Politik

Wladimir Solowjow: Nach Drohnenangriff auf Moskau - Putin-Sprachrohr stimmt auf schwere Zeiten ein

Wladimir Solowjow hat die Russen auf schwere Zeiten eingestimmt. Bild: picture alliance : dpa | Alexander Shcherbak:Tass:Host Ph

  • Artikel teilen:
  • Ukraine-Krieg aktuell: Drohnen-Treffer erschüttern Moskau
  • Wladimir Solowjow stimmt Russen auf schwere Zeiten ein
  • Putin-Propagandist appelliert an Opferbereitschaft der Russen
  • Solowjow fordert: Ukraine-Krieg als langwierigen, unvermeidlichen Prozess akzeptieren

Wenige Stunden nachdem Moskau von schweren ukrainischen Drohnenangriffen erschüttert worden ist, bei denen eine der wichtigsten russischen Ölraffinerien zum zweiten Mal binnen drei Tagen in Brand geraten ist, hat sich der russische Propagandist Wladimir Solowjow im Staatsfernsehen zu Wort gemeldet.

Weitere Meldungen zu Wladimir Putin oder dem Ukraine-Krieg finden Sie am Ende dieses Artikels.

Ukraine-Krieg aktuell: Drohnen-Treffer erschüttern Moskau

In seiner Sendung "Voller Kontakt" versuchte Wladimir Solowjow zunächst, jegliche emotionale Reaktionen auf die ukrainischen Drohnenangriffe auf Moskau zu dämpfen. Der Putin-Vertraute, der zu Russlands Top-Propagandisten gehört und regelmäßig mit seinen extrem martialischen Aussagen für Entsetzen bei westlichen Beobachtern sorgt, appellierte an die Russen, nicht nach schnellen Lösungen zu verlangen.

Wladimir Solowjow stimmt Russen auf schwere Zeiten ein

In einem Videoausschnitt der Sendung, den der pro-ukrainische Kriegsblogger WarTranslated auf seinem X-Account geteilt hat, hört man, wie Wladimir Solowjow erklärt: "Krieg ist ein langer Kampf. Macht keinen Aufstand. Analysiert stattdessen die Lage und werdet den Heldentaten unserer Großväter und Urgroßväter gerecht." Damit nimmt der Putin-Vertraute direkt Bezug auf den sowjetischen Kampf gegen Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. "Genau das ist die Art von Situation, in der wir uns fragen müssen: Schaffen wir das noch einmal?", sinniert Solowjow.

Solowjow fordert: Ukraine-Krieg als langwierigen, unvermeidlichen Prozess akzeptieren

Die implizite Aussage, die das Putin-Sprachrohr aufstellt, lautet also: Unsere Vorfahren haben unter viel schlimmeren Bedingungen gesiegt, also müssen wir ebenfalls durchhalten. Im gleichen Atemzug appelliert er an die Opferbereitschaft des russischen Volkes und stimmt es auf schwierigere Zeiten ein. Zudem macht er unmissverständlich klar, dass die Russen akzeptieren müssen, dass der Ukraine-Krieg ein langer, unvermeidlicher Konflikt ist.

Damit hat Wladimir Solowjow seine bisherige Kriegsrhetorik nahezu vollständig geändert. Zu Beginn des Ukraine-Krieges kündigten die russischen Propagandisten baldige Erfolge und einen schnellen Sieg über die verhasste Ukraine an. Inzwischen scheint selbst ihnen klar zu sein, dass sie der Ukraine nicht so überlegen sind, wie sie gedacht haben.

Auch diese Meldungen von Wladimir Putin und dem Ukraine-Krieg sind einen Blick wert:

/sfx/news.de

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.