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Nach eskaliertem Bürgerdialog: Krebspatientin erhält unfassbaren Rat aus dem Büro von Jens Spahn

Die Krebspatientin bekam aus dem Büro von Jens Spahn einen unfassbaren Rat. Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

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  • Nächster Eklat um todkranke Wählerin, die Merz bei Bürgerdialogs angezählt hat
  • Krebspatientin Silvia Dronsch erhält unfassbaren Rat aus dem Büro von Jens Spahn
  • Weil ihr Krankengeld ausläuft: Krebspatientin soll ihr Elternhaus verkaufen
  • Spahn-Mitarbeiter gibt Krebspatientin Mitschuld an ihrer finanziellen Notlage

Die an Hautkrebs erkrankte Silvia Dronsch aus Suhlendorf erlebt den nächsten Tiefschlag aus der Berliner Politik. Nachdem die 53-Jährige vom Kanzleramt lediglich eine standardisierte Autogrammkarte statt einer Entschuldigung für die schroffe Zurechtweisung durch Friedrich Merz bei einem Bürgerdialog erhalten hatte, erhielt sie nun vom Büro des CDU/CSU-Fraktionschefs Jens Spahn fragwürdige Ratschläge.

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Krebspatientin Silvia Dronsch erhält unfassbaren Rat aus dem Büro von Jens Spahn

Wie Silvia Dronsch, deren Krankengeld am 15. August ausläuft, gegenüber "Bild" schildert, habe ihr ein Mitarbeiter aus Spahns Büro telefonisch nahegelegt, aufgrund ihrer finanziellen Notlage ihr Elternhaus zu veräußern. Zudem habe ihr der Mitarbeiter indirekt eine Mitschuld an ihrer finanziellen Misere gegeben, da sie keine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hatte.

Weil ihr Krankengeld ausläuft: Krebspatientin soll ihr Elternhaus verkaufen

Die Empfehlung trifft Dronsch in einer ohnehin verzweifelten Lage. Die Krebspatientin weiß aktuell nicht, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten soll, wenn ihr Krankengeld ausläuft. Zwar hat die 53-Jährige inzwischen Anträge auf Erwerbsminderungsrente, Arbeitslosengeld und Bürgergeld eingereicht, doch bislang liegt keine Entscheidung vor.

Krebspatientin fassungslos nach Vorschlag aus dem Spahn-Büro

Der Vorschlag aus dem Spahn-Büro macht Silvia Dronsch fassungslos. Denn das Haus, das sie verkaufen soll, errichteten ihre Eltern in den 1960er Jahren. Dort kümmerte sie sich elf Jahre lang um ihre pflegebedürftige Mutter. Der Spahn-Mitarbeiter soll ihr aber erklärt haben, sie könne froh sein, überhaupt ein solches Haus zu besitzen. Mit dem Verkaufserlös ließe sich die Zeit ohne Krankengeld überbrücken. Doch für die schwer kranke Frau ist das keine realistische Option. Wohnungssuche und Umzug wären neben der laufenden Krebstherapie kaum zu stemmen.

Spahn-Büro dementiert Hausverkaufs-Rat an Krebspatientin nicht

Auf Nachfrage von "Bild" räumte das Büro des Fraktionsvorsitzenden ein, dass Dronsch sich mehrfach telefonisch gemeldet hatte. Ein Mitarbeiter habe sich ausreichend Zeit genommen und ihr vor allem verständnisvoll zugehört. Den umstrittenen Ratschlag zum Hausverkauf wies das Büro nicht explizit zurück.

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/loc/news.de/stg

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