Gesundheit

So krank ist Hamburg: Von Corona bis RSV - Welche Atemwegserkrankungen aktuell grassieren

Wie krank ist Hamburg? So steht es um die aktuelle Infektionslage bei Corona, RSV und Grippe. (Symbolbild)  Bild: Adobe Stock / schoppino

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Nicht nur in der kalten Jahreszeit machen Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen den Menschen in Hamburg zu schaffen. Doch nicht jede Atemwegserkrankung ist gleich: Ärztinnen und Ärzte unterscheiden zwischen akuten Atemwegserkrankungen, grippeähnlichen Erkrankungen, der "echten" Grippe (Influenza) und Erkältungen sowie zwischen weiteren Infektionen wie dem Respiratorischen Synzytialvirus (RSV) und dem Coronavirus (SARS-CoV-2). Wie diese Erkrankungen aktuell in Hamburg verbreitet sind, zeigen die neuesten regionalen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI).

Corona in Hamburg: 7-Tage-Inzidenz von 0,3

Corona (auch: COVID-19) bleibt auch nach der Pandemie eine verbreitete Atemwegserkrankung. Es verursacht Symptome wie Fieber, Husten und Atemnot und wird durch das SARS-CoV-2-Virus ausgelöst. In Hamburg gab es in der vergangenen Woche 5 neue Corona-Fälle. Mit 0,6 ist die höchste Corona-7-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe der 15-34-Jährigen festzustellen. Über alle Altersklassen hinweg liegt die Corona-7-Tage-Inzidenz in Hamburg aktuell bei 0,3 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 17.08.2026). Seit Beginn der Pandemie wurden 828.109 laborbestätigte Corona-Fälle in Hamburg gemeldet.

Altersgruppe7-Tage-Inzidenzneue Fälle letzte 7 TageCorona-Fälle gesamt in HH
00-040024.879
05-1400100.462
15-340,63275.532
35-590,21309.591
60-790,3183.483
80+0033.693
00+0,35828.109

Grippe in Hamburg: 1 neuer Influenza-Fall

Die "echte" Grippe (Influenza) wird durch das Influenzavirus verursacht und ist oft mit plötzlichem Krankheitsbeginn, hohem Fieber und Gliederschmerzen verbunden. In der KW 32 wurde in Hamburg 1 neuer Grippe-Fall registriert. Das entspricht einer Grippe-Inzidenz von 0,05.

Altersgruppeneue Grippe-Fälle letzte KWInfluenza-Inzidenz in HH
15-5910,09
00+10,05

Akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen im Norden (West) Deutschlands

Neben der Verbreitung der "echten" Grippe (Influenza) wird auch die Entwicklung der regionalen Fallzahlen für akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen genau beobachtet. Akute Atemwegserkrankungen (kurz: ARE, für akute respiratorische Erkrankung) umfassen laut der Definition des Robert-Koch-Instituts alle neu aufgetretenen Atemwegserkrankungen, die mit Halsschmerzen, Husten oder Fieber einhergehen Eine grippeähnliche Erkrankung (kurz: ILI, für engl. influenza-like illness) ist eine spezifische Form der ARE, bei der - zusätzlich zu Husten oder Halsschmerzen - in jedem Fall Fieber auftritt.

In der folgenden Übersicht werden die ARE- und ILI-Zahlen der 32. Kalenderwoche für die deutsche Großregion Norden (West) dargestellt und mit der durchschnittlichen Inzidenz Deutschlands verglichen.

KW 32/2026Region Norden (West)Deutschland gesamt
Atemwegserkrankungen je 100.000 Einw.2.400 (Vorwoche: 2.400)2.400
Grippeähnliche Erkrankungen je 100.000 Einw.800 (Vorwoche: 500)400

Die geschätzte wöchentliche Inzidenz akuter Atemwegserkrankungen der Großregion Norden (West), zu der auch Hamburg gehört, beträgt in der 32. Kalenderwoche 2.400 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie ist im Vergleich zur Vorwoche gleich geblieben und entspricht dem bundesweiten Durchschnitt von 2.400. Für grippeähnliche Erkrankungen wird aktuell eine Inzidenz von 800 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner geschätzt. Dieser Wert ist im Vergleich zur Vorwoche gestiegen (Vorwoche: 500). Die Werte für die grippeähnlichen Erkrankungen in der Region Norden (West) liegen höher als der gesamtdeutsche Durchschnittswert von 400.

Die geschätzten Inzidenzen für die Bevölkerung in Deutschland basieren auf den Angaben von Personen, die freiwillig bei dem RKI-Online-Portal GrippeWeb registriert sind und regelmäßig Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben. In der Kalenderwoche 32/2026 haben insgesamt 1.575 Teilnehmende aus der Region Norden (West) ihre Daten gemeldet. Die bundesweiten Zahlen basieren auf Meldungen von 8.395 Personen. Es handelt sich hierbei um Selbstauskünfte und nicht um laborbestätigte Befunde.

RSV in Hamburg: Inzidenz gestiegen für Respiratorisches Synzytial-Virus

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein weltweit verbreiteter Erreger von Atemwegserkrankungen, der in jedem Lebensalter auftreten kann. Besonders gefährdet für schwere Verläufe sind kleine Kinder, insbesondere Frühgeborene, sowie ältere Erwachsene. In der 32. Kalenderwoche gab es 1 neuen RSV-Fall in Hamburg - 1 mehr als in der Vorwoche. Die RSV-Inzidenz liegt hier aktuell bei 0,05 laborbestätigten RSV-Fällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Die höchste RSV-Inzidenz des laufenden Jahres wurde in Hamburg in der Kalenderwoche 07/2026 erreicht, als innerhalb einer Woche 143 neue RSV-Fälle registriert wurden. Dies entspricht einer RSV-Inzidenz von 7,56 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Kalenderwocheneue RSV-FälleRSV-Inzidenz in HH
32/202610,05
31/202600
30/202610,05
29/202600
28/202610,05

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) erstellt und wird täglich datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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/roj/news.de

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