Trump am Abgrund?: Bizarre Gebietsansprüche und gesundheitliche Sorgen erschüttern die USA
Donald Trump steht wegen seiner Entscheidungen, Auftritte und Aussagen erneut im Mittelpunkt der Debatten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Von news.de Redakteurin Anika Bube
17.07.2026 12.09
- Donald Trump verschärft den Konflikt mit dem Iran und droht mit massiven Angriffen auf wichtige Ziele
- Neue Streitigkeiten mit Medien, Faktenchecks zu seinen Aussagen und politische Rückschläge erhöhen den Druck auf den US-Präsidenten
- Trumps Auftritte sorgen erneut für Spekulationen über seinen körperlichen Zustand und seine politische Strategie
Die aktuelle Woche markiert einen kritischen Wendepunkt für die Präsidentschaft von Donald Trump. Gezeichnet vom plötzlichen Tod seines langjährigen Weggefährten Senator Lindsey Graham, agiert der 80-Jährige zunehmend aggressiver auf der Weltbühne. Von einem harten Ultimatum gegen den Iran über Forderungen nach Gebietsaneignung bis hin zu direkten Angriffen auf die heimische Pressefreiheit – der US-Präsident scheint an mehreren Fronten gleichzeitig zu kämpfen, während Beobachter besorgt auf seinen körperlichen und mentalen Zustand blicken.
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Eskalation am Golf: Trump droht mit "fettem" Angriff auf Atomanlage
Der Konflikt mit dem Iran erreicht eine neue, gefährliche Stufe. Donald Trump hat Teheran ein Ultimatum gestellt und droht für die kommende Woche mit massiven Angriffen auf die zivile Infrastruktur, sollten keine Verhandlungen aufgenommen werden. Insbesondere die unterirdische Anlage "Pickaxe Mountain" rückte in seinen Fokus, die er als Ziel für einen "großen, fetten" Schlag bezeichnete. Sein enger Vertrauter Stephen Miller unterstrich diese harte Linie mit der Warnung, dass man die USA nicht ungestraft "kreuzen" könne. Währenddessen antwortet der Iran mit martialischer Propaganda, die Trump bereits im Sarg zeigt.
Der "Wächter" der Straße von Hormus: Eigener Außenminister geht auf Distanz
Mit einem ungewöhnlichen Wirtschaftsplan für die Schifffahrt sorgte Trump für internationales Entsetzen. Er ernannte sich zum "Wächter der Straße von Hormus" und fordert künftig eine Erstattung von 20 Prozent des Frachtwertes aller passierenden Schiffe, um die Sicherungskosten der US-Marine zu decken. Dieser Plan stieß jedoch auf unerwarteten Widerstand in den eigenen Reihen: Außenminister Marco Rubio widersprach dem Präsidenten vehement und betonte, dass kein Land das Recht habe, Mautgebühren auf internationalen Wasserstraßen zu erheben. Auch internationale Behörden sehen für diesen Vorstoß keinerlei Rechtsgrundlage. Am nächsten Tag wollte der US-Präsident jedoch nichts mehr von seinem Plan wissen.
"Lügennetz" entlarvt: Schwere Vorwürfe und sofortige Faktenchecks
In einer Rede an die Nation am 16. Juli versuchte Trump, die amerikanische Öffentlichkeit mit Behauptungen über massiven Wahlbetrug durch China zu alarmieren. Er sprach von 220 Millionen kompromittierten Wählerdaten, einer Zahl, die von Experten und unabhängigen Faktencheckern umgehend als hanebüchene Lüge entlarvt wurde. Ehemalige Geheimdienstmitarbeiter erinnerten den Präsidenten zudem daran, dass er bereits 2018 persönlich über Bedrohungen informiert worden sei, was seinen Vorwürfen gegen den sogenannten "Deep State" die Grundlage entzog.
Gesundheits-Rätsel: Zwischen Trauer und Teleprompter-Pannen
Das Erscheinungsbild des Präsidenten wirft vermehrt Fragen auf. Bei seiner jüngsten Ansprache wirkte Trump heiser, kränklich und hatte sichtbare Schwierigkeiten, seinem Teleprompter zu folgen. Ungewohnt emotional zeigte er sich nach dem Tod von Lindsey Graham und räumte in einem Interview ein: "Mir geht es nicht gut". Zwar betonte sein Leibarzt Sean Barbarella die volle Fitness des Präsidenten, doch in den sozialen Medien wird nach Auftritten mit Blutergüssen an den Händen und wirren Versprechern heftig über eine mögliche Demenzerkrankung spekuliert.
Krieg gegen die Medien und Träume vom "Imperium"
Trumps Verhältnis zur Presse hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Nachdem die Sender ABC und NBC seine jüngste Rede nicht live zur besten Sendezeit ausstrahlten, forderte er wütend den Entzug ihrer Sendelizenzen und bezichtigte sie des "Betrugs". Parallel dazu schürte er Sorgen über seinen geistigen Zustand, indem er auf Truth Social eine bearbeitete Weltkarte teilte, die Grönland, Kanada und Venezuela als Teil eines neuen US-"Imperiums" darstellt. Kritiker vergleichen diesen "grenzenlosen Größenwahn" bereits mit den imperialen Bestrebungen totalitärer Herrscher der Geschichte.
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