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Marius Borg Høiby: Haftentlassung wegen schwer erkrankter Mutter Mette-Marit abgelehnt

Marius Borg Høiby kämpft vor Gericht um Freiheit: Emotionale Worte über Mutter Mette-Marit Bild: picture alliance/dpa/NTB SCANPIX/EPA | Vegard Wivestad Grott

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  • Marius Borg Høiby schildert die belastende Situation seiner Familie
  • Emotionale Aussagen über Mette-Marits Gesundheitszustand
  • Gericht ordnet Haftentlassung für Marius Borg Høiby an, Staatsanwaltschaft legt Berufung ein

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Im laufenden Strafverfahren gegen Marius Borg Høiby hat die schwere Erkrankung seiner Mutter für einen bewegenden Moment vor Gericht gesorgt. Der 29-Jährige sprach offen über die gesundheitliche Situation von Kronprinzessin Mette-Marit und konnte seine Emotionen dabei kaum zurückhalten.

Marius Borg Høiby: Sorge um Mette-Marit prägt Gerichtsanhörung

Eigentlich ging es bei der Anhörung um die Frage, ob Marius Borg Høiby bis zur Urteilsverkündung aus der Untersuchungshaft entlassen werden kann. Doch schnell rückte die Erkrankung seiner Mutter in den Mittelpunkt.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass sich der Gesundheitszustand von Kronprinzessin Mette-Marit deutlich verschlechtert hat. Die 52-Jährige steht inzwischen auf der Warteliste für eine Lungentransplantation. Vor Gericht machte Høiby deutlich, wie sehr ihn diese Situation belastet. "Ich möchte raus, um für meine Mutter da zu sein, die schwer, schwer krank ist", erklärte er laut norwegischen Medienberichten.

Bewegende Aussagen von Marius Borg Høiby über die Angst vor dem Verlust seiner Mutter

Besonders emotional wurde es "Bunte" zufolge, als Marius über die Besuche bei seiner Mutter sprach. Nach seinen Angaben sei jeder gemeinsame Moment von der Sorge überschattet, dass es möglicherweise der letzte sein könnte. "Es ist schwer, daran zu denken, dass es jeden Sonntag das letzte Mal sein könnte, dass ich sie sehe", sagte der 29-Jährige während der Verhandlung. Auch die Ungewissheit rund um eine mögliche Lungentransplantation bereite ihm große Sorgen. Er wisse nicht, wann ein passendes Organ gefunden werde und welche Risiken der Eingriff mit sich bringe.

Treffen mit seiner Mutter hinterlässt Eindruck bei Marius Borg Høiby

Vor der Anhörung durfte Høiby seine Mutter im familiären Umfeld treffen. Nach eigenen Angaben habe ihn das Wiedersehen tief bewegt. "Meine Mutter zu Hause zu sehen, war eine ganz andere Erfahrung. Es war unglaublich schön, sie zu sehen", schilderte er unter Tränen. Zugleich berichtete er von den sichtbaren Folgen der Erkrankung. Bei den letzten Treffen habe Mette-Marit kaum Kraft gehabt und sich häufig ausruhen müssen.

Gericht entscheidet zugunsten von Marius Borg Høiby - Staatsanwaltschaft legt Berufung ein

Am Ende der Verhandlung kam das Gericht zunächst zu dem Schluss, dass Marius Borg Høiby vorläufig aus der Untersuchungshaft entlassen werden soll. Nach Einschätzung der Richter sei das Risiko weiterer Straftaten derzeit gering. Außerdem wurde berücksichtigt, dass die familiäre Ausnahmesituation sowohl für den Angeklagten als auch für seine Mutter eine erhebliche Belastung darstellt. Trotz der Entscheidung kann Høiby das Gefängnis vorerst nicht verlassen. Die Staatsanwaltschaft legte umgehend Berufung gegen den Beschluss ein. Bis über diese entschieden wird, bleibt der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit weiterhin in Haft.

Antrag auf Haftentlassung abgewiesen: Marius Borg Høiby darf nicht zu schwer kranker Mutter

Am 10. Juni fällte das angerufene Berufungsgericht schließlich die finale Entscheidung: Marius Borg Høiby kommt laut norwegischen Medienberichten nicht aus der U-Haft frei. Ein Berufungsgericht sei zu dem Schluss gekommen, dass "weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit bestehe, dass Høiby im Falle seiner Freilassung neue Straftaten begehen werde", berichtete der norwegische Rundfunk.

Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hatte die Freilassung beantragt, um bei seiner lebensbedrohlich kranken Mutter sein zu können. Ein Gericht in Oslo hatte seinem Antrag am 9. Juni stattgegeben. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen aber umgehend Berufung eingelegt - mit aufschiebender Wirkung. Nach der Entscheidung des Berufungsgerichts könnte Høiby nun noch vor den Obersten Gerichtshof ziehen. "Wir sind sehr, sehr enttäuscht und verstehen den Beschluss nicht", sagte Høibys Verteidigerin Ellen Holager Andenæs laut dem Sender NRK.

Überraschende Unterstützung aus dem Umfeld von Marius Borg Høiby

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten Berichte über die sogenannte Frogner-Frau, die im Zusammenhang mit dem Verfahren eine wichtige Rolle spielt. Laut "Bunte" soll sie sich dafür ausgesprochen haben, dass Høiby unter strengen Auflagen zu seiner Familie zurückkehren darf. Als Grund habe sie die schwierige gesundheitliche Situation von Mette-Marit genannt. Ihre Anwältin stellte jedoch klar, dass das bestehende Kontaktverbot weiterhin Bestand habe. Gleichzeitig betonte sie, ihre Mandantin habe nichts dagegen, wenn Høiby in dieser besonderen Lage Zeit mit seiner Familie verbringen könne.

Urteil von Marius Borg Høiby rückt näher

Das Strafverfahren gegen Marius Borg Høiby befindet sich inzwischen in der entscheidenden Phase. Das Urteil wird in Kürze erwartet. Während juristisch noch nicht alles entschieden ist, steht für den 29-Jährigen derzeit vor allem die Sorge um seine Mutter im Vordergrund. Die schwere Erkrankung der Kronprinzessin hat dem Verfahren in den vergangenen Tagen eine zusätzliche emotionale Dimension verliehen.

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/sfx/news.de/dpa

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