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Polizeimeldung Bad Tölz-Wolfratshausen, 29.01.2026: Organisierter Callcenterbetrug - sog. Schockanruf - Festnahme eines Tatverdächtigen

Die Polizei Bayern informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Daniel Vogl

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Für Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Au, Berg am Laim, Au-Haidhausen, Westkreuz, Taufkirchen, Altstadt, Nymphenburg, Haidhausen, Solln, Unterschleißheim, Freimann und weitere Orte hat die Polizei aktuelle Meldungen herausgegeben. In diesen heißt es:

Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt: Organisierter Callcenterbetrug - sog. Schockanruf - Festnahme eines Tatverdächtigen

Am Montag, 19.01.2026, gegen 10:30 Uhr, erhielt eine über 80-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München einen Anruf eines vermeintlichen Polizeibeamten. Dieser informierte sie, dass ihre Tochter einen Unfall verursacht habe. Um die Tochter aus der Haft zu entlassen, sollte die über 80-Jährige eine Kaution in Höhe eines fünfstelligen Betrages hinterlegen. Da sie diesen Betrag jedoch nicht vorrätig hatte, wurde sie nach anderen Wertgegenständen gefragt und gab daraufhin an, dass sie Gold- und Silberstücke sowie Schmuck habe.

Im Verlauf des weiteren Telefonats wurden ein Übergabeort und eine Übergabezeit für diese Wertgegenstände vereinbart. Anschließend übergab die über 80-Jährige diese an eine männliche Person. Für die Fahrt zur Übergabeörtlichkeit und zurück wurde ihr von den Tätern ein Taxi bestellt.

Bei der Rückkehr der über 80-Jährigen in ihr Zuhause, traf sie abends ihre Tochter und erkannte daraufhin den Betrug. Sofort wurde der Polizeinotruf 110 durch die Tochter verständigt.

Die weiteren Ermittlungen des Kommissariats 61 ergaben, dass es sich bei einem der Tatverdächtigen um einen 30-jährigen Serben ohne festen Wohnsitz im Bundesgebiet handelt, der bereits am 21.01.2026 im Rahmen einer weiteren gleichgelagerten Tat durch Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd festgenommen werden konnte. Er befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen werden durch das Kommissariat 61 fortgeführt.

Au: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte

Am Mittwoch, 28.01.2026, gegen 14:50 Uhr, kam es aus bislang ungeklärten Gründen in einem Bus der Linie 62 am Orleansplatz zu einem Streit zwischen einer 38-jährigen Tschechin ohne festen Wohnsitz in Deutschland und einem 51-jährigen Bulgaren mit Wohnsitz München. Der verbale Streit mündete in eine körperliche Auseinandersetzung, wobei der 51-Jährige der 38-Jährigen mehrfach mit der flachen Hand ins Gesicht schlug.

Beide wurden von einem anwesenden Fahrgast, einem 22-jährigen Deutschen aus dem Landkreis Starnberg, getrennt. Eine unbeteiligte Zeugin informierte daraufhin den Notruf der Polizei über die 110, so dass mehrere Polizeistreifen zur Örtlichkeit geschickt wurden.

Bei der Aufnahme des Sachverhalts verhielt sich die 38-Jährige renitent gegen die Einsatzkräfte und sollte aufgrund weiterer Sachbearbeitung zur Polizeiinspektion 21 (Au) verbracht werden. Sie wurde festgenommen und musste aufgrund ihres Verhaltens gefesselt werden. Während der Überstellung zur Haftanstalt, spuckte sie in Richtung der Einsatzkräfte und traf einen Beamten dabei im Bereich der Schulter. Im Verlauf der weiteren Fahrt spuckte sie erneut in Richtung der Einsatzkräfte und traf einen Beamten im Gesicht und im Bereich der Schulter.

Sie wird nun im Laufe des Tages einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der über die weitere Haftfrage entscheiden wird.

Das Kommissariat 26 hat die Ermittlungen wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gegen die 38-Jährige übernommen. Der 51-Jährige wurde wegen Körperverletzung angezeigt.

Berg am Laim: Größerer Polizeieinsatz

Am Mittwoch, 28.01.2026, gegen 20:50 Uhr, kam es im Bereich Berg am Laim zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 56-Jährigen mit irakischer Staatsangehörigkeit, der im Bereich Dachau wohnhaft ist und einem 57-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit der im Landkreis München wohnt.

Im Rahmen dieser Auseinandersetzung nahm der 57-Jährige eine Axt aus seinem Pkw und hielt sie in der Hand. Danach legte er diese wieder zurück.

Nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte konnte der Streit vorerst wieder geschlichtet werden. Verletzt wurde hier niemand.

Die Ermittlungen laufen hier nun wegen Körperverletzung und Bedrohung, wobei die einzelnen Tatbeteiligungen noch abgeklärt werden müssen.

Das Kommissariat 26 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Au-Haidhausen: Größerer Polizeieinsatz nach Auseinandersetzung mit Messer

Am Donnerstag, 29.01.2026, gegen 00:50 Uhr, wurde der Polizeinotruf über eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen in Au-Haidhausen informiert. Bei der Auseinandersetzung sollte laut Angaben des Mitteilers auch ein Messer im Spiel sein.

Sofort entsendete Einsatzkräfte stellten im Bereich der Einsatzörtlichkeit mehrere aufgebrachte Personen fest. Nach erstem Stand der Ermittlungen waren an der direkten Auseinandersetzung drei Personen beteiligt. Dabei handelt es sich um einen 38-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in Freilassing, einen 37-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in München und einen 46-jährigen bosnisch-herzegowinischen Mann mit Wohnsitz in München.

Der 38-Jährige und der 37-Jährige wiesen jeweils leichte Schnittverletzungen auf. Sie wurden beide ambulant behandelt.

Nach Durchführung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurden alle Beteiligten wieder entlassen.

Das Kommissariat 26 übernimmt die weiteren Ermittlungen. Hierbei geht es insbesondere um die jeweiligen Tatbeteiligungen der Personen vor Ort.

Westkreuz: Einbruch in Mehrfamilienhaus

Im Zeitraum von Sonntag, 25.01.2026, 12:00 Uhr, bis Mittwoch, 28.01.2026, 14:00 Uhr, verschafften sich ein oder mehrere bislang unbekannte Täter gewaltsam Zutritt zu einem Mehrfamilienhaus.

Im Anwesen wurden die Räumlichkeiten nach Diebesgut durchsucht. Anschließend flüchteten der oder die Täter unter Mitnahme von Bargeld, Gold und Schmuck im Wert eines niedrigen vierstelligen Eurobetrages in unbekannte Richtung.

Nachdem die Wohnungsinhaberin zurückgekehrt war, bemerkte sie den Einbruch und informierte den Polizeinotruf 110. Vor Ort wurden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt.

Das Kommissariat 53 führt die weiteren Ermittlungen.

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Aubinger Straße, Sipplinger Straße und Mainaustraße (Westkreuz) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Die Münchner Kriminalpolizei bittet die Anwohner, Aufzeichnungen eventuell installierter Überwachungskameras zum Tatzeitraum zu sichten. Auch wenn lediglich die Überwachung von Privatgelände rechtlich möglich ist, ist eine Aufnahme der unbekannten Täter denkbar.

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 53, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Taufkirchen: Politisch motivierte Sachbeschädigung

Am Montag, 26.01.2026, gegen 00:45 Uhr, warfen vier bislang unbekannte Täter mit Farbe gefüllte Christbaumkugeln gegen die Außenfassade eines Firmengebäudes in Taufkirchen. Dadurch entstanden farbige Flecken an der Gebäudewand.

Ein Mitarbeiter stellte dies am selben Morgen fest und erstattete Anzeige bei einer Polizeiinspektion.

Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.

Die weiteren Ermittlungen wurden vom Kriminalfachdezernat 4 übernommen.

Altstadt: Sachbeschädigung an Wahlplakaten

Am Dienstag, 27.01.2026, gegen 03:45 Uhr, konnte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München über die Videoaufzeichnung des am Stachus stehenden Videoturms eine Sachbeschädigung an Wahlplakaten durch zwei männliche Personen feststellen. Diese traten gegen zwei Wahlplakate, welche dort im Zusammenhang mit der bevorstehenden Kommunalwahl aufgestellt waren.

Die eingesetzten Polizeibeamten konnten vor Ort die zwei Tatverdächtigen, beide 22-Jahre mit deutscher Staatsangehörigkeit, jeweils mit Wohnsitz im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen und Landkreis Starnberg, antreffen.

Sie wurden wegen der Sachbeschädigung an Wahlplakaten angezeigt.

Die weiteren Ermittlungen werden vom Kriminalfachdezernat 4 übernommen.

Nymphenburg: Sachbeschädigung durch Graffiti

Im Zeitraum von Donnerstag, 01.01.2026, bis Freitag, 23.01.2026, wurde die Außenmauer des Nymphenburger Schlossparks durch einen oder mehrere bislang unbekannte Täter in weißer Farbe beschmiert.

Die zwei links politischen Schmierschriften erstrecken sich auf eine Länge von 22 und 15 Meter, mit jeweils eine Höhe von knapp 2 Metern. Der Sachschaden beläuft sich auf über zehntausend Euro.

Die weiteren Ermittlungen wurden vom Kriminalfachdezernat 4 übernommen.

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich des Nymphenburger Schlossparks Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 4, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Haidhausen: Polizeifahrzeug kollidiert mit Straßenbahn

Am Mittwoch, 28.01.2026, gegen 21:00 Uhr, befand sich eine Polizeistreife auf Einsatzfahrt in Richtung Berg am Laim. (Siehe Pressemeldung Nr. 151) In der Gebsattelstraße wollte das Einsatzfahrzeug mit eingeschaltetem Martinshorn die Franziskanerstraße geradeaus überqueren. Die für das Einsatzfahrzeug geltende Ampel zeigte zu diesem Zeitpunkt Rotlicht.

Zum selben Zeitpunkt wollte die Straßenbahn der Linie 25 die Gebsattelstraße von der Franziskanerstraße kommend geradeaus überqueren. Trotz sofort eingeleiteter Schnellbremsung durch den Trambahnfahrer konnte ein Zusammenstoß zwischen dem Polizeifahrzeug (VW Bus) und der Straßenbahn nicht verhindert werden.

Bei dem Verkehrsunfall wurden keine Personen verletzt.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde sowohl das Polizeifahrzeug sowie die Straßenbahn beschädigt. Das Polizeifahrzeug war im Anschluss nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Gesamtsachschaden beläuft sich nach aktuellem Erkenntnisstand auf einen niedrigen fünfstelligen Betrag.

Während der Unfallaufnahme kam es zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Solln: Ermittlungserfolg nach Diebstahl und Computerbetrug

Nachdem es im November 2025 zu einem besonders schweren Diebstahl einer Geldbörse aus einem Mitarbeiterspind eines mittelständischen Unternehmens und anschließenden unberechtigten Abbuchungen gekommen war, konnte nun das zuständige Kommissariat 64 der Polizei München einen 19-Jährigen, in München wohnhaften, Deutschen als Tatverdächtigen ermitteln.

Der damals unbekannte Täter setzte die bei dem Diebstahl erbeutete EC-Karte des Geschädigten mehrfach an einem Zigarettenautomaten ein und konnte so durch aufwändige Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei überführt werden.

Gegen den 19-Jährigen wird wegen besonders schweren Diebstahls sowie Computerbetrug ermittelt.

Unterschleißheim: Organisierter Callcenterbetrug, sog. Schockanruf

Am Mittwoch, 28.01.2026, gegen 20:30 Uhr, erhielt eine über 80-jährige Deutsche einen sogenannten Schockanruf eines angeblichen Polizeibeamten.

Er gab an, dass die vermeintliche Tochter der über 80-Jährigen einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte. Sie soll sich nun in Haft befinden, könne jedoch gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 49.000 Euro wieder entlassen werden.

Die Seniorin gab an, gerade kein Bargeld in der Höhe vorrätig zu haben, allerdings könne sie Schmuck übergeben. Gegen 21:00 Uhr kam es schließlich auf einem Parkplatz gegenüber der Wohnung der über 80-Jährigen zur Übergabe von mehreren Uhren und einem kleinen Bargeldbetrag. Die Wertsachen wurden in einer weißen Plastiktüte übergeben und von einer bislang unbekannten Frau als „Beauftragte des Amtsgerichtes“ entgegengenommen. Sie entfernte sich in Richtung Margaretenanger.

Nach der Übergabe verständigte die Seniorin ihren Schwiegersohn und der Betrug fiel auf.

Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 61.

Die unbekannte Abholerin wurde wie folgt beschrieben:

Weiblich, ca. 30 Jahre alt, circa 160 cm groß, zierliche Statur, dunkle Haare; rotes Oberteil, dunkle Hose.

Zeugenaufruf

Wer konnte am Mittwoch, 28.01.2026 gegen 21:00 Uhr im Bereich der Feldstraße, Margaretenanger sowie Monikaweg (Unterschleißheim) Wahrnehmungen zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen machen? Wer kann Angaben zur bislang unbekannten Abholerin machen?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:

Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (z. B. Richter, Staatsanwalt, etc.) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied bzw. ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.

Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.

Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.

Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:

  • Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen.

  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.

  • Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten.

  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen

  • Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.

Taufkirchen: Organisierter Callcenterbetrug - sog. Schockanruf durch falschen Arzt

Am Mittwoch, 28.01.2026, gegen 15:30 Uhr, erhielt eine über 80-jährige Deutsche einen sogenannten Schockanruf eines angeblichen Arztes eines Uniklinikums.

Der Arzt gab an, dass der Sohn der Seniorin schwer erkrankt sei und dringend eine kostenaufwendige Behandlung benötige. In einem eineinhalbstündigen Telefonat wurde die Frau dazu gebracht, an ihrer Wohnungstür Schmuck im Wert eines mittleren fünfstelligen Betrages an eine ihr unbekannte Frau zu übergeben.

Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 61.

Die unbekannte Abholerin wurde wie folgt beschrieben:

Weiblich, ca. 40 Jahre, Statur: stämmig; silberne Jacke, dunkle Hose, mit Sonnenbrille und Mütze

Zeugenaufruf

Wer konnte am Mittwoch, 28.01.2026 gegen 17:00 Uhr, im Bereich der Rosenstraße, des Hohenbrunner Wegs sowie des Nelkenwegs (Taufkirchen) Wahrnehmungen zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen machen? Wer kann Angaben zur bislang unbekannten Abholerin machen?

Hinweis der Münchner Polizei:

Die Vorgehensweise der Täterinnen und Täter ist immer ähnlich. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte, Amtsträger (z. B. Staatsanwalt) oder wie zuletzt auch als Ärzte aus und versuchen ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, die vorhandenen Vermögenswerte zu übergeben. Die Strategien der Täter an Vermögenswerte zu gelangen, sind mindestens genauso vielfältig wie deren erfundene Geschichten. Ein gesundes Misstrauen ist deshalb die beste Prävention.

Ob falsche Ärzte, falsche Polizeibeamte, falsche Staatsanwälte…

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, legen Sie einfach auf!

  • Grundsätzlich verlangen Krankenhäuser oder Polizei/Staatsanwaltschaften/Gerichte niemals Barzahlungen oder schicken Boten zur Geldabholung.

  • Geben Sie keine vertraulichen Informationen heraus und versuchen Sie die angeblich erkrankte Person direkt zu kontaktieren.

  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände!

Freimann: Trickdiebstahl durch falschen Handwerker

Am Mittwoch, 28.01.2026, klopfte gegen 17:25 Uhr ein bislang unbekannter Mann an die Zimmertür einer über 90-jährigen deutschen Bewohnerin eines Seniorenheims.

Er gab vor, im Auftrag eines Energiedienstleisters den Strom ablesen und zudem einen technischen Defekt am Kühlschrank reparieren zu müssen. Bei der Überprüfung der Wohnung war der Mann kurzeitig unbeaufsichtigt und entnahm dabei aus einer Schublade im Wohnzimmer ein Schmuckkästchen mit Schmuck sowie die Geldbörse der Geschädigten.

Der Mann erbeutete so Wertsachen im Wert eines niedrigen fünfstelligen Eurobetrages.

Obwohl sofort nach Bekanntwerden des Diebstahls polizeiliche Fahndungsmaßnahmen durchgeführt wurden, konnte der Täter nicht mehr festgestellt werden.

Das Kommissariat 55 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Täter kann wie folgt beschrieben werden:

Männlich, ca. 30 Jahre, schwarze Haare, Dreitagebart; weißes Hemd, graue Hose, graue Jacke.

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Bauernfeindstraße, Burmesterstraße und Kieferngartenstraße (Freimann) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:

Die Kriminalpolizei warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, angebliche Heizungsmonteure, Stromableser, Sanitärinstallateure oder ähnliche Personen in die Wohnung einzulassen, wenn nicht bekannt ist, dass eine entsprechende Verbraucherablesung für das Wohnanwesen anberaumt ist. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen, wie z. B. behaupteten Wasserrohrbrüchen, sollten Sie zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken überprüfen lassen, ob entsprechende Behauptungen der Wahrheit entsprechen.

Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! Ein berechtigter Handwerker wird für Ihre Nachfragen stets Verständnis haben.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums München. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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