Protest gegen Verkehrsflut: Brenner-Sperre: Einsatzkräfte rüsten sich für Mega-Stau
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Erstellt von Sarah Knauth
29.05.2026 13.58
Alarmstufe 1 heißt es vor der Sperrung der Brennerautobahn beim Bayerischen Rote Kreuz (BRK). Die BRK-Kreisverbände Rosenheim, Traunstein und Miesbach bereiten sich damit auf verschiedene Szenarien bei massiven Verkehrsproblemen vor.
Im Mittelpunkt steht nicht allein die Notfallrettung. Auch Dienste ohne Blaulicht – etwa Hausnotruf, Essen auf Rädern und ambulante Pflege – könnten betroffen sein, wenn sich der Verkehr staut.
Schon am Freitagmittag bildete sich Richtung Süden ein Stau von rund 13 Kilometern Länge auf der Autobahn A 93 vom Inntaldreieck vor dem Grenzübergang Kiefersfelden mit rund einer Stunde Zeitverlust, teilte ein ADAC-Sprecher mit.
Wasser auf Rädern
Sollte es am Samstag während der Brenner-Sperre zu den befürchteten Mega-Staus kommen, könnte auch die Versorgung von Autoreisenden mit Wasser und weiteren Hilfen nötig werden. Dafür seien unter anderem BRK-Motorräder vorgesehen, da sie auch bei schwieriger Verkehrslage durchkommen können. Die Lage werde fortlaufend beobachtet und bewertet. Etwaige Maßnahmen würden dann in Abstimmung mit den zuständigen Katastrophenschutzbehörden ergriffen, hieß es beim BRK.
Die Alarmstufe 1 ist die niedrigste von drei Stufen. Sie umfasst unter anderem die Überprüfung von Alarmwegen, Material und Erreichbarkeiten einzelner Einheiten.
Stauberater helfen - auch mit Spielzeug
Auch Polizei und ADAC haben sich in Stellung gebracht: Um die Lage am Reisetag bestmöglich zu beobachten und aktuell einzuordnen, ist der ADAC Südbayern mit einem Team seiner Stauberater im Einsatz. Dazu zählen drei Stauberater auf Motorrädern, ein Wagen als koordinierende Einheit und ein Staubeobachtungsflugzeug. Allerdings seien Tipps für Ausweichrouten wie sonst oft bei Staus dieses Mal wahrscheinlich nicht möglich. Wegen der Abfahrverbote bei Stau müssten Reisende in der Blechlawine ausharren, hieß beim ADAC-Südbayern. Die Stauberater hätten auch Wasser bei sich - und Spielsachen für Kinder.
Die Polizei im Süden Bayerns hat ihr Personal aufgestockt. "Wir sind mit der größtmöglichen Stärke im Dienst", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. "Unser Hauptziel ist, dass der Verkehr fließt und die Rettungsgasse freigehalten wird" - damit im Ernstfall schnell Hilfe an den Ereignisort kommen könne. Es sei der größte Verkehrseinsatz seit Bestehen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.
Grund für die Brenner-Sperre ist eine Demonstration. Die 15.000 Bewohner des Wipptales protestieren damit gegen Lärm, Feinstaub und andere Beeinträchtigungen durch den immer weiter wachsenden Verkehr.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++ kns/roj/news.de