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Kiel: Nach Cyberangriffen: Land fördert Schutz für kleine Firmen

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Die Landesregierung schärft angesichts einer steigenden Zahl von Hacker-Angriffen auf private Unternehmen ihre Digitalisierungs-Förderung nach. "Es werden künftig auch Projekte für mehr Cybersicherheit von kleinen und mittleren Unternehmen mit bis zu 40 Prozent gefördert", sagte Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Dafür stelle das Land zunächst für drei Jahre knapp eine Million Euro zur Verfügung.

"Allein im vergangenen Jahr wurden der Polizei im Land 29 Fälle bekannt, in denen Kriminelle über sogenannte Ransomware Daten von Betrieben verschlüsselten, um anschließend Geld zu erpressen", sagte Madsen. Im Kreis Segeberg habe ein Unternehmen vor einigen Jahren 300.000 Euro Lösegeld in Bitcoin über das Darknet gezahlt, um seine Daten entschlüsselt zurück zu erhalten. Dazu komme ein großes Dunkelfeld, weil sich längst nicht alle betroffenen Unternehmen an die Polizei wenden würden. "Unser neues Fördermodul soll den Betrieben helfen, eine moderne und widerstandsfähige Daten-Infrastruktur aufzubauen, etwa durch Cloud-Lösungen und verbesserte Sicherheitsmaßnahmen."

Madsens Appell

Nach früheren Angaben der Landesregierung wurden im Norden seit 2022 insgesamt 123 Cyberangriffe und sicherheitsrelevante IT-Vorfälle auf die digitalen Strukturen des Landes registriert. Das Innenministerium registriere eine steigende Tendenz betroffener Unternehmen, sagte Madsen. "Bei solchen Angriffen sollte grundsätzlich die Polizei eingeschaltet werden. Vom zuständigen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik wissen wir, dass die Urheber der Attacken zumeist in Russland, Nordkorea oder China sitzen."

Zunehmende Digitalisierung bedeute stets auch eine größere Angriffsfläche für Cyberkriminelle, sagte Madsen. Die Landesregierung baue deshalb parallel zur Förderung auch ein landesweites Unterstützungsnetzwerk für kleine und mittlere Betriebe auf. Auch hierfür stelle das Land knapp eine Million Euro zur Verfügung. "Denn die Frage lautet längst nicht mehr, ob Unternehmen angegriffen werden, sondern wann und wie gut sie darauf vorbereitet sind. Digitalisierung und Cybersicherheit müssen daher konsequent gemeinsam gedacht werden", sagte Madsen.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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