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Russland droht Brotknappheit: Duma-Abgeordnete schlägt Alarm und geht auf Putin-Regierung los

Wladimir Putin führt seit vier Jahren Krieg gegen die Ukraine. Bild: picture alliance:dpa:Pool Sputnik Kremlin via AP | Gavriil Grigorov

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  • Russland droht Brotknappheit laut Duma-Abgeordneter Nina Ostanina
  • Politikerin findet deutliche Worte zur Kraftstoffkrise durch den Ukraine-Krieg
  • Duma-Abgeordnete geht auf Putin-Regierung los

Russland steckt aufgrund des Ukraine-Krieges in einer massiven Energiekrise. Ukrainische Drohnen treffen immer häufiger Öl- und Gasanlagen weit im Landesinneren und verursachen dadurch erhebliche Versorgungsprobleme. Nahezu im gesamten Land ist der Verkauf von Benzin und Diesel mittlerweile eingeschränkt. Eine Tatsache, die auch Wladimir Putin nicht länger verschleiern kann, weshalb er unlängst sogar erstmals öffentlich Probleme im Ukraine-Krieg eingestanden hat.

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Wladimir Putins Kraftstoff-Krise weitet sich aus

Denn die Auswirkungen sind an den Tankstellen in Russland deutlich sichtbar: Wo noch Kraftstoff verfügbar ist, stauen sich die Fahrzeuge in langen Schlangen. Zahlreiche Zapfsäulen sind komplett gesperrt. Doch nach Einschätzung einer Parlamentsabgeordneten zeigt diese Situation noch längst nicht das volle Ausmaß der Krise. Die Putin-Regierung verschleiere vielmehr, wie dramatisch die Lage tatsächlich sei.

Duma-Abgeordnete schlägt Alarm und geht auf Putin-Regierung los

Nina Ostanina, die 70-jährige Vorsitzende des Familienausschusses in der Staatsduma, benennt das Ausmaß der Katastrophe schonungslos offen. Rund 30 Prozent der russischen Raffineriekapazitäten seien nicht mehr funktionsfähig. Die Verantwortlichen in der Regierung wollten diese Realität jedoch nicht anerkennen. Auf ihrem Telegram-Kanal attackierte die Abgeordnete die zuständigen Minister direkt: "Warum schweigen der Landwirtschaftsminister und der für ihn zuständige stellvertretende Ministerpräsident kurz vor Beginn der Erntezeit?" Ostanina vermied es dabei, Kreml-Chef Wladimir Putin namentlich zu kritisieren – ihre Vorwürfe richteten sich ausschließlich an Kabinettsmitglieder.

Russland droht Brotknappheit - Kreml-Politikerin schlägt Alarm

Die Kraftstoffkrise trifft die russische Landwirtschaft zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Kurz vor Beginn der Weizenernte melden Bauern bereits Engpässe bei der Dieselversorgung. In mehreren Regionen zeigen sich erste Anzeichen von Lebensmittelknappheit. Deshalb warnte Ostanina eindringlich vor den Konsequenzen: "Schließlich könnte das Land ohne Brot dastehen, was unter den Bedingungen internationaler Sanktionen einem Todesurteil gleichkäme."

Putin-Regierung beschwichtigt und redet Kraftstoffkrise klein

Vize-Regierungschef Alexander Nowak versuchte die Lage zu entschärfen. Er räumte zwar Kraftstoffmangel "an bestimmten Tankstellen" ein, betonte jedoch gleichzeitig, dass der Inlandsmarkt insgesamt ausreichend mit Benzin und Diesel versorgt sei.

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/news.de/stg

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