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Papst Leo XIV.: Stiller Protest gegen Trump? Pontifex setzt Symbol an US-Nationalfeiertag

Donald Trump und Papst Leo Bild: news.de-Montage (picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson; picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini)

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  • Papst Leo XIV. reist am 4. Juli statt in die USA nach Lampedusa an der EU-Außengrenze
  • Die Entscheidung wird als symbolisches Signal gegen die Trump-Migrationspolitik gewertet
  • Zwischen Vatikan und US-Regierung gibt es bereits seit Längerem Spannungen

Während Donald Trump am 4. Juli den 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten mit patriotischen Feierlichkeiten begeht, wählt Papst Leo XIV. einen anderen Weg. Der aus Chicago stammende Pontifex, der erste US-Amerikaner auf dem Stuhl Petri, reist an diesem symbolträchtigen Datum nach Lampedusa, wie die "Washington Post" berichtete. Die kleine italienische Insel gilt als südlichster Punkt Europas und wichtigste Anlaufstelle für Migranten aus Afrika. Statt also den Nationalfeiertag seiner Heimat zu zelebrieren, positioniert sich das Kirchenoberhaupt bewusst an der Mittelmeergrenze – ein stiller, aber unmissverständlicher Kontrapunkt zur "America First"-Politik der Trump-Administration.

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Papst Leo setzt indirekt Zeichen gegen Trump-Politik

Die Symbolkraft dieser Reise ist dem Vatikan durchaus bewusst. Pater Antonio Spadaro, Untersekretär des vatikanischen Dikasteriums für Kultur und Bildung, ordnete die Entscheidung des Papstes ein: "Ein amerikanischer Papst – der erste in der Geschichte – der am 4. Juli, dem Nationalfeiertag der Vereinigten Staaten, nicht die Geburt einer Nation und ihrer Grenzen feiert, sondern an der verwundeten Schwelle des Mittelmeers steht. Das ist an sich schon eine inoffizielle Erklärung." Spadaro betonte weiter, dass diese Pilgerreise in eine Zeit falle, in der die USA das Verschließen ihrer Türen vor Migranten zur Parole erhoben hätten. Der Papst konfrontiere niemanden direkt, setze aber einen bewussten Kontrapunkt: "Er erinnert alle daran, dass die Würde, die Gott jedem Menschen gibt, vor der Grenze kommt."

JD Vance kritisiert Vatikan-Haltung

Die Spannungen zwischen dem Weißen Haus und dem Heiligen Stuhl sind nicht neu. Papst Leo XIV. und die Trump-Administration liegen seit Längerem über Kreuz – neben der Einwanderungspolitik auch wegen des Krieges in Gaza und des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran. Erst in dieser Woche meldete sich Vizepräsident JD Vance, selbst Katholik, kritisch zu Wort: "Ich denke, dass einige Dinge, die aus dem Vatikan zur Einwanderungsfrage gekommen sind, beunruhigend waren, und letztlich bin ich damit nicht einverstanden." Es gehe nicht nur um die Würde der Einwanderer, sondern auch um jene der einheimischen Bevölkerung, deren Leben durcheinandergebracht worden sei.

Das Kirchenoberhaupt selbst hat seine Position unmissverständlich klargemacht. Vergangenen Monat erklärte Leo XIV. gegenüber Journalisten, dass wir als Menschen "die Gründe nicht anerkennen, warum diese Menschen gezwungen waren, ihre Heimatländer zu verlassen. Aus vielen Gründen – Gewalt, Krieg, Konflikte." Der Papst verzichtet dabei bewusst auf direkte Angriffe. Wie Spadaro es formulierte: Leo zeige nicht mit dem Finger auf andere. Doch seine Botschaft ist eindeutig – die von Gott verliehene Würde jedes Menschen wiegt schwerer als jede Staatsgrenze. Das Weiße Haus hat sich zu der geplanten Lampedusa-Reise bislang nicht geäußert.

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/ife/news.de/stg

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