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Pete Hegseth: "Das ist beschämend" – Trump-Minister empört mit neuer Testosteron-Regel für US-Armee

Pentagon-Chef will einen verpflichtenden Testosteron-Test für US-Soldaten ab 30 Jahren. Bild: picture alliance/dpa/AP | Matt Rourke

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  • Pete Hegseth kündigt verpflichtenden Testosteron-Test für US-Soldaten ab 30 Jahren an
  • US-Verteidigungsminister will gesündere und fittere Kämpfer in der eigenen Armee
  • Kritik an der neuen Vorgabe im Netz

Eine neue Pentagon-Regel sorgt für Aufsehen: Künftig müssen US-Soldaten ab dem 30. Lebensjahr ihre Testosteronwerte überprüfen lassen. Diese neue Vorgabe verkündete Verteidigungsminister Pete Hegseth in einer Videobotschaft auf der Plattform X.

Pete Hegseth verdonnert US-Soldaten ab 30 Jahren zum Testosteron-Test

Die Hormonuntersuchung wird in die bereits existierende jährliche Gesundheitskontrolle integriert. Für jüngere Militärangehörige unter 30 bleibt die Teilnahme optional. Sollten die Ärzte bei einem Soldaten zu niedrige Werte feststellen, sprechen sie eine Behandlungsempfehlung aus. Allerdings besteht keine Verpflichtung, dieser auch nachzukommen – die Therapie bleibt freiwillig.

US-Verteidigungsminister will Streitkräfte gesünder und fitter machen

Hegseth sieht im individuellen Soldaten den entscheidenden strategischen Trumpf der amerikanischen Streitkräfte. Es sei eine "heilige Pflicht", diesen Vorteil zu bewahren, erklärte der Minister. Daher müsse das Militär kontinuierlich neue Wege suchen, um die langfristige Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Truppe zu steigern. Zudem betonte er, dass der Hormonspiegel mit zunehmendem Alter häufig auf natürliche Weise abfällt. Die Initiative ziele darauf ab, "die richtigen Testosteronwerte" für optimale Leistung sicherzustellen.

"Bei dieser Initiative geht es nicht um künstliche Verbesserung, sondern darum, eure natürlichen Fähigkeiten wiederherzustellen und zu optimieren", wandte sich Hegseth direkt an die Soldaten. Es gehe darum, die "biologische Grundlage" zu gewährleisten, "die notwendig ist, um den Kampf durchzuhalten".

Ankündigung von Pete Hegseth sorgt erneut für Kritik an der Trump-Regierung

Während MAGA-Anhänger Zustimmung signalisieren, rief die Ankündigung eines verpflichtenden Testosteron-Tests für Über-30-Jährige im US-Militär auf X (vormals Twitter) auch eine Reihe spöttischer Reaktionen hervor. Kommentare dazu lauten:

  • "Alles Testosteron der Welt kann dich nicht in einen Mann oder eine effektive Führungskraft verwandeln. Die Gesundheit der Männer unter deinem Kommando ist dir gleichgültig. Du tust das nur, um einen weiteren Anhaltspunkt für Diskriminierung zu gewinnen. Keines der Probleme, die du im Iran hast, ist auf einen niedrigen Testosteronspiegel zurückzuführen."
  • "Im Grunde hast du also kein Problem damit, Hormone bereitzustellen – solange du Soldaten nur mehr Testosteron spritzt? Diese Regierung ist doch völlig irre."
  • "Erstens ist die überwiegende Mehrheit der Männer, die tatsächlich kämpfen, zwischen 18 und 25 Jahre alt – sie haben also absolut keinen Bedarf an einer Testosteronbehandlung.
    Zweitens können sich alle Männer bereits testen und behandeln lassen, wenn sie dies wünschen – dazu bedarf es keiner Erlaubnis von 'Uncle Sam'!"
  • "Das ist beschämend ... das sind unsere Soldaten. Sie sind bereit, für einen Fremden zu sterben. Da ist genug Testosteron im Spiel – und die Tests sind ungenau und es gibt eine Bandbreite. Das ist Wahnsinn."

Pete Hegseth verschärft Fitnessstandards in der US-Armee

Seit seinem Amtsantritt gestaltet Hegseth sein Ressort grundlegend um – das die US-Regierung mittlerweile offiziell als "Kriegsministerium" bezeichnet. Hegseth propagiert dabei immer wieder einen ausgeprägten Kriegerethos und das Leitbild eines traditionell männlichen Kämpfers.

Bereits im vergangenen Jahr verkündete er neue Fitnessstandards für Militärangehörige. Wer die "körperlichen Standards auf männlichem Niveau für Kampfpositionen" nicht erreiche, sich weigere, sich zu rasieren, oder nicht professionell auftreten wolle, solle sich nach einer anderen Position oder einem anderen Beruf umsehen, stellte Hegseth damals klar.

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/bua/news.de/dpa/stg

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