Donald Trump: Abstimmungs-Pleite bringt ihn auf die Palme - US-Präsident schimpft über Parteifreunde
Donald Trump ist unzufrieden mit dem Verhalten einiger Parteikollegen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Erstellt von Martin Gottschling
01.07.2026 15.06
- Donald Trump wütet bei Abendessen im Weißen Haus gegen Parteikollegen
- US-Präsident war frustriert über das Abstimmungsverhalten einiger Republikaner im Repräsentantenhaus
- Versuch, das neue Wahlgesetz (den Save America Act) mit dem Verteidigungshaushalt zu verknüpfen, war gescheitert
Donald Trump kann sein Temperament oft nur schwer zu zügeln. Immer wieder holte er in der Vergangenheit zu heftigen Verbalattacken gegen seine politischen Gegner aus. Gern nahm der 80-jährige US-Präsident dabei die demokratischen Ex-Präsidenten Barack Obama und Joe Biden ins Visier. Doch bei einem weiteren von Trumps Wutausbrüchen sollen nun auch eigene Parteikollegen ihr Fett wegbekommen haben.
Donald Trump äußert Frust über Parteikollegen bei Abendessen im Weißen Haus
Wie der "Daily Beast" berichtet, lud Trump am Dienstagabend republikanische Kongressmitglieder zu einem Abendessen im Rosengarten des Weißen Hauses ein. Die festliche Atmosphäre kippte offenbar schnell. Der Grund für Trumps Frustration: 14 republikanische Abgeordnete hatten zuvor einen Plan von Repräsentantenhaussprecher Mike Johnson torpediert.Dieser wollte Trumps umstrittenen Save America Act mit dem jährlichen Verteidigungshaushalt verknüpfen, um das Wahlgesetz im Senat durchzubekommen.
Verhalten einiger Republikaner zum Save America Act verärgert den US-Präsidenten
Republikanische Hardliner wie die Abgeordnete Anna Paulina Luna aus Florida wehrten sich gegen dieses Manöver. Sie nannte Johnsons Vorgehen ein "prozedurales Täuschungsmanöver", da der Senat die Wahlrechtsbestimmungen so leichter herausstreichen könne.Selbst der Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, Steve Scalise, stimmte gegen das Vorhaben – allerdings aus prozeduralen Gründen, um eine erneute Abstimmung zu ermöglichen.
Nach der gescheiterten Abstimmung zog die Parteiführung die Konsequenzen: Alle für Mittwoch und Donnerstag geplanten Abstimmungen wurden gestrichen. Die Abgeordneten verabschiedeten sich vorzeitig in die Sommerpause zum 4. Juli – das Repräsentantenhaus tagt erst am 13. Juli wieder. Johnson bezeichnete die Rebellion als "nicht hilfreich" und "frustrierend".
Donald Trump bezeichnet Abstimmung von Abtrünnigen als "dumm"
Beim Dinner, das um 19 Uhr begann, ließ der Präsident seinem Unmut freien Lauf. Laut dem Reporter Jake Sherman von "Punchbowl News" zeigte sich Trump "sehr frustriert" über die abtrünnigen Republikaner. Die Abstimmung bezeichnete er als "dumm" und forderte mehr Geschlossenheit in den eigenen Reihen.
Besonders den House Freedom Caucus – die einflussreiche Gruppe konservativer und rechter Republikaner im Repräsentantenhaus – nahm Trump ins Visier. Er verspottete die Gruppierung und sagte: "Sie halten zusammen. Das sollten wir auch."
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