Mette-Marit von Norwegen über Jeffrey Epstein: "Wünschte, ich hätte ihn niemals getroffen" - Kronprinzessin packt unter Tränen aus
Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, hier mit ihrem Mann Haakon, steht wegen ihrer Freundschaft mit Jeffrey Epstein in der Schusslinie. Bild: picture alliance/dpa/NTB | Javad Parsa
Erstellt von Claudia Löwe
20.03.2026 10.29
- Kronprinzessin Mette-Marit packt über Jeffrey Epstein aus
- Tränen im TV-Interview: Norwegens künftige Königin spricht von Manipulation
- Schwer kranke Mette-Marit wegen Freundschaft mit Sexualverbrecher in der Klemme
Der US-amerikanische Finanzier und Multimillionär Jeffrey Epstein mag 2019 unter bislang nicht restlos aufgeklärten Umständen im Gefängnis gestorben sein, doch bis heute sorgen immer neue Enthüllungen zu den Machenschaften des verurteilten Sexualverbrechers für Wirbel - der Multimillionär Epstein betrieb über viele Jahre einen Missbrauchsring mit einer großen Zahl an Opfern. Wann immer neue Einzelheiten aus den Epstein-Akten ans Tageslicht gelangen, werden überraschende Verbindungen Epsteins in höchste Kreise offenbar - zuletzt erfuhr die Weltöffentlichkeit auf diesem Weg, dass der Pädo-Kriminelle auch zu Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit freundschaftliche Kontakte pflegte.
Norwegische Kronprinzessin hat Kummer wegen schwerer Krankheit und kriminellem Sohn - und dem Epstein-Skandal
Für die Ehefrau des norwegischen Thronfolgers Haakon kommen die Enthüllungen zur denkbar ungünstigsten Zeit: Die 52-Jährige hat schwere gesundheitliche Probleme, ihre vor Jahren diagnostizierte Krankheit Lungenfibrose zwingt Mette-Marit, sich mit der dringenden Notwendigkeit einer Lungentransplantation auseinanderzusetzen. Darüber hinaus sorgt der Gerichtsprozess gegen ihren ältesten Sohn Marius Borg Høiby weit über die Grenzen Norwegens hinaus für Aufsehen - dem 29-Jährigen wurde unter anderem wegen Vergewaltigungsvorwürfen bis zum 19. März in Oslo der Prozess gemacht, bis das Urteil gegen den Stiefsohn von Kronprinz Haakon gesprochen wird, könnte es doch noch bis Juni 2026 dauern.
Kronprinzessin Mette-Marit packt über Freundschaft mit Jeffrey Epstein aus
Fakt ist: Mette-Marit steht mit dem Rücken zur Wand. Nun hat sich die Schwiegertochter von König Harald V. entschieden, in die Offensive zu gehen. In einem TV-Interview mit dem norwegischen Sender NRK packte Kronprinzessin Mette-Marit über ihre verhängnisvolle Freundschaft mit Jeffrey Epstein aus und wurde vor laufender Kamera emotional. Mit zitternder Stimme und den Tränen nahe hat sich Norwegens Kronprinzessin erstmals ausführlich im Fernsehen zu ihrer Verbindung mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geäußert. "Ich wünschte, ich hätte ihn niemals getroffen", erklärte die 52-Jährige und beteuerte, von den Verbrechen des US-Amerikaners keine Kenntnis gehabt zu haben. "Ich wusste nicht, dass er ein Sexualverbrecher war", sagte sie in dem emotionalen Interview. Epstein habe ausgenutzt, dass sie leichtgläubig sei: "Ich sehe gerne das Beste in den Menschen." Auf eine Nachfrage des NRK-Reporters, wie sie ihre Beziehung zu Epstein beschreiben würde, betonte Mette-Marit: "Wir hatten ein freundschaftliches Verhältnis."Bisher hatte sich die Kronprinzessin lediglich in schriftlicher Form zu der belastenden Freundschaft geäußert.
Verhängnisvolle Freundschaft mit Jeffrey Epstein: Wie lernte Mette-Marit den Sexualstraftäter kennen?
Mette-Marit und Jeffrey Epstein hatten sich 2011 durch gemeinsame Bekannte kennengelernt. Wegen ihrer Arbeit mit einem internationalen Hilfsprojekt reiste die Kronprinzessin damals viel in die USA. In ihren E-Mails soll die Kronprinzessin Epstein Dinge wie "Du bringst mich immer zum Lächeln" und "Ich vermisse dich" geschrieben haben. Der flirtende Ton hatte in Norwegen große Kritik und Gerüchte darüber ausgelöst, ob die beiden mehr verbunden haben könnte als reine Freundschaft.
In einer anderen Mail soll Mette-Marit Epstein Liebestipps gegeben haben. Als der Sexualstraftäter ihr schrieb, dass er in Paris auf "Frauenjagd" sei, soll sie geantwortet haben: "Paris ist gut für Ehebruch. Skandinavierinnen sind die besseren Ehefrauen." Der Dialog sei ihr peinlich, sagte die Kronprinzessin NRK: "Das ist ein Geplänkel unter Freunden. Da ist nichts Besonderes dran. Es ist ein kameradschaftlicher Ton, und etwas unbedacht."
Norwegens künftige Königin hundertfach in den Epstein-Akten erwähnt
Das Ausmaß der Verbindung zwischen Mette-Marit und dem verstorbenen Finanzier ist beträchtlich. In den veröffentlichten Dokumenten zum Fall Epstein erscheint der Name der norwegischen Kronprinzessin hundertfach. Kronprinzessin Mette-Marit und Jeffrey Epstein sollen über einen längeren Zeitraum in Kontakt gestanden und dabei auch sehr persönliche Themen besprochen haben – darunter vertrauliche E-Mails und sogar Ratschläge in Liebesangelegenheiten. Ein pikantes Detail lässt aufmerken: Der Austausch setzte sich offenbar auch fort, nachdem Epstein bereits seine erste Verurteilung wegen Prostitution einer Minderjährigen erhalten hatte. Mette-Marit erklärte gegenüber NRK, sie habe sich von ihm "manipulieren und täuschen" lassen.
Mette-Marit mit Epstein befreundet: Diese pikanten Nachrichten werfen Fragen auf
Massiv Aufsehen erregt hatte eine E-Mail, in der Mette-Marit im Oktober 2011 an Epstein geschrieben haben soll: "Habe dich nach der letzten Mail gegoogelt. Du hast recht, das sieht nicht gut aus :)." Sie erinnere sich nicht mehr daran, worum es dabei gegangen sei, sagte die Kronprinzessin heute. "Ich wünschte, ich hätte den Rest dieser E-Mail-Korrespondenz noch", sagte Mette-Marit. "Ich weiß nicht, was ich gefunden habe", erklärte sie. "Aber hätte ich etwas gefunden, das mir klargemacht hätte, dass er ein Sexualstraftäter ist, hätte ich natürlich keinen Smiley geschickt." Ihre Rolle als Kronprinzessin habe sie damals als ziemlich anspruchsvoll empfunden. "Ich habe Epstein als jemanden erlebt, auf den ich mich in einer schwierigen Phase meines Lebens irgendwie verlassen konnte", sagte sie. "Da habe ich mich sehr getäuscht."
Mit der Zeit sei ihr klar geworden, dass er kein guter Mensch sei - unter anderem während eines Aufenthalts in Epsteins Haus in Palm Beach in Florida 2013 mit einer Bekannten. Sie habe nichts für den Urlaub bezahlt, sagte die Kronprinzessin. Außerdem habe sie Epsteins Chauffeur genutzt, und er habe für einen Friseurbesuch bezahlt. "Das ist das, was mich am meisten beschäftigt hat, seit die schweren Missbrauchsfälle 2019 bekannt wurden: die Tatsache, dass ich dort war, und nicht zuletzt meine Schuldgefühle gegenüber den Opfern", sagte die Kronprinzessin den Tränen nahe im Interview. Sie habe nie etwas Illegales gesehen: "Alle, die ich mit Epstein zusammen getroffen habe, waren Erwachsene." Er habe sich aber auf eine Art verhalten, die ihr nicht gefallen habe. Es habe damals besonders einen Moment gegeben, in dem sie sich unwohl gefühlt hatte. Daraufhin habe sie ihren Mann angerufen.
Mette-Marit von Reue geplant - Kronprinz Haakon wusste von Epstein-Freundschaft
"Danach habe ich noch mehr Gerüchte gehört, dass er kein guter Mensch sei", sagte die Kronprinzessin. "Deshalb wollte ich den Kontakt abbrechen." Heute bereue sie es, dass sie nach dem Kontaktabbruch im Sommer 2014 nicht mehr Menschen vor Epstein gewarnt habe, sagte die Kronprinzessin. "Ich wusste immer noch nichts von all den Übergriffen. Aber mir war klar, dass er ein übler Kerl war, mit dem man nichts zu tun haben sollte", so Mette-Marit. "Und ich hatte aus nächster Nähe miterlebt, wie er andere erpresste."
Ihr Mann habe über ihren Kontakt zu Epstein Bescheid gewusst. Kronprinz Haakon sei der Mensch auf der Welt, den sie am meisten respektiere. "Das war kein Geheimnis zwischen uns", sagte der Kronprinz im Interview. Dass er seiner Frau in dieser Zeit zur Seite stehen müsse, stehe für ihn außer Frage. "Wenn man heiratet, dann tut man das schließlich in guten wie in schlechten Tagen", sagte er. Auch ihre Schwiegereltern, König Harald und Königin Sonja, hätten sie sehr unterstützt, sagte Mette-Marit. Sie hoffe nicht, dass ihr Verhalten das Vertrauen in die Monarchie auf Sicht schwäche. Seit die neuen Epstein-Akten im Januar 2026 veröffentlicht worden waren und ihr Name dort Hunderte Male aufgetaucht war, war die Zustimmung zur Monarchie laut NRK in Umfragen geschrumpft.
Mette-Marit von Epstein "manipuliert und getäuscht": Wieso packt die Kronprinzessin erst jetzt aus?
Allerdings steht eine gewichtige Frage im Raum: Warum äußerte sich die Kronprinzessin erst jetzt so ausführlich? Der norwegische Königshof hatte das lange Schweigen mit ihrem Gesundheitszustand begründet. Mette-Marit leidet an einer chronischen Erkrankung der Lunge, die sich nach eigenen Angaben zuletzt noch verschlechtert hat. "Mein Gesundheitszustand ist so, dass ich sehr viel Ruhe brauche", erklärte sie dem Sender NRK. Hinzu kam eine enorme familiäre Belastung: Ihr ältester Sohn Marius Borg Høiby stand wegen Vergewaltigung vor Gericht. Dieser Prozess gegen den 29-Jährigen ging erst am Donnerstag zu Ende. "Ich bin die Mutter eines jungen Mannes, der sich in einer sehr schwierigen Situation befunden hat", sagte die Kronprinzessin.
Mette-Marit als Zielscheibe von Kritik aus der norwegischen Bevölkerung
Die Enthüllungen über die enge Verbindung zu Epstein hatten in Norwegen für erheblichen Unmut gesorgt. Viele Landsleute nahmen es Mette-Marit übel, dass sie sich nicht wesentlich früher öffentlich und umfassend zu dem Kontakt mit dem Sexualstraftäter erklärt hatte. Die Tatsache, dass ihr Name in den Epstein-Dokumenten so häufig auftauchte, hatte massive Kritik an der Kronprinzessin ausgelöst.
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