommen.Dieses für 2025 gesetzte Ziel wurde somit voll erreicht und bedingt insbesondere für den Stadtteil Gaarden-Ost einen deutlichen Rückgang der Fallzahlen insgesamt. Ein leichter Anstieg beim Wohnungseinbruchdiebstahl stellt einen kleinen Wermutstropfen dar, diese Zahlen bewegen sich allerdings weiter auf einem historisch niedrigen Niveau.

Dem Gesamttrend folgend sind auch die Zahlen bei den Rohheitsdelikten gesunken.Wichtig zu verzeichnen ist dabei eine deutliche Abnahme bei den Raubdelikten.

Problematisch bleiben Fälle, bei denen ein Messer unmittelbar gegen eine Personangedroht oder eingesetzt wird. In 2025 wurden in Kiel 207 derartige Fälle (20,3 %mehr als im Vorjahr) erfasst, wobei ein Messer tatsächlich 75-mal angewandt wurde.Dieser auch aus gesamtgesellschaftlicher Sicht bedenklichen Entwicklung kann dieEinrichtung von Messerverbotszonen entgegenwirken - dies gilt es in 2026 genau zubeobachten.

Weiterhin haben auch die Vermögens- und Fälschungsdelikte abgenommen.Trotzdem versucht die Polizei Kiel dem leider zu bescheinigenden Einfallsreichtumder Betrüger mit immer neuen Präventionshinweisen zu begegnen.Anrufe von "falschen Polizeibeamten" spielen weiterhin eine große Rolle und verursachengenauso wie der "Cybertrading Fraud (CTF)" regelmäßig Schadenssummen vonmehreren Zehntausend Euro.Eine in Kiel angesiedelte Ermittlungsgruppe bearbeitet diese Delikte für Schleswig Holstein und konnte im Jahr 2025 in unterschiedlichen Staaten mehrere Täter festnehmen.

Die vollständige Kriminalstatistik 2025 der Stadt Kiel kann unter folgendem Link eingesehen werden: https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/POLIZEI/DasSindWir/PDen/Kiel/_downloads/pks/pks_pdkiel_2025.pdf

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeidirektion Kiel vom 07.04.2026 gegen 09:00 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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