Politik

Donald Trump: Angst vor Angriff? US-Präsident zieht sich in "fliegende Festung" zurück

Donald Trump setzt plötzlich wieder auf die Air Force One. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

  • Artikel teilen:
  • Donald Trump wechselt plötzlich den Flieger
  • Donald Trump in Gefahr wegen fehlender Verteidigungssysteme
  • Donald Trump zieht sich in "fliegende Festung" zurück

US-Präsident Donald Trump änderte seine Pläne für den Heimflug vom Nato-Gipfel aus der Türkei kurzfristig und nutzte statt des neuen katarischen Regierungsflugzeugs die betagte Air Force One. Der neue Jet, den Trump als luxuriösestes Flugzeug der Welt bezeichnet, soll separat in die Vereinigten Staaten vorausfliegen.

Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Text.

Donald Trump wechselt plötzlich den Flieger

Die Entscheidung erfolgt zu einem heiklen Zeitpunkt: Trump hatte kurz zuvor beim Gipfel in Ankara erklärt, der Waffenstillstand mit dem Iran sei beendet und es würden neue US-Schläge gegen Teheran geben. Trump erklärte, die neue Katar-Maschine würde vorausfliegen, damit amerikanische Soldaten ihn besichtigen können. "Aus alter Verbundenheit" würde er in die Air Force One umsteigen, erklärte Trump die Entscheidung.

Sicherheitsexperten sehen jedoch andere Gründe hinter dem kurzfristigen Wechsel. Andrew Feinberg, Korrespondent von "The Independent", vermutete, dass die ehemalige katarische Maschine nicht über die erforderlichen Selbstverteidigungssysteme verfügt. Ein Flug aus der Türkei während der laufenden militärischen Auseinandersetzungen mit dem Iran erfordere spezielle Schutzausrüstung, die nur das ursprüngliche VC-25-Flugzeug biete.

Donald Trump in Gefahr wegen fehlender Verteidigungssysteme

Frank Kendall, ehemaliger Leiter des US-Luftwaffenministeriums, äußerte erhebliche Sicherheitsbedenken bezüglich der neuen Maschine. Das wichtigste Problem sei der Umfang der Command-and-Control-Kapazitäten an Bord, erklärte er gegenüber "The War Zone". Über Details könne er aufgrund der Geheimhaltungsstufe nicht sprechen.

Die zeitliche Brisanz verschärft die Situation zusätzlich. Ein Flug aus der Türkei während der neu aufgeflammten Auseinandersetzung mit dem Iran erfordert militärische Abwehrsysteme, die bei einem zum Luxusjet umgebauten Zivilflugzeug möglicherweise fehlen. Sicherheitsexperten sehen darin den wahrscheinlichsten Grund für Trumps plötzlichen Kurswechsel.

Donald Trump zieht sich in "fliegende Festung" zurück

Die aktuelle Air Force One befindet sich bereits seit 1990 im aktiven Einsatz und verfügt über umfangreiche militärische Schutzausstattung. Bestätigt wurden Raketenabwehrsysteme, Ausrüstung zur Störung feindlicher Radaranlagen sowie eine Abschirmung gegen elektromagnetische Impulse nuklearer Detonationen. Diese Systeme machen das Flugzeug zu einer "fliegenden Festung".

Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:

/news.de/stg

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.