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Ukraine-Krieg aktuell: 300.000 Kreml-Soldaten in Bedrängnis - Putin kann Angriffe nicht stoppen

Wladimir Putin muss immer wieder Rückschläge durch Drohnenangriffe hinnehmen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Vyacheslav Prokofyev

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  • Ukraine-Krieg aktuell: Drohnenangriffe setzen Wladimir Putin zu
  • Putin-Kommandoposten im Ukraine-Krieg getroffen
  • Putin-Truppen sollen von Nachschublinien getrennt werden

Die ukrainischen Streitkräfte erzielen derzeit angeblich bemerkenswerte Erfolge gegen die russischen Besatzungstruppen - selbst ein Putin-Vertrauter zweifelte zuletzt an einem möglichen Sieg Russlands. Wie die "Kyiv Post" berichtet, gelingt es spezialisierten Drohnenverbänden, einen zahlenmäßig weit überlegenen Gegner erheblich unter Druck zu setzen. Es klingt nach einem Rückschlag für Wladimir Putin - tatsächlich musste der Kremlchef zuletzt Probleme eingestehen. Allerdings: Zahlen aus Russland sind offiziell nicht vorhanden, unabhängig überprüfen lassen sich viele Ukraine-Angaben auf der anderen Seite nicht.

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Ukraine-Krieg aktuell: Drohnenangriffe setzen Wladimir Putin zu

Zwischen 5.000 und 8.000 ukrainische Soldaten in mehreren Spezialeinheiten bedrängen demnach rund 250.000 bis 300.000 russische Truppen. Das betroffene Einsatzgebiet erstreckt sich über eine Fläche von der Größe Belgiens, heißt es in dem Bericht. Mit vergleichsweise geringen Personalressourcen sollen die ukrainischen Einheiten erhebliche Auswirkungen auf die russische Kriegsführung erzielen können.

In den vergangenen Wochen führten die ukrainischen Drohnenverbände Hunderte Attacken durch. Hauptsächlich im russisch kontrollierten Süden der Ukraine trafen sie zahlreiche Treibstofftransporter und schnitten wichtige Versorgungsrouten ab. Die verschiedenen Brigaden und Bataillone haben sich dabei auf unterschiedliche Aufgabenbereiche spezialisiert.

Ukraine-Krieg aktuell: Putin-Kommandoposten getroffen

Das 1. Separate Zentrum der Drohneneinsatzkräfte richtet seine Operationen gegen militärische Ziele in den russisch kontrollierten Gebieten. Die Einheit nimmt Luftabwehrsysteme, Führungseinrichtungen, Treibstoffdepots, Versorgungsstandorte und Bahnanlagen ins Visier. Zuletzt wurde über die Zerstörung eines Kommandopostens berichtet. Ihr Operationsgebiet umfasst die Regionen Donezk, Saporischschja, Luhansk sowie die nördliche Krim.

Aus diesem Zentrum entwickelte sich die 413. Brigade "Raid", die nach ihrer Erweiterung eigenständig agiert. Diese Einheit konzentriert sich auf weitreichende Schläge gegen Ziele tief im russischen Hinterland. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Energieversorgung des Gegners. Aktuell richtet "Raid" ihre Angriffe besonders gegen Lagereinrichtungen für russische Drohnen sowie Luftabwehrsysteme aus. Die jüngsten Operationen konzentrierten sich auf die Umgebung der Städte Berdjansk und Mariupol.

Putin-Truppen sollen von Nachschublinien getrennt werden

Die 414. Brigade "Ptakhi Madyara" - zu Deutsch "Madyars Vögel" - nahm im Januar 2024 ihren Dienst auf und gilt als weltweit erstes militärisches Drohnenbataillon. Robert "Madyar" Browdi, ein 50-jähriger Unternehmer, gründete die Einheit. Zuvor hatte er bereits eine kleine Drohnengruppe mit sechs Mitgliedern kommandiert. Innerhalb der Brigade operieren mehrere spezialisierte Bataillone mit jeweils eigenen Schwerpunkten.

Das 9. Bataillon "Kairos" führt seine Angriffe gegen Luftabwehrstellungen, Raketenwerfer und Treibstofflager durch. Das 2. Bataillon "Wormbusters" hat sich dagegen auf andere Ziele spezialisiert. Ihre jüngsten Operationen richteten sich gegen Versorgungszentren und Transportfahrzeuge. Beide Bataillone ergänzen sich damit in ihrer taktischen Ausrichtung und tragen zur Unterbrechung der russischen Versorgungslinien bei.

Ukraine-Krieg aktuell: Bodenroboter sollen Putin-Truppen stoppen

Die 20. Brigade "K-2" nimmt unter den ukrainischen Drohnenverbänden eine besondere Stellung ein. Bereits vor Kriegsbeginn war diese Einheit aktiv und zählt zu den Gründungsmitgliedern der ukrainischen Drohnenstreitkräfte. Neben konventionellen Drohnenoperationen testet die Brigade auch innovative Technologien. Berichten zufolge arbeitet die Einheit mit unbemannten Bodenfahrzeugen und erforscht deren militärischen Einsatz.

Ihre aktuellen Operationen konzentrieren sich auf die Störung feindlicher Versorgungsstrukturen. Über der nördlichen Krim führt "K-2" gezielte Anti-Logistik-Missionen durch. Zusätzlich finden Angriffe in der Region Donezk statt. Besonders die Gebiete um die Städte Horliwka und Jenakijew stehen im Fokus der Brigade. Dort attackiert die Einheit systematisch russische Nachschubwege und unterbricht die Versorgung der Besatzungstruppen.

Wladimir Putin ist machtlos: Immer wieder Angriffe auf Krim-Autobahn

Die 412. Brigade "Nemesis" unterscheidet sich in ihrer Entstehungsgeschichte von anderen Verbänden. Zivilisten mit früherer militärischer Erfahrung gründeten diese Einheit und gehören damit zu den Gründungsmitgliedern der ukrainischen Drohnenstreitkräfte. Ihre besondere Stärke liegt in der breiten taktischen Ausrichtung. "Nemesis" operiert nicht nur in der Luft, sondern führt auch maritime Attacken und bodengebundene Angriffe durch.

Der Schwerpunkt ihrer jüngsten Einsätze liegt an einer strategisch bedeutsamen Verkehrsachse. Die Autobahn M-14/R-280 "Noworossija" verbindet Mariupol mit der Krim und stellt eine wichtige Versorgungsroute für die russischen Besatzungstruppen dar. Entlang dieser Verbindung führt die Brigade ihre Operationen durch. Durch die Unterbrechung des Verkehrs auf dieser Strecke erschwert "Nemesis" den Nachschub für die russischen Streitkräfte erheblich. Die Attacken auf diese Lebensader zeigen die strategische Bedeutung gezielter Angriffe auf Infrastruktur und Transport.

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