Politik

Donald Trump rastet aus: "Ich will nicht darüber reden!" Mitten im Interview zeigt Trump sein wahres Gesicht

In einem unbedachten Moment ließ Donald Trump die Maske fallen und offenbarte mehr, als die Öffentlichkeit erfahren sollte. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

  • Artikel teilen:
  • Donald Trump lässt die Maske fallen und zeigt sein wahres Gesicht in TV-Interview
  • US-Präsident blafft Reporterin an und enthüllt geheime Absprachen
  • "Ich will nicht darüber reden!" Macht sich Donald Trump US-Medien gefügig?

Kaum eine Woche vergeht, in der sich Donald Trump nicht in TV- oder Radio-Interviews zu Wort meldet. Das jüngste Gespräch, das der US-Präsident für "Meet The Press" mit NBC-Journalistin Kristen Welker führte, offenbarte jedoch ebenso wie ein Interview mit CNN-Mann Jake Tapper unabsichtlich Trumps wahres Spiel, wie der frühere CNN-Moderator Jim Acosta analysierte.

Donald Trump lässt die Maske fallen - TV-Interviews offenbaren Trumps wahres Spiel

Acosta übte scharfe Kritik an den zwei TV-Interviews mit Präsident Donald Trump, die am 12. Juli ausgestrahlt wurden. In einer auf seinem Substack veröffentlichten Analyse wirft er sowohl NBC-Moderatorin Kristen Welker als auch seinem ehemaligen CNN-Kollegen Jake Tapper vor, sich den Bedingungen des Präsidenten unterworfen zu haben. Acosta spricht in seinem Beitrag von einem "Bombenmoment", in dem Trump "die Maske fallen ließ" – eine Bemerkung, die seiner Meinung nach viel zu wenig Beachtung fand. Der Vorfall offenbare beunruhigende Implikationen für den Zustand des politischen Journalismus in den USA.

Donald Trump platzt der Kragen in TV-Interview: "Das habe ich dir vor dem Anruf gesagt!"

Trump hatte sich am Sonntag bei NBC News' "Meet the Press" zugeschaltet, um über den plötzlichen Tod von Senator Lindsey Graham zu sprechen. Als Kristen Welker jedoch kurz das Thema wechselte und nach der Straße von Hormus fragte – die iranische Behörden tags zuvor für "geschlossen" erklärt hatten, während Trumps Regierung das Gegenteil behauptete – reagierte der Präsident unwirsch. "Ich will nicht darüber reden, weil ich das Leben von Lindsey Graham ehren möchte", erklärte Trump. "Also will ich nicht darüber sprechen. Das habe ich dir vor dem Anruf gesagt!" Ein kleiner Satz, der für viel Wirbel sorgt, deutet die Bemerkung doch darauf hin, dass vor dem Interview hinter den Kulissen Bedingungen über zulässige Themen ausgehandelt wurden.

Macht sich Donald Trump die US-Medien gefügig?

Jim Acosta sieht in der Reaktion der NBC-Moderatorin ein deutliches Warnsignal. "Das klingt sehr danach, als wären Forderungen im Austausch für dieses Interview gestellt worden", schreibt er in seiner Analyse. Diese Bedingungen seien offenbar mit dem übereingestimmt, was auch bei CNN ablief. Besonders kritisch bewertet der ehemalige CNN-Journalist, dass Welker auf Trumps Zurechtweisung lediglich mit "Yeah" antwortete und sofort zum gewünschten Thema zurückkehrte. Selbst wenn die Forderungen nicht ausdrücklich akzeptiert worden seien, hätten beide Moderatoren ihnen weitgehend entsprochen und seien "wieder in die Reihe zurückgekehrt", sobald Trump unzufrieden wurde.

Scharfe Kritik an CNN-Journalist: Donald Trump hat freie Hand

Doch nicht nur Welker muss sich Kritik gefallen lassen. Acosta nimmt auch seinen früheren Kollegen Jake Tapper ins Visier, der am selben Tag ein Interview mit Trump für CNN führte. "Der Austausch war ein schlechtes Bild", urteilt Acosta über Tappers Auftritt.

Der CNN-Moderator wurde vielfach dafür kritisiert, dass er dem Präsidenten erlaubte, die Richtung des Gesprächs zu bestimmen, ohne nennenswerten Widerstand zu leisten. Acosta merkt zudem an, dass Tapper "Unmengen an Wahnsinn ignoriert" habe – ausgerechnet er, der zuvor Präsident Bidens Alterungsprozess als "Vertuschung" bezeichnet hatte.

Weitere Beiträge rund um Donald Trump finden Sie hier:

/news.de/stg

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.