Meghan Markle: Königssohn lässt seine Frau allein - Herzogin ohne Prinz Harry stärker
Meghan Markles Solo-Auftritt auf dem roten Teppich sieht ein PR-Experte als Geneistreich. Bild: picture alliance/dpa/Invision | Evan Agostini
Erstellt von Sabrina Böhme
17.02.2026 19.17
- Meghan Markle ohne Prinz Harry auf dem roten Teppich.
- Epstein-Skandal: Hinter dem Solo-Auftritt sieht ein PR-Experte einen cleveren Schachzug.
- Herzogin Meghan alleine besser dran, um ihr Image zu schützen.
Während sich die britische Königsfamilie mit den Folgen des Epstein-Skandal auseinandersetzen muss, setzte Meghan Markle vergangene Woche in Los Angeles ein deutliches Zeichen. Bei der Fifteen Percent Pledge Gala erschien die 44-Jährige in einem eleganten trägerlosen Kleid und funkelnden Vintage-Ohrringen – und zwar ohne ihren Ehemann Prinz Harry. Die Abwesenheit des Herzogs von Sussex war dabei kein Zufall. Gemeinsame Auftritte des Paares sind in den vergangenen Monaten zur Seltenheit geworden. PR-Experten sehen darin eine bewusste Strategie: Je tiefer die royale Familie in den Strudel um Prinz Andrews Freundschaft zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gerät, desto wichtiger wird für Meghan die Distanz zum Königshaus.
Nach Solo-Auftritt: Meghan Markle ohne Prinz Harry "besser aufgestellt"
PR-Experte und Talentagent Dermot McNamara bezeichnet Harrys Zurückhaltung während Meghans Gala-Auftritt als Meisterleistung in Sachen Markenführung und Selbstschutz. "Meghan galt einst als glamouröser Hollywood-Star, und daran hat sie bei der Gala erinnert", zitiert ihn der "Mirror". Obwohl Paare normalerweise gemeinsam stärker wirken, sei die Herzogin derzeit allein besser aufgestellt. "Die Giftigkeit rund um den Epstein-Skandal kann gar nicht überschätzt werden", so McNamara. "Das steht allem entgegen, was sie aufzubauen versucht."
Im Zentrum von Meghans Bemühungen steht ihre Marke "As Ever", unter der sie von Marmeladen über Podcasts bis hin zu Kosmetikprodukten alles vertreiben will. Da das Paar keine finanziellen Vorteile mehr aus der royalen Zugehörigkeit zieht, können sie sich laut McNamara keine Fehler bei der Selbstvermarktung leisten.
Epstein-Skandal trifft Royals
Der Wirbel um den früheren Prinzen Andrew wirft derzeit einen langen Schatten auf die gesamte königliche Familie. Am 30. Januar wurden neue Epstein-Dokumente veröffentlicht, in denen der Name von Andrew Mountbatten-Windsor vorkommt. Epstein hatte über Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende Mädchen und junge Frauen zum Opfer fielen. 2019 starb er in Haft. Andrew wies die Vorwürfe, in die Machenschaften verwickelt und sich selbst des sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht zu haben, immer zurück. Die britische Königsfamilie hat reagiert. Prinz William und Prinzessin Kate haben sich erstmals geäußert. König Charles will die Ermittlungen unterstützen.
Schaden abwenden: Epstein-Enthüllungen könnten Meghan Markle und Prinz Harry treffen
Royal-Experte Duncan Larcombe sieht in Meghans Solo-Auftritten eine entscheidende Maßnahme zur Schadensbegrenzung. Paradoxerweise könnte der Skandal Harry und Meghan härter treffen als William und Kate. "Ihre Marke basiert auf der royalen Verbindung", erklärt Larcombe. "Aber im Moment will niemand seine Marke mit der königlichen Familie in Verbindung bringen." Meghan werde alles tun, um sich von den Geschehnissen fernzuhalten – und das bedeute, nicht als royales Paar aufzutreten. "Wenn die königliche Familie eine schwere Zeit durchmacht, bedeutet das auch eine schwere Zeit für die Sussex-Familie", so der ehemalige Royal-Redakteur. "Ein fauler Apfel kann die ganze Ernte verderben, wie man so sagt."
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