Donald Trump: Stimmung im Weißen Haus kippt - Iran-Kurs des Präsidenten sorgt für Frust
Donald Trumps neueste Drohungen gegenüber dem Iran gefallen einigen Regierungsbeamten offenbar gar nicht. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
Erstellt von Martin Gottschling
03.09.2026 06.55
- Im Weißen Haus soll die Unzufriedenheit über Donald Trumps Konfrontationskurs mit dem Iran wachsen
- Regierungsbeamte würden laut CNN-Korrespondentin Kristen Holmes lieber auf ökonomischen als auf militärischen Druck setzen
- Innerhalb der ganzen Republikanischen Partei rege sich Unmut
Nach einem halben Jahr ist der Iran-Krieg immer noch nicht beendet - und selbst einige MAGA-Anhänger wenden sich nun öffentlich gegen Donald Trump. Dennoch drohte der US-Präsident Teheran zuletzt mit weiterer Eskalation. Nur wenige Wochen vor den Zwischenwahlen herrscht laut einer Insiderin darüber Frust im Weißen Haus.
Widerstand gegen Donald Trump im Weißen Haus? Regierungsbeamte sollen gegen Iran-Kurs des Präsidenten sein
Wie Kristen Holmes, leitende Korrespondentin im Weißen Haus für CNN, in der Sendung "Erin Burnett OutFront" berichtete, regt sich innerhalb der Trump-Administration massiver Widerstand gegen den Konfrontationskurs mit dem Iran. Regierungsbeamte hätten "fast keinen Appetit, diese Eskalation fortzusetzen", so die Journalistin.
Unmut wächst durch Trumps Drohungen gegen Teheran
Die Unruhe wächst nach den jüngsten US-Luftschlägen gegen den Iran und Trumps Drohung, das Land werde "viel härter" getroffen, sollte es zurückschlagen. Laut Holmes fühlen sich die Beamten auf allen Ebenen überlastet. Eigentlich hätten die Verantwortlichen in der Administration einen ganz anderen Plan verfolgt: weg von militärischen Aktionen, hin zu maximalem ökonomischen Druck auf Teheran. Doch Trumps markige öffentliche Ankündigungen durchkreuzen diese Linie."Die Regierungsbeamten, mit denen ich spreche, wünschten sich, er würde diese Art von Drohungen gegen den Iran nicht aussprechen, denn dann muss es irgendeine Form der Umsetzung geben", erklärte die Korrespondentin. Sie verwies darauf, dass Trump in der Vergangenheit ähnliche Drohungen ausgesprochen habe, letztlich aber zurückgerudert sei. "Aber wird er wieder einknicken?", fragte Holmes.
Trump als Risiko für die Republikaner vor den US-Zwischenwahlen
Der Unmut gegenüber Trump beschränke sich laut ihr keineswegs auf das Weiße Haus.Bedenken gebe es bei der gesamten Republikanischen Partei. Steigende Benzinpreise und andere wirtschaftliche Belastungen für die Wähler machen den Iran-Kurs vor den anstehenden Zwischenwahlen zum politischen Risiko. "Das ist eine ganze Republikanische Partei, die nicht in dieser Position sein will", fasste Holmes zusammen.
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