Sergej Lawrow: Putin-Minister tobt nach Trumps unerwarteter Ukraine-Wende
Sergej Lawrow fordert eine Erklärung von Donald Trump. Bild: picture alliance/dpa/Pool AP | Alexander Zemlianichenko
Erstellt von Franziska Kais
25.06.2026 13.14
- Donald Trump mit unerwarteter Ukraine-Wende nach G7-Gipfel
- Putin-Minister tobt nach Aussagen von Frankreich-Präsident Macron
- Sergej Lawrow fordert Erklärung von Donald Trump
Nach dem G7-Gipfel im französischen Évian, wo sich Donald Trump mit einer peinlichen Stuhl-Panne blamiert hat, verlangt Russlands Außenminister Sergej Lawrow Erklärungen von dem US-Präsidenten. "Wir wollen verstehen, was in Évian geschehen ist", tobte der 76-Jährige.
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Emmanuel Macron behauptet: Vereinbarungen zwischen Trump und Putin "beerdigt"
Hintergrund sind Äußerungen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, wonach Donald Trump mittlerweile davon überzeugt sei, dass Moskau kein Interesse an einem Friedensschluss in der Ukraine habe. Weiterhin erklärte Emmanuel Macron, frühere Vereinbarungen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin seien nach dem G7-Gipfel endgültig "beerdigt". Der Kreml hingegen hält jedoch weiterhin an diesen einseitigen Absprachen fest. Die Signale aus Washington sorgen aber offenbar dafür, dass im Kreml die Alarmglocken schrillen.
Donald Trump lobt Wolodymyr Selenskyj - Ukraine schlägt sich "ziemlich gut"
Hinzu kommt, dass Donald Trump bei einem Treffen mit Nato-Chef Mark Rutte im Weißen Haus unerwartet versöhnliche Töne gegenüber Kiew angeschlagen hat. Die Ukraine schlage sich "ziemlich gut", erklärte Trump. Den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bezeichnete er als "mutig" und attestierte ihm "großartige Ausrüstung" sowie "großartige Kämpfer".
Donald Trump mit unerwarteter Ukraine-Wende nach G7-Gipfel
Donald Trumps Tonwechsel ist durchaus bemerkenswert. Noch vor etwa einem Jahr hatte Donald Trump Wolodymyr Selenskyj öffentlich scharf kritisiert. Die plötzliche Kehrtwende gegenüber dem ukrainischen Präsidenten dürfte bei Wladimir Putin ebenfalls für Unmut sorgen. Zusätzlich kommen aus dem US-Außenministerium Signale, die den Kremlchef beunruhigen dürften.
US-Außenministerium mit unerwarteter Vorhersage - Ukraine gewinnt den Krieg "im Moment"
Staatssekretär Jeremy Lewin sprach von einem "breiten Konsens" zwischen Trump, Selenskyj und den europäischen Partnern. Die Ukraine gewinne den Krieg "im Moment", so Lewin weiter. Bei günstigen Wetterbedingungen seien die ukrainischen Streitkräfte derzeit auf dem Vormarsch. Kiew habe "die Dynamik verändert" und greife gezielt russische Energieinfrastruktur an. Zusätzlich verwies der Staatssekretär auf die erneut verhängten US-Sanktionen gegen russisches Öl. Diese Einschätzungen aus Washington markieren einen deutlichen Kurswechsel in der amerikanischen Rhetorik.
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